Ambiente | Bären

Trientner Tierschützer stürmen Landtag

Sturm auf den Landtag. TierschützerInnen fordern: "Daniza libera"

Den TierschützerInnen aus Trient reicht es. Am gestrigen Freitag, 22. August, stürmten sie den Landtag. "Daniza libera" forderten sie. Die Bärenmutter, die sich einem Pilzesucher gegenüber nicht ordnungsgemäß verhalten hatte, wird noch immer gesucht.

Die Ordnungskräfte waren bald zur Stelle um die Situation unter Kontrolle zu bringen, auf der Internet-Plattform Avaaz.org geht die Solidarität indes weiter. "No all'abbattimento di Daniza" sagen fast 41.000 gesammelte Unterschriften.

Auf twitter beruhigte Michele Dallapiccola, Trientner Landesrat für Agrar- und Forstwirtschaft, schon vor einer Woche: "Nessuno vuole uccidere Daniza! Effettuiamo sole operazioni di tutela delle persone."

Und während die Bärenmutter weiter durch die Trientner Wälder streift, setzt Ugo Rossi auf die angrenzenden Nachbarländer. 50 Bären gibt es mittlerweile im Trentino, zwischen 1999 und 2000 wurden neun Bären ausgesetzt, die Vermehrung ist geglückt. Und bereitet nun Kopfzerbrechen. Deshalb sollen nach Südtirol, Österreich oder in die Schweiz einige der Bären übersiedelt werden. Doch die Südtiroler Landesregierung wehrt ab. Nein danke, Bären wollen wir keine. Landesrat Arnold Schuler ist überzeugt: Die Bärin muss gefangen werden. "Wenn der Bär einen Menschen angegriffen hat, dann muss man auch Maßnahmen setzen."

Schuler weiß: die Unterlandler und Überetscher Bürgermeister sind schon jetzt alles andere als gut auf Meister Petz zu sprechen. Ein Sturm auf den Südtiroler Landtag will er von anderer Seite vermeiden.