Guggn-Jenesien
© Oswald Stimpfl
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Ausflug der Woche

Auf dem Guggn-Weg zum Tschaufen

Der Tschögglberg ist der Höhenrücken, der sich von den Meraner Bergen zum Bozner Talkessel zieht. Mit seinen sonnigen, weiten Wiesen ist er ein beliebtes Ausflugsgebiet.
Kolumne von
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Oswald Stimpfl04.06.2022
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Länge: 15,6 km

Gehzeit: 4 Stunden, 35 Minuten

Höhenmeter: 430

Anfahrt: Auf der LS 99 nach Jenesien, am Ort vorbei, bis zum Parkplatz bei der Sportzone. Bus ab Bozen, Haltestelle Oberdorf, von dort 15 Gehminuten zum Sportplatz


Nun gibt es dort einen neuen Themenweg, der Guggn-Weg, der sich den Themen Haflingerpferde und Lärchen widmet. Er ist ideal für Familien mit größeren Kindern, immerhin ist man für Hin- und Rückweg ca. 15 Kilometer und fast 5 Stunden lang unterwegs, gut dass mehrere Einkehrstationen am Weg liegen. Bei den Spielstationen laden Tische und Bänke zu Rast und Jause ein, etwas Proviant im Rucksack sollte nicht fehlen. Der Name lässt zwei Interpretationen zu: Einmal soll zum Gucken, Schauen angeregt werden, zum anderen führt der Weg am Guggu-Hof vorbei. Mehrere Spielstationen und Infotafel säumen den Weg, der sich von Jenesien zum Gasthof Tschaufen auf Möltner Gebiet hinzieht. Der Gasthof liegt in beneidenswerter Panoramaposition auf 1.300 Meter, auf der sonnigen Westkante des Tschögglberges.

 

Wegverlauf

 

Wir starten zu unserer Wanderung von Jenesien aus, Ausgangspunkt ist der Parkplatz bei der Sportzone, nördlich des Dorfes. Bei der auffälligen Stahlsilhouette des aufsteigenden Haflingerpferdes gehen wir auf dem Simml-Weg leicht bergab, an einer Wegkreuzung finden wir die ersten Hinweisschilder vom Guggn-Weg, die erste Spielstation mit hölzernen Haflingerpferden und einem Wagen. Daneben geht der Waldsteig los, leicht bergauf bis zum Reiterhof Wieterer. Nun wieder breiter, geht der Weg durch Föhrenwald, bald ist die nächste Station, der Kalkbrennofen, erreicht. Nach dem Gasthaus Edelweiß geht es über die hellen Lärchenwiesen des Salten, mit herrlichen Ausblicken übers Etschtal bis zum Kalterer See, die Mendel, zu den Dolomiten, den Meraner, Vinschger und Ultner Bergen. Wir folgen so den Wegweisern und weiteren Stationen bis zum Gasthaus Tschaufen. Für den Rückweg nehmen wir Weg Nr. 7 und 7/A bis zur Almwirtschaft Gschnoferstall und von dort den Anschlussweg zum Kammweg, der als E 5 Europäischer Fernwanderweg zum Ausgangspunkt zurückführt.

 

Kasten

 

Wir sind auf geschichtsträchtigem Boden unterwegs. Das Gebiet um den Tschaufen ist seit Urzeiten besiedelt, der Hof wurde bereits in Dokumenten aus dem 13. Jh. dem Schloss Neuhaus-Maultasch bei Terlan als zinspflichtig erwähnt. Ein Weiher im Wald kurz vor dem Tschaufen lieferte die Fische für die Tafel der adeligen Herren. Eine Begräbnisstätte aus spätrömischer Zeit in der Nähe des Hauses sowie die Skulptur eines heidnischen „Neidkopfes“ aus weißem Kalkstein, die über dem Eingang eingemauert ist, deuten auch auf alte Zeiten hin.

 

Einkehrtipps

 

Gasthof Tschaufen

Tschaufen 4, Mölten, Tel. 0471 668235, 334 8224164, www.tschaufen.it.

 

Hofschank Wietererhof

Simml, 9, Jenesien, Tel. 347 0897714, Di und Mi Ruhetag

 

Almwirtschaft Gschnoferstall

Verschneider Heuweg 18, 39010 Mölten, Tel. 346 1746045

 

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