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Digitale Revolution

Der ZukunftsMacher

Interview mit Jörg Heykens, dem ZukunftsMacher, von Nachhaltigkeit über Robotik zur anstehenden Veränderung der Gesellschaft.
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[von Schmid Niederkofler Jan Raphael]

IDM Südtirol und die Stiftung Südtiroler Sparkasse laden in Kooperation mit dem Dachverband für Natur- und Umweltschutz und Terra Institute im Rahmen des Workshops Wuppertal zum Vortrag mit Jörg Heykens „Die große digitale Transformation“ ein.

Diese Renditen sind sonst nur mit Prostitution und Drogenhandeln zu erreichen.

Jörg Heykens ist Geschäftsführer des von der NRW als eines der wichtigsten Klimaprojekte 2016 ausgezeichneten Energienetzwerkes „VillaMedia“, zusammen mit dem von ihm initiierten Klimaquartier Arrenberg. Auch das Beratungsunternehmen Energie Pur und die Firma Entrance mit dem Roboter Pepper zählen zu seinen Erfolgen. Der „Deutsche Solarpreis“-Träger fungiert noch dazu als Vizepräsident der Bergischen Industrie- und Handelskammer. Artikel von der Deutschen Welle zum Speaker.

In der ihm international vertrauten Rolle des Keynote Speaker wird Jörg Heykens über die große digitale Transformation sprechen. Diese wird die Gesellschaft in den kommenden Jahren nachhaltig verändern, mit deren Chancen aber auch ihren Risiken.

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©Jörg Heynkes

 

Was würden Sie sagen, dass die größten Hürden für den Wandel sind? Welche liegen auf technologischer Seite und welche auf gesellschaftlicher/ gesetzlicher?

Während juristisch die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen und es auf technologischer Seite weniger Hürden gibt, ist das Schwierigste aber auch das Wichtigste den Menschen zu überzeugen. 80% der Menschen sind für eine sparsamere Energiepolitik. Aber warum steht dann noch nicht auf jedem Haus eine Solaranlage? Obwohl diese unglaubliche Renditen wirft? Der Mensch ist hierfür das Wichtigste.

Welche sind Ihrer Meinung nach die größten „Ängste“ vor diesen Veränderungen und wie versuchen Sie die Menschen dafür zu sensibilisieren?

Den Menschen muss man nicht nur im Kopf aber hauptsächlich im Bauch erreichen. Nur über persönliche Betroffenheit, über persönliches Handeln geht das. Man muss erst verstehen, dass nicht die Politik, nicht die Gesellschaft das Problem ist, sondern man selbst. Im eigenen Rahmen ist sehr viel möglich.

Wie können kleine Firmen mithelfen und sich entwickeln um Nachhaltigkeit zu fördern, ohne an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren? 

Kleine Firmen können sich genauso beteiligen. Ganz im Gegenteil haben sich einige schon einen Vorteil daraus geschaffen. Es ist einfach aufs Dach zu gehen und sich selbst den Strom zu machen. Diese Renditen sind sonst nur mit Prostitution und Drogenhandel zu erreichen. Es ist eine wahre Gelddruckmaschine. Über sowas sollte ein Unternehmer gar keine Gedanken verschwenden müssen.

Wir können als Beispiel Aldi hernehmen. Ein erzkapitalistisches Unternehmen, sicher nicht wegen ihrem grünen Daumen bekannt. Diese haben fast an jedem Aldi Solarplatten montiert. Warum sollte das nicht jeder so machen? Genauso rechnet sich auch bei Fahrzeugen Elektro.

Für Firmen kommt noch dazu, dass man nicht nur Geld damit verdient, sondern auch sein Image aufbessert und Respekt und Anerkennung dafür bekommt. Das geht noch vielleicht 5 Jahre so gut, danach wird es zum Standard gehören.

 

Roboter Pepper von Entrance im Test bei CNNMoney

Welche Technologien stehen am sogenannten „Tipping Point“, und welche stecken noch in den Kinderschuhen?

 

Die 4te industrielle Revolution steht vor der Tür. Diese wird größer und viel, viel schneller vorangehen als alle vorherigen. Künstliche Intelligenz wird dabei eine wichtige Rolle spielen in jeden Bereich unseres Lebens.

 Noch in den Kinderschuhen aber im Kommen, ist in einigen wenigen Jahren humanoide Robotik. Diese wird zu einer Hilfe in Fabriken, sowie in unseren Haushalten werden. Humanoide Robotik wird unser Gärtner sein, unser Buttler, unser Kindergärtner aber auch unser Kollege. Die Entwicklung dieser Technologien schreitet überraschend schnell voran. In jeder erdenklichen Branche wird KI ausschlaggebend für Fortschritt sein.

Auf dem sogenannten Tipping Point steht die Mobilität. Diese kann in drei Schritten grob unterteilt werden. Der erste Schritt ist weg von unseren veralteten, dreckigen und vor allem ineffizientem Antrieb. Es wird unaufhaltsam Richtung Elektromotor gehen, das ist bereits von dem riesigen Markt China entschieden worden.

Der zweite Schritt wird automatisiertes Fahren sein. Dieses werde den Verkehr viel sicherer gestalten, da Technologie weniger Fehler macht. Sie wird nicht müde, hält sich an Regeln etc.

Der Dritte wird weg von Besitzern sein. Alles wird über Firmen und in die Cloud gehen. Heute stehen viele Autos die meiste Zeit nur rum. In Zukunft wird man Autos bestellen und von diesen abgeholt werden bzw. an das gewünschte Ziel gebracht werden.

Diese unfassbaren und folgenschweren Veränderungen bieten riesige Möglichkeiten aber auch Nachteile und gerade deshalb muss man sich dementsprechend vorbereiten.

 

Der Vortrag findet am 19.04.2018 um 19 Uhr statt. Im Tagungssaal der „Sparkasse Academy Cassa di Risparmio“, Sparkassenstraße 16 in Bozen. Mehr Informationen finden Sie hier.

(Anmeldung erforderlich unter T 0471 316 017)
è prevista la traduzione simultanea

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