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Mobilität

Wien-Bozen interessiert

“Die ÖBB hat Interesse an einer direkten Zugverbindung Wien-Bozen”, meldet der FPÖ-Politiker Werner Neubauer. Nun gelte es, politischen Druck aufzubauen.
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“Von Wien nach Bozen zu gelangen, ist für ökobewusste Menschen heutzutage gar nicht einfach.” Mit dieser Feststellung hat Werner Neubauer vor knapp einem Monat etwas ins Rollen gebracht, das nun erste Früchte zu tragen scheint. Noch bevor sich der Südtiroler Landtag auf Initiative der Süd-Tiroler Freiheit am 27. Juli für eine direkte Zugverbindung zwischen Bozen und Wien aussprach, hatte Neubauer – FPÖ-Parlamentarier und Südtirol-Sprecher der Freiheitlichen in Österreich – gemeint: “Eine direkte Verbindung von Bozen in die österreichische Hauptstadt wäre sowohl aus kultureller und touristischer, als auch aus wirtschaftlicher Sicht von enormer Wichtigkeit. Bedenkt man die jährlich länger werdenden kilometerlangen Staus am Brenner oder in Sterzing, so ist eine derartige Anbindung auch ein Gebot eines nachhaltigen Umweltschutzes.” Kurz darauf hatte sich Neubauer mit einem Schreiben an die ÖBB-Führung gewandt, die ihrerseits zusicherte, das Anliegen – die Anbindung von Bozen an das Railjet-Netz der ÖBB – exakt prüfen zu wollen.

Nun liegt eine erste Antwort vor, wie Werner Neubauer in einer Aussendung mitteilt: “Die ÖBB hat in einem Schreiben darauf hingewiesen, dass es von Seiten der Bundesbahn sehr wohl Interesse an einer solchen Zugsverbindung gibt. Durch das neue Trassenpreissystem des italienischen Infrastrukturbetreibers RFI, das ausgerechnet im internationalen Verkehr hohe Preissteigerungen vorsieht, müsse jedoch die Wirtschaftlichkeit in Frage gestellt werde.” Die ÖBB gehe derzeit gegen diese aus ihrer Sicht einseitige Erhöhung der Infrastruktur-Benützungsentgelte gerichtlich vor und ersuche um politische Unterstützung auf europäischer Ebene, berichtet Neubauer, “im Sinne einer Förderung des internationalen Verkehrs zwischen Österreich und Südtirol”.
Es gelte also, Druck aufzubauen, meint Neubauer, und teilt mit, dass der FPÖ-EU-Parlamentarier Georg Mayer zugesichert habe, die Problematik des italienischen Trassenpreissystems im Verkehrsausschuss des Parlaments vorzubringen. “Wir sind guter Hoffnung, dass hier Bewegung in die Sache kommt”, so Neubauer. Für seinen Einsatz kommt Lob aus Südtirol. Der Freiheitliche Parteiobmann Andreas Leiter Reber dankt dem FPÖ-Politiker und verspricht: “Wir werden hier dran bleiben und im Südtiroler Landtag entsprechende Schritte setzen, um die Tätigkeit der FPÖ-Europaparlamentarier zu unterstützen.”

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Kommentare

Bild des Benutzers Sigmund Kripp

Es wäre schon sehr viel erreicht, wenn sich diese Herren für mehr Direkt- und Schnellverbindungen Meran - Innsbruck oder Bozen - Innsbruck einsetzen würden! Das Umsteigen in Ibk - als großer Richtungswechsel - ist noch akzeptabel. Dagegen ist das heutige Umsteigen am Brenner, auf gerader Linie, mitten im Nichts, vollkommen idiotisch. Aber ich führe das darauf zurück, dass die entscheidenden Verkehrspolitiker nicht Bahn fahren.....(bzw. nur, wenn mal eine Kamera da ist)

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