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Salto Afternoon

Dolomitensound

Im Val Duron wurde am Samstag mit der Musiklegende Graham Nash das Festival „I Suoni delle Dolomiti“ eröffnet. Ein Ausblick auf die weiteren Juli-Highlights.
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Eröffnung

Beim Durontal denken Literaturkenner an den erflolgreichen Erstlingsroman des Schriftstellers Franz Tumler Das Tal von Lausa und Duron, Tierliebhaber an die Wölfe, die im naturbelassenen Tal hausen und es immer wieder über die Provinzgrenze und in die Südtiroler Medien schaffen.
Am Samstag pilgerten über 1000 Musikbegeisterte in die urige Gegend, um bei strahlendem Sonnenschein und heißen Temperaturen der Musikikone Graham Nash zu lauschen, der für das Eröffnungskonzert mit den Musikern Shane Fontayne und Todd Caldwell angereist war. Ihre Musikreise ging in die Vergangenheit, in die Jugendjahre der Konzertbesucher, die Stimmung beim Rifugio Micheluzzi war dementsprechend. Bereits bei den einführenden Worten der Veranstalter zum Panorama und zur Besiedelung des Tales erntete der Satz: "Wir Menschen sind seit jeher Nomaden und Migranten" spontanen Applaus. 

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Friedliche Ordnungshüter und Konzertbesucher / Foto: Salto.bz

Trentiner Vorreiter

Dem Festival I Suoni delle Dolomiti gelingt es seit beinahe einem Vierteljahrhundert hochkarätige Musikperformances an herausragende Trentiner Naturschauplätze zu bringen.
Seit wenigen Jahren versuchen sich auch Südtiroler Musikfestivals am Rezept der Trentiner, etwa das zeitgenössische Musikfestival Transart, einst nur in den Fabrikhallen beheimatet, hat sich der Natur genähert, um von dort aus zeitgenössische Musik unter die Leute zu bringen. Auch das Südtirol Jazz Festival hat seit wenigen Jahren die Berglandschaft für Jazzkonzerte "entdeckt". Das Festival Swing on Snow – nur einen Steinwurf vom Durontal entfernt – nutzt die Naturarena der Seiser Alm hingegen seit Anbeginn, allerdings nur im Winter.
Das Obervinschger Festival XONG hatte bzgl. Locationwahl und Programmgestaltung die größte Entsprechung mit dem Trentiner Festival, leider ist das beliebte Kultur- und Musikfestivak überraschend untergegangen, wie Altgraun im Reschensee.

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Morgen bei Salto Afternoon: Eine ausführliche Konzertrezension zum Konzert von Graham Nash von Paolo Crazy Carnevale / Foto: Salto.bz

Baltisches Trentino

I Suoni delle Dolomiti 2018 hat einiges zu bieten, etwa die bald anstehenden Wanderungen samt Erzählungen des Cellisten Mario Brunello und des bekannten Kletterers Manolo (Maurizio Zanolla) am kommenden Wochenende in San Martino di Castrozza, beim Rifugio Rosetta Giovanni Pedrotti. Am 12. Juli gibt es Yamanaka Electric Female Trio am Lavazèjoch zu hören, Maria Pia Devito spielt nur zwei Tage später am Col Margherita.

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Maria Pia Devito & Ensemble Burnogualà: Muiskalischer Flair aus Afrika, Neapel und dem Mittelmeer vermischen sich mit den Melodien der Renaissance sowie denen großer zeitgenössischer Komponisten / Foto: I Suoni delle Dolomiti

Bandakadabra sind am 15. Juli auf der Malga Flavona zu Gast, Kammermusik von Weinberg, Schubert, Hans Krása gibt es hingegen am 16. Juli mit Kremerata Baltica und Andrei Pushkarev in Caderzone Terme.
Für weitere Konzerte zum Schwerpunkt Baltikum wurde der herausragende Geiger Gidon Kremer eingeladen. Am 17. Juli gibt er im Salone Hofer in Madonna di Campiglio ein Konzert, am 21. Juli (mit Kremerata Baltica) in der Chiesa di San Vigilio in Spiazzo Rendena und am 22. Juli auf der Malga Brenta Bassa.
Die letzten beiden Juli-Termine laufen unter der Etikette World Musik: Am 27. Juli präsentiert Ginevra di Marco La Rubia canta la Negra auf der Bait del Germano (Altopiano della Paganella) und am 29. Juli ist der bekannte Trompeter Paolo Fresu am Rifugio Roda di Vael zu hören.

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Friedliches Déjà Vu​ zur Festivaleröffnung: Woodstock im Durontal / Foto: Salto.bz

 

Das gesamte Programm für Juli und August:
www.isuonidelledolomiti.it

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