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Broschüren

Inspektor außer Dienst

Christian Alber ist nicht mehr im Amt. Der Schulinspektor für den Religionsunterricht lasse seine institutionellen Aufgaben “bis auf Weiteres ruhen”, meldet das Schulamt.
Von
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Lisa Maria Gasser04.04.2019
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Kommentare

Bild des Benutzers Herta Abram
Herta Abram 04.04.2019, 16:28

Wünschenswert wäre es, wenn Schule diesen Vorfall zum Anlass nehmen könnte, etwas zu verbessern und etwas daraus zu lernen. Z. B.: innerhalb ihrer Reihen, auf zukunftsfähige HaltungsZiele beharren. Soll heißen, jedwede Formulierungen, die Schüler oder andere Personen zu Objekten von Interessen und Absichten, Belehrungen, Bewertungen, Maßnahmen und Anordnungen machen, zu reflektieren, zu überwinden.
Ein wesentliches Zukunftsziel muss sein, die Fähigkeit zu verstärken einem anderen Menschen offen zu begegnen, sich in andere Personen hineinzuversetzen, Konflikte zu lösen und mit anderen gemeinsam etwas zu gestalten oder sich um etwas zu kümmern, und den anderen nicht wie ein Objekt zu behandeln, das auf eine bestimmte Weise zu funktionieren hat.
Niemand kann das in ihm angelegte Potential, kann seine Talente und Begabungen entfalten, wenn er sich als Objekt behandelt und nicht als Subjekt gesehen, respektiert und wertgeschätzt fühlt.

Peter Gasser 04.04.2019, 17:18

was für ein schöner Kommentar :-)

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Günther Alois Raffeiner 05.04.2019, 08:46

Ach der Achammer hat erfahren?????,ja wie,ist er nicht der "Boss"hat er jetzt das Bauernopfer gefunden um von seinem Versagen in dieser Angelegenheit abzulenken??? Schon erfinderisch,wie sich dieser Herr Achammer jetzt die "Hände " wäscht. "Poveretto"

Bild des Benutzers Franz Hilpold
Franz Hilpold 05.04.2019, 11:36

Die Sache ist vielschichtig und komplex. Zum einen hat in der Schule einer aufgeklärten Gesellschaft weder die katholische Religion noch der Islam noch sonst eine Religion was zu suchen. Zum anderen ist die Schule nicht der Hausgarten eines Herrn Achammer, der hat sich in einer unabhängigen Schule nicht einzumischen, verantwortlich sind die Direktoren unter Miteinbeziehung der Lehrpersonen, der Schüler und Eltern, die in den entsprechenden Gremien vertreten sind, ein Schulamt hat nur organisatorische Aufgaben zu haben und weder hat das Schulamt noch die Landesbürokratie gegenüber der autonomen Schule weisungsbefugt zu sein. Leider ist es anders und niemand in der Schulwelt wehrt sich dagegen.
Zu den Inspektoren: vor Höllrigls und Kasslatters Zeiten wurden die Inspektoren mittels eines strengen Wettbewerbs ausgewählt, auf eine bestimmte juridische und programmstrategische Kompetenz konnte aufgrund einer ernsthaften Prüfung gebaut werden. Seit langem werden nun die Inspektoren aufgrund von freundschaftlicher Beziehung und gegenseitiger Wertschätzung ausgewählt und wenn das Parteikartl stimmt schadet's auch nicht. Natürlich wird dabei ab und an auch manchmal ein für die Schulwelt glücklicher Griff getan, was für die meisten im Augenblick tätigen Inspektoren auch stimmen mag. Aber Systemkritiker holt man sich damit wohlweislich nicht ins Boot. Auch Inspektor Alber war ein guter Griff, wenn es auf das weite Wissen und die (religions-)philosophische Kompetenz ankommt. Aber bei der Wahl des Religionsinspektors mischt die Kurie mit und das ist eine Abnormität. Es ist schon abnorm genug, dass man sich bei uns vom Religionsunterricht abmelden muss, in anderen Regionen muss man sich dazu anmelden. Religion sollte Privatsache bleiben und gehört aus der Schule hinaus, ob es nun Islam oder Christentum oder sonst was ist.
Dass der Landesrat, obwohl wie gesagt nicht zuständig, vor den faschistoiden Hasspredigern bei den Freiheitlichen einknickt und auf die Knie geht, ist bedenklich genug. Fast noch bedenklicher finde ich, dass niemand in der Schulwelt den Mumm hat, sich eine solche Einmischung zu verbitten. Ob diese harmlose Handreichung in den Schulen verwendet wird oder nicht, darüber haben allein die Schulen zu entscheiden. Was mich stört und ärgert, ist diese hierarchiehörigkeit in der südtiroler Gesellschaft, in allen Bereichen, es fehlt der Mut, autonome Entscheidungen zu treffen, auch auf die Gefahr hin, dass man dabei Schwierigkeiten bekommt. Ein Achammer hat keine Broschüre einzustampfen, das geht ihn nichts an, er hat dafür zu sorgen, dass genügend Geld da ist, um eine gut funktionierende Schule zu gewährleisten, dass endlich die Lehrerausbildung auf solide Beine gestellt wird, dass der absolute Skandal, den die bildungswissenschaftliche Fakultät in Brixen darstellt, endlich genauer besehen wird, dass nicht zuletzt auch der Lehrberuf entsprechend honoriert wird und die Gehälter an die unerträglich hohen Lebenshaltungskosten in Südtirol zumindest teilweise angepasst werden.

Peter Gasser 07.04.2019, 18:31

„Schulamt hat nur organisatorische Aufgaben zu haben und weder hat das Schulamt noch die Landesbürokratie gegenüber der autonomen Schule weisungsbefugt zu sein. Leider ist es anders und niemand in der Schulwelt wehrt sich dagegen“.
Zur Zeit wird, so scheint es jedenfalls, die ganze Landesverwaltung „verpolitisiert“. Das ist sehr sehr schade. Ich kann an meinem Schreibtisch nichts tun, ohne dass vorher der politische Nutzen abgeklärt ist. Das wird als völlig normal empfunden.

Bild des Benutzers Elisabeth Garber
Elisabeth Garber 07.04.2019, 18:22

Donnerwetter Herr Direktor Hilpold, da haben Sie aber ordentlich Gas gegeben! Solche rasanten Darlegungen oder Wortmeldungen in Bezug auf 'Fallbeispiele' aus der Bildungspolitik würde ich mir von Kollegen und Kolleginnen meiner Zunft (Lehrer*innen) manchmal wünschen, aber da stelle ich nur 'Ein Schweigen der Lämmer' fest.

Es war und ist mir eine Ehre einen wie Sie als Vorgesetzten gehabt zu haben!

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