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Operation Lifting

Die Bozner Marienklinik startet 2022 mit neuer Trägerschaft und einer neuen Führungsmannschaft durch. Es ist ein notwendigerer Umbau.
Marienklinik
Foto: Marienklinik
Die Operation war seit längerem angekündigt. Jetzt hat man sie umgesetzt.
Kurz vor Weihnachten wurde die „Marien gemeinnützige GmbH“ gegründet. Das Unternehmen, das der Stiftung Liebenau, der Stiftung St. Elisabeth und den Tertiarschwestern gehört, wird ab 1. Jänner 2022 die Bozner Marienklinik führen. Es ein weiterer Schritt der vor allem die Stiftung Elisabeth zu einem der wichtigsten Player im Südtiroler Sozial- und Sanitätssektor macht. Die kirchliche Stiftung betreibt neben der Klinik Martinsbrunn in Meran, das Girlaner Jesuheim, den ehemaligen Grieser Hof und eine Handvoll Altersheime in ganz Südtirol.
Der Verwaltungsrat der neuen „Marien gemeinnützige GmbH“ setzt sich aus Präsident Christian Klotzner, Vizepräsident Heiner Schweigkofler und Schwester Elisabeth Tschurtschenthaler zusammen. „Wir blicken zuversichtlich in die Zukunft und sind überzeugt, dass die Fortführung der Klinik und des angeschlossenen Seniorenwohnheims mit all seinem Potential nun langfristig gesichert ist“, freuen sich Provinzoberin der Tertiarschwestern Mirjam Volgger und Präsident Christian Klotzner.
 
 
 
Der Umbau der Träger- und Eigentümerschaft war für die Bozner Traditionsklinik ein notwendiger Schritt. Denn die Geschäftsführungen der vergangenen zehn Jahre haben ein kaum mehr zu stopfendes finanzielles Loch aufgerissen. Dazu kommt, dass es staatsanwaltschaftliche Ermittlungen und Strafzahlungen wegen nicht korrekt verwendeter Landesbeiträge gab, die man äußerst diskret abgewickelt hat.
Mit der Übernahme der Klinik durch die Stiftung Elisabeth wird jetzt aber auch die Klinikleitung, samt ärztlicher Direktion, Pflegedirektion und Verwaltungsleitung neu aufgestellt. An der Seite von Geschäftsführer Siegfried Mittermair verstärken zukünftig Sanitätsdirektor Hannes Mutschlechner, Pflegedienstleiter Hannes Plank und Verwaltungsleiter Matthias Spögler das Führungsteam der Klinik. Dabei setzt man auf Kontinuität, Qualität und Vertrauen, aber auch auf Weiterentwicklung. Die bewährte Kooperation mit dem Land und dem Südtiroler Sanitätsbetrieb wird fortgeführt.
 
 
 
Die sehr gute Zusammenarbeit mit den über 40 Fachärzten und rund 130 Mitarbeitern werden wir natürlich fortsetzen. Wir überlegen ebenfalls noch weitere fachärztliche Leistungen aufzubauen und sind diesbezüglich auf der Suche nach Fachärzten“, erklärt Siegfried Mittermair. Das medizinische Leistungsangebot der Marienklinik umfasst von der Radiologie und Diagnostik, bis hin zu fachärztlichen ambulanten Leistungen, chirurgische Eingriffe und stationäre Pflege. Die Fachbereiche sollen noch enger miteinander vernetzt arbeiten, um so den Patienten ein „Mehr“ an Service und Qualität zu bieten. Einzelne Fachabteilungen wurden bereits in punkto technischer Ausstattung modernisiert, um die Qualität der ärztlichen Leistungen zu erhöhen. Dazu zählt der Fachbereich für Gastroenterologie, die Augenheilkunde und sämtliche Fachbereiche mit chirurgischen Eingriffen im OP.