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Herbstliche Architekturtouren

An drei Wochenenden (18. und 19. September, 25. und 26. September und am 2. und 3. Oktober) werden die "Tage der Architektur" durchgeführt. Eine Einladung mit Vorab-Quiz.
Stadele Lana
Foto: Davide Perbellini

Identitätsstiftende Orte nennt sich das diesjährige Motto der Tage der Architektur. Auch im Jahr 2021 werden die bereits zur Tradition gewordenen Touren der Architekturstiftung Südtirol an drei Wochenenden angeboten. Man möchte in diesem Jahr noch mehr Menschen die Möglichkeit bieten, am durchaus gut ausgeklügelten Rundgang-Angebot teilzunehmen. Tourismusverseuchte 08/15-Hotelarchitektur ist glücklicherweise nicht im Programm.


„Den Südtiroler*innen, aber auch den vielen Besucherinnen und Besuchern die Südtirol bereisen, erscheint die lokale architektonische Landschaft nicht wie eine Summe von einzelnen Gebäuden, sondern als Gesamtwerk, schreibt die Architekturstiftung in einer Aussendung und gibt sich künstlerisch: „Fast wie eine große Skulptur". Diese gemeinschaftliche Skulptur steht für ein (immer im Wandel begriffenes) Gesamtkunstwerk – ist also nie „für die Ewigkeit" gemacht. 

 

Die Tage der Architektur bieten erneut Gelegenheit, den Blick auf Architektur zu schärfen, Details zu betrachten, zu überlegen und Bauvorgänge neu zu denken, beispielsweise: Welchen Einfluss haben unterschiedliche „Eingriffe auf die Gesamtansicht"? Oder: „Welche Verantwortung hat jeder und jede, wenn er oder sie Hand anlegt?"  


Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bewegen sich an den drei Wochenenden mit dem Auto, mit dem Rad und natürlich zu Fuß. Sie suchen die besten Perspektiven auf und in die Gebäude, lernen neue Architekturen kennen und setzen die Gebäude zueinander in ein jeweiliges Verhältnis. 
Dass vor allem der Tourismus, samt seiner unsensiblen und häufig nichtssagenden Schablonen-Architektur, mittlerweile die eindeutig hässlichsten Landstriche Südtirols geformt hat, ist an vielen Ecken des Landes unschwer zu erkennen. Diese Architektur steht im krassen Gegensatz zu jenen Bauten, die es verdienen, genauer betrachtet zu werden.

Auf dem Programm steht auch eine spannende Kindertour, bei der die Kleinen selbst zu Baumeister*innen werden. 

Fachleute aus Architektur und Handwerk sowie die Bauherrinnen und Bauherren stellen Wohngebäude, sanierte Höfe, öffentliche und private Räume in einen kulturellen und geografischen Kontext. Die Touren führen nach Lana, Laas, ins Kloster Marienberg, ins Unterland, nach Brixen und Villnöß sowie ins Gsieser Tal, nach Gröden, nach Sterzing, auf den Ritten und durch Bozen. Auf dem Programm steht auch eine spannende Kindertour, bei der die Kleinen selbst zu Baumeister*innen werden.


Am Freitag, 17.09. findet um 16:30 Uhr eine Tagung und Diskussionsrunde Identitätsstiftende Orte im Bozner Waltherhaus statt. Es sprechen: Claudia Plaikner, Sigrid Piccolruaz, Susanne Waiz, Karin Dalla Torre, Hans Heiss und Bettina Schlorhaufer.
 

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Margot Wittig Wed, 09/15/2021 - 16:51

wir wünschen uns, dass besonders Gemeindevertreter (Politiker und Techniker), wie auch zukünftige Bauherr*innen an den Touren und den anschliessenden Diskussionen teilnehmen, da diese Gespräche vor Ort den Blick auf die Veränderungen unserer Orte schärfen und Verständnis und Begeisterung für Architektur und Landschaftsplanung entstehen lassen. Um ein paar interessante Touren zu nennen: Gsies, Sterzing, die sanierten Bauernhöfe, aber auch Bozen!

Wed, 09/15/2021 - 16:51 Permalink