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Europa

Traut ihnen nicht!

Zwischen Europa und der EU unterscheiden? Denkste!
Community-Beitrag von Benno Kusstatscher10.02.2019
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Sie sagen, sie wären nur analytisch. Deshalb müsse man zwischen Europa und der EU ganz genau unterscheiden. Nein, sie meinen das nicht geographisch. Sie meinen das politisch. Sie sagen das, weil sie die EU hassen. Sie sagen das, weil sie genau wissen: Antieuropäisch zu sein, wäre so strohdumm, dass die Rattenfänger nicht einmal politische Naivlinge erreichen könnten. Also sagen sie, die EU sei böse, aber natürlich sei man für Europa.

Dafür müsse man die EU schlechtreden, idealerweise zerschlagen, um ein neues Europa zu schaffen. Sie zeichnen aber keine Vision für das neu zu schaffende Europa. Da ist nichts Konstruktives. Da ist nur sich hinter vergaukelter Subsidiarität versteckender Nationalismus. Die EU hat Europa auf den Trümmern aufgebaut, auf den Trümmern des Nationalismus. Dafür hassen sie die EU. Dafür wollen sie uns verblenden, mit ihrem rational vorgetragenden und doch so hohlen Destruktivismus.

Hütet euch vor ihnen! Die EU ist nichts anderes, als das sich politisch formierende Europa. Wer gegen die EU ist, ist gegen ein sich für die Zukunft rüstendes Europa. Freilich, wie sich die EU für die Zukunft rüstet, ob sozial, ob demokratisch, ob ökologisch, ob regional, ob weltoffen, das entscheidet sich in diesen Jahren. Und genau diese gesellschaftliche Debatte wollen sie verhindern mit dem Keil, den sie zwischen Europa und der EU treiben wollen. Putin, Xi und Trump grinsen mit ihnen, Europas Schwäche vor Augen. 

Die EU ist das einzige politische Projekt Europas. Es gibt kein anderes. Es ist unser Kontinent. Es ist unsere Union. Kritisiert sie. Hadert mit ihr. Liebt sie. Ringt um ihre Ausrichtung. Verbessert sie. Aber ich bitte euch: Unterscheidet nicht zwischen Europa und EU!   

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Kommentare

Bild des Benutzers Oliver H. (gesperrt)
Oliver H. (gesperrt) 10.02.2019, 13:59

Europa ist ein Kontinent, die EU ist ein politisches Gebilde. Die EU und Europa sind unterschiedliche Entitäten. Denkst du diese Feststellung sei nationalistisch?

Was die EU selbst und Kritik an der EU angeht ist auch noch einiges zu sagen: Kritik an der EU ist nicht gleichbedeutend mit Ablehnung der EU oder gar einer Ablehnung von paneuropäischer Zusammenarbeit. Das Spektrum an Kritik ist breit.

Ich habe deinen Artikel negativ bewertet, weil du genau diese Breite des Spektrums leugnest und jede Form der Kritik an der EU als Nationalismus abtust. Das ist nicht zutreffend. Du blendest völlig aus, dass es auch Bürger gibt, die Nationalstaaten ablehnen und gleichzeitig mit der Entwicklung der EU in den letzten Jahren nicht einverstanden sind. Du blendest völlig aus, dass Kritik oft genau das Ziel hat, was du in deinem Schlussstatement formulierst: Verbesserung. Wer z.B. sagt, er braucht keine zentralistisch ausgerichtete EU mit EU-Armee und daher Kritik an den derzeit zu vernehmenden Äußerungen aus Brüssel kritisiert, kann in keiner Weise in einen Topf mit Leuten geworfen werden, die sich eine Zerschlagung der EU wünschen.

PS: Wenn es darum geht, dass es eine starke EU braucht, damit Leuten wie Putin, Xi und Trump das Grinsen vergeht, dann scheint die Kritik von Leuten, die vor Zentralismus und Großmachtideen warnen gar nicht mal so unberechtigt zu sein.

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Benno Kusstatscher 10.02.2019, 14:07

Schön, dass Du Dich angesprochen fühlst, Oliver. Alles was ich Dir antworten könnte, steht bereits im Beitrag. Dort steht übrigens explizit: "kritisiert sie".

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Oliver H. (gesperrt) 10.02.2019, 15:30

Ich weiß, dass ich nicht zu den destruktiven EU-Kritikern gehöre. Gleichzeitig habe ich die Erfahrung gemacht, dass gerade du mich in der Vergangenheit in diese Ecke zu stellen versucht hast. Das ist ein wesentlicher Unterschied. Dazu passt auch dieser pauschalisierende Artikel von dir.

Findest du nicht, dass dein Ansatz etwas totalitär ist, wenn du sogar den Hinweis dass EU und Europa nicht dasselbe sind sowie die Forderung nach Subsidiarität als Nationalismus verunglimpfst? Du schießt weit übers Ziel hinaus und jeder der das kritisiert, ist für dich ein pöhser Nationalist. Ein recht simples Weltbild, findest du nicht?

Es ist zwar löblich, dass du gegen Rechtspopulisten mobil machen willst, dabei ist es aber nicht zielführend, wenn du ihre Methoden aufgreifst.

Du schreibst zwar "kritisiert sie", aber vorher machst du klar, dass Kritiker ohnehin nur Nationalisten sein können. Was denn nun?

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