Cultura | Video del venerdì

„Teenage Burnout“

Junk Love im salto-Interview: „Wir konzentrieren uns einfach weiterhin darauf den Wachzustand so gut wie möglich zu meistern und Musik zu machen.“
Junk Love
Foto: Junk Love

Tief eingetaucht in Dreampunk-artigen Sphären findet man sich tanzend und berauscht irgendwo auf einem Junk Love Konzert wieder. Rastlos, suchend, getrieben - so klingen Junk Love 2020. Die drei Bandmitglieder Flo, Julian und Martin über ihren neuen Song und Sound, die Arbeiten und den Weg zum kommenden Album und drei Dinge, die der Band wichtig sind...

 

Junk Love - Teenage Burnout (Official)

 

salto.bz: Kurz zur Geschichte der Band…

Junk Love: Junk Love wurde 2012 gegründet und 2015 haben wir unser erstes Album „Stoned“ veröffentlicht. Im Laufe der Jahre haben wir unzählige Konzerte in der näheren Umgebung, aber auch in Österreich, Deutschland, Frankreich, Holland, Bosnien und England gespielt. In der ganzen Zeit hat es bis auf die Konstanten Julian und Flo einige Wechsel in der Besetzung gegeben. Mittlerweile übernimmt Flo neben der Stimme auch den Bass, Julian weiterhin die Gitarre und zusammen mit Martin am Schlagzeug sind wir erstmals ein Trio.

 

Für was steht der Name Junk Love?

Ursprünglich als Titel des ersten Songs „Bamba Lady“ gedacht, steht Junk Love immer noch für unsere Art Musik zu machen und zu interpretieren. Wir beleuchten und vertonen gerne die düsteren, rauen Seiten des Lebens und dazu reicht Schönheit alleine nicht aus. Vermeintlicher Müll oder Lärm birgt außerdem künstlerisch oft wesentlich mehr Substanz als Sauberes, glatt Gestrichenes.

 

Wir beleuchten und vertonen gerne die düsteren, rauen Seiten des Lebens und dazu reicht Schönheit alleine nicht aus. Vermeintlicher Müll oder Lärm birgt außerdem künstlerisch oft wesentlich mehr Substanz als Sauberes, glatt Gestrichenes.

 

Was sind eure musikalischen Vorbilder?

Vorbilder denen wir nacheifern haben wir nicht wirklich. Wir sind einfach drei Musik-Nerds und jeder bringt deswegen natürlich viele unterschiedliche Einflüsse mit. Als Band orientieren wir uns momentan unter anderem stark an den düsteren Sounds der 80er-Jahren, wie Post Punk, New Wave, Shoegaze, usw.

 

Ein paar Worte zum Video „Teenage Burnout“…

Eigentlich verstehen wir es gar nicht als wirkliches Musikvideo. Wir waren auf der Suche nach einer geeigneten Art um den Song visuell zu unterstützen und haben uns für einen Zusammenschnitt von Aufnahmen eines unserer Konzerte entschieden.

 

Und zum Song…

Den Song selbst können wir dabei durchaus als Einführung für unseren neuen Sound bezeichnen.

 

Was können wir noch von euch erwarten, vielleicht ein Album?

Außer unserer bald anstehenden Midlife-Crisis kann man tatsächlich ein Album erwarten. Wir haben in letzter Zeit viel Arbeit in unsere Musik gesteckt und versucht uns musikalisch weiterzuentwickeln. Neben dem Schreiben und Arrangieren von Songs wurde dabei der Sound der Band als Ganzes immer wichtiger und wir haben nach einem Weg gesucht alles möglichst gut im Studio einzufangen. Letztlich haben wir dann die Tracks gemeinsam live eingespielt, wohl auch um eine gewisse Rohheit zu erhalten und uns selbst vom Drang zu befreien im Nachhinein alles glattbügeln zu wollen. Auf jeden Fall sind wir mit den Aufnahmen sehr zufrieden und können schon einmal soviel verraten, dass die Scheibe sehr dunkel klingen und im Frühling digital und auf Vinyl erscheinen wird. Im Sommer steht dann neben einigen anderen Konzerten hier im Lande auch ein Auftritt bei Rock im Ring an. Ansonsten planen wir gerade eine Tour im Herbst und der Rest steht in den Sternen.

 

Was sind eure Träume?

Die sind in musikalischer Form demnächst auf dem neuen Album zu hören. Doch für Träume ist es leider schon zu spät, solche Sachen überlassen wir jüngeren Bands. Wir konzentrieren uns einfach weiterhin darauf den Wachzustand so gut wie möglich zu meistern und Musik zu machen.

 

Wir konzentrieren uns einfach weiterhin darauf den Wachzustand so gut wie möglich zu meistern und Musik zu machen.

 

Beste Band ever?

Black Sabbath.

 

Beste Südtiroler Band?

WC.

 

Drei wichtige Dinge für Junk Love?

Das kommende Album, Fast Fret und Stimm-Glissandi.