Videostill aus „Dopamine”, Bruno Kratochvil (Regie), Johannes Hoss (Kamera)
Videostill aus „Dopamine”
Bruno Kratochvil (Regie)
Johannes Hoss (Kamera)
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Drahthaus

Dopamine

Heute – Freitag, 15. Oktober 2021 – releasen Drahthaus ihre neue Single „Dopamine” und binden eine Stimme in ihr eigentlich instrumental ausgerichtetes Bandkonzept ein.
Von
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Reinhold Giovanett15.10.2021
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Videostill aus „Dopamine”, Bruno Kratochvil (Regie), Johannes Hoss (Kamera)
„Dopamine” feat. Aunty: Die neue Videosingle von Drahthaus. Foto: Videostill aus „Dopamine”, Bruno Kratochvil (Regie), Johannes Hoss (Kamera)

 

Ein (Pop-)Song mit Stimme, die Teilnahme am „Porn Film Festival Vienna”, ein Videoclip, der Fragen nach der Identitätssuche und den Widersprüchen gegenwärtiger Entwicklungen aufwirft ... die Wiener Band Drahthaus macht mit ihrem jüngsten Release neugierig. Wir haben mit den beiden Musikern Hans Zoderer und Simon Öggl ein kurzes Interview zu „Dopamine” geführt.

 

Vom Set des Videodrehs zu „Dopamine” (2)
Band mit Stimme: Drahthaus und Tanja Peinsipp am Set zum Videodreh zu „Dopamine”. Foto: Madeleine Kawicher

 

salto.music: Wie geht es Drahthaus? Habt ihr euch einigermaßen erholt von den Widrigkeiten der letzten knapp 18 Monate?

Hans Zoderer: Ja. Es war natürlich auch für uns eine schwierige Zeit, nicht zuletzt, weil wir quasi zeitgleich mit dem ersten Lockdown unser Debüt-Album veröffentlicht haben. Wir sind aber trotzdem optimistisch geblieben und auf die letzten 18 Monate zurückblickend, können wir sagen, dass sich auch viele schöne Dinge entwickelt haben, die sonst in dieser Form nicht passiert wären.

salto.music: Kommen wir zum Heute und zur neuen Single. Mit „Dopamine” scheint ihr eine Lanze für das glücksspendende Hormon zu brechen. Bedarf die Gesellschaft also eines Motivationsschubs und ein Mehr an Glücksgefühl?

Simon Öggl: Ich würde sagen, dass uns die Entwicklungen der letzten zwei Jahre dazu gebracht haben, manche Aspekte der Motivation und des Auslebens von Glücksgefühlen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und den Umgang mit neuen Einschränkungen zu lernen. Darum geht es für mich in „Dopamine“ um viel mehr, als darum eine Ode an das Glücksgefühl abzuliefern.

salto.music: Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Tanja Peinsipp von Spitting Ibex bzw. Aunty? Wart ihr auf der Suche nach einer Stimme für Drahthaus oder haben sich eure Wege gekreuzt und es hat gefunkt?

Hans Zoderer: Uns war immer klar, dass wir früher oder später auch mit Stimme arbeiten wollen. Die Corona Pandemie war dann der ideale Zeitpunkt, weil quasi alle VocalistInnen Zeit hatten. Als ich zum ersten Mal eine Performance von Tanja gesehen habe, ist mir die Kinnlade quasi auf den Boden gefallen. (Wer es nicht glaubt: https://www.youtube.com/watch?v=RYoQzyotEVM)

So habe ich sie kontaktiert und sie hat erfreulicherweise zugesagt.

 

Videostill aus „Dopamine”, Bruno Kratochvil (Regie), Johannes Hoss (Kamera)
Videostill aus „Dopamine”. Bruno Kratochvil (Regie), Johannes Hoss (Kamera)

 

Daher sehen wir die Zusammenarbeit mit SängerInnen auch nicht als Bruch zu unserer bisherigen Identität, sondern als weiteren Aspekt davon.

salto.music: Werdet ihr als Band, die sich der instrumentalen Musik verschrieben hat, den weiteren Verlockungen der Stimme widerstehen, bzw. gibt es Änderungen im Kurs von Drahthaus? Ihr habt im Lockdown ja die Zusammenarbeit mit verschiedenen Stimmen gesucht und wohl nicht nur Peinsipp gefunden.

Simon Öggl: Meiner Meinung nach hat sich Drahthaus vor allem der Abwechslung verschrieben, daher sehen wir die Zusammenarbeit mit SängerInnen auch nicht als Bruch zu unserer bisherigen Identität, sondern als weiteren Aspekt davon, den wir nun erkunden.
In der Tat ist „Dopamine“ der Auftakt zu einer Reihe an Kollaborationen mit VocalistInnen, die ab jetzt nach und nach veröffentlicht werden.

salto.music: Von „Dopamine” gab es eine Vorpremiere innerhalb des „Porn Film Festivals Vienna”. Ein spannender Kontext...

Hans Zoderer: Ja, durchaus. Wer sich das Video ansieht, versteht auch wie es zu dieser Zusammenarbeit gekommen ist.

salto.music: Die eigentliche Premiere von „Dopamine” fand am Donnerstag, 14. Oktober 2021 im „Topkino” in Wien statt. Ihr setzt offensichtlich sehr auf den Clip?!

Simon Öggl: Wir sind wirklich sehr glücklich mit dem Video, das der großartige Regisseur Bruno Kratochvil für den Track geschrieben und inszeniert hat und fänden es sehr schade, dieses Material nicht gut zu bewerben.

Außerdem ist eine Premiere auch immer eine schöne Gelegenheit, um mit dem ganzen Team (über 50 Beteiligte in diesem Fall) einen gemeinsamen Abend zu verbringen.

 

Drahthaus feat. Aunty: „Dopamine”

 

Drahthaus liefert übrigens auch die Musik für die Hör-Serie „Sternfahrt” von salto-Kultur-Redakteur Martin Hanni, eine auf sechs Folgen angelegte Serie, die die Geschichte des Eggentales zum Inhalt hat. 

 

Links:

www.drahthaus.at

Bandcamp: https://drahthaus.bandcamp.com/music

Hör-Serie „Sternfahrt”: https://sternfahrt.it

 

Videostill aus „Dopamine”, Bruno Kratochvil (Regie), Johannes Hoss (Kamera)
Videostill aus „Dopamine”. Bruno Kratochvil (Regie), Johannes Hoss (Kamera)

 

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