Michil Costa
Facebook/Maratona dles Dolomites
Advertisement
Advertisement
Salto-Gespräch

„Ich kämpfe jeden Tag mit mir selbst“

Der Gadertaler Hotelier Michil Costa über sein erstes Buch, den Südtiroler Tourismus, seine Überzeugung, dass es einen anderen Weg gibt und auch er kein Heiliger ist.
Advertisement
Salto Plus

Liebe/r Leser/in,

dieser Artikel befindet sich im salto.archiv!

Abonniere salto.bz und erhalte den vollen Zugang auf etablierten kritischen Journalismus.

Wir arbeiten hart für eine informierte Gesellschaft und müssen diese Leistung finanziell stemmen. Unsere redaktionellen Inhalte wollen wir noch mehr wertschätzen und führen einen neuen Salto-Standard ein.

Redaktionelle Artikel wandern einen Monat nach Veröffentlichung ins salto.archiv. Seit 1.1.2019 ist das Archiv nur mehr unseren Abonnenten zugänglich.

Wir hoffen auf dein Verständnis
Salto.bz

Abo holen

Bereits abonniert? Einfach einloggen!

Unterstütze unabhängigen und kritischen Journalismus und hilf mit, salto.bz langfristig zu sichern! Jetzt ein salto.abo holen.

Advertisement
Advertisement

Kommentare

Bild des Benutzers Cri -
Cri - 03.04.2022, 09:10

Costa ha capito da tempo che per attirare ospiti rispettosi della natura e della cultura sudtirolese serve in primis il rispetto delle persone del posto, non solo per la natura circostante ma anche per la propria identità. Per preservare le tradizioni, l’architettura, il verde ci vuole sensibilità e la consapevolezza che l’unicità attira, non l’adattarsi al resto del mondo.

Sulla Homepage del suo hotel La Perla Costa scrive in inglese una frase che adoro:

“The fascination of this place is not about what there is but about what is missing.”

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 03.04.2022, 09:49

Eine Vision.
Eine gute Vision.
.
Ein Zitat.
Ein gutes Zitat:
“Die Politik muss ganz, genaue und radikale Leitlinien setzen. Nur die Politik kann das machen. Der Gastwirt wird sich dann an diese Regeln der Politik halten. Natürlich kann man jetzt auch sagen, es geht hier um die Freiheit des Menschen und der Wirtschaft. Nein, hier braucht es eine starke Politik”.
.
Eine Übertragung des guten Zitates:
“Die Politik muss ganz, genaue und radikale Leitlinien setzen. Nur die Politik kann das machen. Der LANDWIRT wird sich dann an diese Regeln der Politik halten. Natürlich kann man jetzt auch sagen, es geht hier um die Freiheit des Menschen und der Wirtschaft. Nein, hier braucht es eine starke Politik”.

Bild des Benutzers Johann Kafmann
Johann Kafmann 03.04.2022, 10:08

Costa predigt nicht er sagt uns voraus was passieren wird wenn wir nicht endlich Handel. Wir und vor allem die Politik haben den Mut verloren neue Wege zu gehen. Lobbyisten verteidigen in der Regel nur einen Trend und sind nie bereit etwas Neues zu wagen. Desshalb ist vielfach der südtiroler Tourismuss im Grunde nur eine billige Kopie von einem weltweiten Trend. Es gibt aber Denker und Macher wie Costa und dies lässt mich hoffen. Erleben werde ich es auch nicht mehr.

Bild des Benutzers Stefan S
Stefan S 03.04.2022, 10:09

Michil Costa hat es erkannt nur leider kann er auch kein Patentrezept aufzeigen wie der Tourismus aus dieser immer schneller drehenden auf Verbrauch orientierten Wachstumsspirale weg kommt. Dies ist auch kein spezifisches Problem des Tourismus sondern betrifft alle Wirtschaftsbranchen auf globaler Ebene.
Seit über 30 Jahren bekommen wir tagtäglich das Mantra Wachstum eingetrichtert. Wir haben ein Systemproblem und die neue Bergpredigt der Nachhaltigkeit verzögert den anstehenden Kollaps nur. Eine Kehrtwende wenn weniger als tatsächlich "mehr" empfunden wird ist nicht sichtbar und die Schönrechnerei in Form eines CO2 Fußabdruck ist mittlerweile schon zum unwirksamen Marketinginstrument verkommen.
Was man aber bestimmt ändern kann ist die gegenseitige Wertschätzung und der respektvolle Umgang zwischen Gast und Gastgeber. Diese Mitnahmementalität von beiden Seiten verdrängt immer mehr das warme menschliche miteinander.

Bild des Benutzers Johannes Engl
Johannes Engl 03.04.2022, 21:50

@Stefan S.:
'Michil Costa hat kein Patentrezept zu verkaufen', so sagt er. Das ist aber keine Schwäche, sondern Ehrlichkeit und ein bisschen Demut vielleicht.
Ich lese aus Ihrem Beitrag bloß undifferenzierte Kritik an Allem raus, ohne irgend eine Idee was und wie man es konkret besser machen könnte.
Costa hingegen denkt gerne. Das merkt man. Und er tut auch gerne etwas Konkretes. Nicht nur schreiben. Er verändert, probiert, macht. Er wirtschaftet nach den Prinzipien der Gemeinwohlökonomie. Und bahnt dadurch Wege in ein besseres Neuland.
Die eigene CO2e Bilanz zu kennen ist nicht per se eine Schönrechnerei sondern eine Buchhaltungsaufgabe, die für jedes verantwortungsbewusste Unternehmen ein Muss ist. Nur so können die Emissionen festgestellt und dann auch reduziert werden.
Danke Herr Costa für Ihr Voraus-Denken, Ihren Mut und Ihr konkretes Handeln.

Bild des Benutzers Stefan S
Stefan S 04.04.2022, 12:38

"Ich lese aus Ihrem Beitrag bloß undifferenzierte Kritik an Allem raus, ohne irgend eine Idee was und wie man es konkret besser machen könnte."
Ich denke das ich Costa in allen seinen Ansätzen beipflichte. Leider kann ich aber bisher keine politische und/oder gesellschaftliche Kehrtwende sehen und genau das wird ja auch von Costa eingefordert und deutlich bemängelt.
Aus meiner Sicht ist es unser globales Wirtschaftssystem welches uns an dieser Kehrtwende hindert. Der unbändige Recoursenverbrauch wird weiterhin wirtschaftlich am höchsten belohnt. Der Flächenfraß und Rohstoffverbrauch kennt nur eine Richtung. Und ja es gibt durchaus Nischen wo eine echte nachhaltige Bewirtschaftung umgesetzt wird wie zum Beispiel folgendes.
https://thegenerationforest.com/
Dies ist leider aber immer noch der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein. Uns Bürgern wird durch Greenwashing wie z. B. der gen. CO2 Fußabdruck ständig die Realität verwaschen und in Wirklichkeit findet ein regelrechter globaler Schlußverkauf statt. Nur 2 Bsp., die Regenwaldabholzung hat 2021 einen traurigen Höchststand erreicht und in D werden jeden Tag Flächen in der Größe von 50 Fußballfeldern versiegelt.

Bild des Benutzers Stefan S
Stefan S 04.04.2022, 17:47

Und gerade ganz aktuell dazu
https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2022-04/ipcc-bericht-klimaschutz-1-5-grad

Zitat daraus

"Die Rede ist von einem weltweiten und wirtschaftsweiten Strukturwandel, von Verhaltensänderungen, ein ganzes Kapitel trägt die Überschrift "Systematische Transformation" –"

Bild des Benutzers kurt duschek
kurt duschek 03.04.2022, 17:56

....Ukraine, Corona, das Klima, viele Menschen gerade in Deutschland haben Sorge über die Zukunft. Bei uns in Südtirol, gerade im Tourismus nicht selten, sind felsenfest überzeugt vom unbegrenzten Wachstum und alles geht so weiter wie bisher. Ob dies so weiter geht wird die kommende Saison zeigen.

Bild des Benutzers Massimo Mollica
Massimo Mollica 03.04.2022, 18:52

Questo dimostra ancora una volta che chi ha tanti soldi può prendere certe decisioni e fare certe scelte. Chi non le ha è costretto a scendere a compromessi. In una società capitalista sono i soldi che fanno la diffrenza tra chi si può permettere il lusso di limitare i turisti e chi lotta perché questi scelgano lui.

Bild des Benutzers Josef Fulterer
Josef Fulterer 04.04.2022, 07:58

Michil Costa spricht das an, was nicht "Wenige" der Südtiroler Gastgeber täglich vorleben.
Den Haupt-Ton geben allerdings "Jene an, die alle Steuervorteile" und "die fragwürdigen Landesbeiträge nutzend," den Gästen und den Berufskolegen mit einer fraglichen Glitzerwelt zu imponieren versuchen, die nach wenigen Jahren für weiteren Firlefanz zu entsorgen ist, statt wirklich nachhaltige solide Bauten und dauerhafte Einrichtungen zu schaffen, die mit passender Pflege von mehreren Generationen für die Bewirtung von Gästen geführt werden.
Die neuere Hotelarchitektur ist nicht imstande, jene Behaglichkeit zu schaffen, die gut gepflegte Hotels vermitteln, die zu Beginn des vorigen Jahrhunderts geschaffen wurden.
Die hässlichen Landschafts-verschandelnden Betonkunstbauten und die meistens viel zu engen Tunnelröhren, können wegen der horrenden Kosten, zum Glück nur Ansatz-weise gegen die zunehmenden Staus gebaut werden. Die Lösung des Verkehrsproblems, muss bei der Umerziehung der Gäste ansetzen. Ein Zug kann 500 Fahrgäste bewegen. Ein Bus schafft 50 Fahrgäste auf 50 Meter Straße. 25 PKW mit 2 Personen besetzt, besetzen auch beim stockenden Verkehr, mindestens 0,5 km.
Gut geführte Gastbetriebe bemühen sich auch, für möglichst alle Positionen Jahresarbeitsplätze einzurichten und missbrauchen nicht ihre vordergründig regionale Bekanntheit, um aus den Mitarbeitern das Letzte heraus zu pressen und sie auch noch schlecht zu entlohnen.

Bild des Benutzers Dietmar Nußbaumer
Dietmar Nußbaumer 04.04.2022, 21:11

Es ist gut, wenn ein bekannter Hotelier kritisch über seine Arbeit nachdenkt, schließlich hat er mehr Einblick in diesem Sektor, als die meisten Anderen. Sicher eine gute Idee ist jene der Kontinentierung. Immer mehr geht auf Kosten der Südtiroler, die nicht vom Tourismus profitieren, wohl aber die teureren Lebenshaltungskosten stemmen müssen. Allerdings geht der Zweitwohnungskauf aus außerhalb der Provinz nicht auf die Kappe der Hoteliers, verteuert aber den Wohnungsmarkt zum Leidwesen junger Familien, die sich selbst eine Miete mit nur dem Lohn kaum noch leisten können, geschweige denn sich eine eigene Wohnung zu kaufen, wenn sie nicht das Glück haben, dass die Eltern mitsteuern können.

solang man einfach dazu baut und ausbaut usw. damit man keine steuern zahlen brauch.. wird es wohl so klammheimlich weiter gehen.. man sollte mehr die kunst ins hotelgeschehen einbauen.. vernissagen einbauen.. die kommen überhaupt nicht zur sprache.. die aber auch zur verbesserung der tourismus qualität beitragen würden.. das billige plakat einrahmen und aufhängen könnte dadurch unterbinden werden usw. oder überhaupt an den aussenwänden vom hotel gemälde anbringen.. kann man ja auch von der steuer abziehen.. aber da steht süsdtirol auch noch in den kinderschuhen.. leider.. lieber alles weiß statt bunt usw.

Advertisement
Advertisement
Advertisement