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Positiv Denken

Ein Hoch auf die Viren

Bevor die ganze Corona-Krise mit den Impfungen womöglich bald vorüber ist, möchte ich das Gute am vergangenen Covid-19-Jahr hervorheben. Think positive.
Community-Beitrag von rot tor12.04.2021
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Also: Klagen lass ich andere, ich schreibe hier ein "Hoch auf die Viren"!  Zuallererst haben sie gezeigt, dass nicht Banken und große Industriebetriebe „systemrelevant“ sind, sondern alle sozialen Berufe sowie Lebensmittelproduzenten und –verkäufer, usw.  Gähn. Die Lobeslieder kennen wir, aber ich will sie wiederkäuen ...  um das Blabla durch die zweite und dritte Virenwelle zu entlarven: für das hochgepriesene und vor allem knappe Pflegepersonal gibt's nicht Moneten oder Extra-Urlaub sondern Impfzwang. Mein Tipp: kündigen! Dann stehen dankbare Politiker und bittende Alle wegen dem Zwang wirklich deppert da.

Die Viren haben eh schon viele unserer viel zu vielen Mitbürger ein bisschen früher als geplant in den Himmel begleitet. Das ist bedauerlich aber eben auch gut. Wir sind einfach viel zu viele auf diesem kleinen Planeten, in diesem Land, in dieser winzigen Provinz. Positiv ist natürlich auch, dass Covid bei niemanden der Meinen oder Nahestehenden final mitgewirkt hat. Mein Beileid an alle nun vor mir ins Jenseits Gewanderten, aber seien wir ehrlich: wen juckt es langanhaltend, dass seit Jahren alle 5 Sekunden ein Kind auf dieser Erde verhungert? Im Vergleich dazu - stets positiv denken - ist Corona angenehm milde.

Aber weiter: die Fetten wurden in der Krise fetter und viele erstmals fettleibig. Nur fressen, nix bewegen. Super: wieder werden viele statistisch vorzeitig ableben, und das, obwohl Fettleibigkeit in unseren westlichen Gesellschaften seit Jahren schon eine der häufigsten Sterbeursachen ist. Andersrum werden kurz- bis mittelfristig in den armen Weltteilen vermutlich nicht mehr alle 5, sondern alle 4 Sekunden Kinder hungern und brutal verhungern. Tragisch und gut, siehe oben.

Aber egal. Die AHA-Verbote weltweit hatten und haben die positiven Auswirkungen, dass gerade im informellen Sektor nix mehr ging und geht. Südamerika, Afrika, halb Asien, aber auch im Stiefel unten, überall dort wo Millionen Erdbürger mit asozialer Schwarzarbeit pfuschten, wird aufgeräumt. No tax, no help, no life! Corona bringt Ordnung rein.

Das Verreisen in obige Kontinente, in viele andere Länder und auch innerhalb Europas, war und ist zu Covid-Zeiten übrigens fantastisch. Ein PCR-Test und ein bisschen Fantasie, und schon steht und stand einem die Welt offen – und zwar ohne Massenandrang wie in Vor-Corona-Zeiten: Chichen Itza, Machu Picchu, die Pyramiden und das Königstal, die Naturparks des südlichen Afrika, das Taj Mahal, ... niemals zuvor hat man diese und tausende anderen Sehenswürdigkeiten wie die Dolomiten oder den Gardasee in den Jahrzehnten zuvor so pur erleben können. Zu Ostern Arco und Riva ohne Piefke und Tiroler erlebt, herrlich! Sogar die SZ hat vor kurzem darüber geschrieben. Positiv eben, dass sich durch die Covid-„Kriegserklärung“ vieler Regierungen viele gute Bürger einschüchtern ließen, daheim blieben, das Klima schonten (thumbs up!), mehr stritten, weniger Kinder bekamen (juhu!) und den psychologischen Hilfsdiensten zu Umsatz verhalfen.

Ich finde diesen Kriegsjargon gegen die Viren und die futuristisch anmutenden „Mutationen“ erfrischend: wie im heroischen „Kampf gegen den Terror“ mit seinen verschiedensten Häuptern; wie ein cooler Mix aus moderner Rüstungspropaganda und Science Fiktion Filmen. Muss so sein. Ein guter Einsatz von Angst bringt die Bevölkerung zur Räson, zur Einsicht. Cogito ergo sum. Zu verarmen und sich einsperren zu lassen, erhält mit Krieg und Wandel den notwendigen positiven Touch: für Gott, Kaiser und Vaterland. So hieß das damals beim häufig ebenfalls freiwilligem Massensterben im Ersten Weltkrieg.

Aber noch positiver ist mir aufgefallen, dass nicht nur die Armen ärmer und damit weniger mobil wurden und werden, genauso wie die vielen entlassenen Angestellten im Privatsektor, sondern dass gerade jene Festgehaltbezieher, welche die ganzen Regeln erlassen, keinen Cent ärmer wurden. Für letztere eine klassische Win-Win-Situation: wenn folgenreiche Gesetze Großteils nur andere treffen und sich die eigene Lebenszufriedenheit damit verbessert. Politiker und alle öffentlichen Angestellten gehören dazu, auch die Diener des Volkes jeder Couleur: Carpf, Bullen, Finanzer, Förster und logo die Dorfputz, „les miserables“: mit fixem Gehalt im Sack und einer Uniform für das fehlende Selbstbewusstsein, verhalf und verhilft ihnen Corona zu nie erträumter Präsenz und Strenge. Bald werden sie ihm Namen des Volk...sorry Virus auf protestierende Verarmte einprügeln, nachdem sie diese vorher monatelang wegen Lappalien überall abgestraft haben.

Die Reichen, oben unerwähnt, haben mit Covid-19 sowieso den Lottoschein gezogen.  Mit und in der Krise wurden sie beschleunigt noch reicher. Jeder kann’s selbst online nachgooglen. Geld scheint dank Corona sowieso vom Goldesel geschissen zu werden. Die Reichen kriegen es wohl von den Armen, aber die vielen Milliarden für all die Hilfspakete ...das muss mit den außerirdischen Mutationen zu tun haben. Oder mit einer Last für „the next generation“, so wie mit dem Klimawandel. Aber was geht uns das an. Für Einiges regnet es momentan jedenfalls Geld, und das finde ich durchaus positiv, wo doch vorher nie genug Geld aufzutreiben war.

Geradezu genial fand und finde ich auch, dass durch das Krisenmanagement viele Menschen erkennen,  dass illegal scheißegal ist.  Fahrverbote ignorieren, um Kontrollen zu umfahren; Freunde/Freundinnen im ganzen Land erfinden, um sie „besuchen“ zu können; den „erlaubten“ Bewegungsraum illegal verlassen; Eigenerklärungen fälschen; sich heimlich treffen; PCR-Tests fälschen; usw. Es tut Menschen gut, wenn der eigene Hausverstand gefordert wird und Vorgaben hinterfragt werden. Das ist wie in der Schule, wo ein erfolgreicher Schwindler durchaus mit Stolz auf seine Noten schauen darf. Und was ist schon Gesetz? Dank Corona wird lange nach Junker endlich wieder allen klar, dass Politiker, hochrangige Beamte und selbst Ordnungskräfte „wenn es ernst wird“ lügen und dennoch nie Konsequenzen folgen. Die einen lügen was von 100 Intensivbetten daher, die andern lügen über millionenschwere Ankäufe mit Steuergeldern, die Finanzer von Bozen erfinden abgehauene Jugendliche und die Carpf von Montan stellen Strafen über Erlaubtes aus. Ohne Folgen, bzw. „Konsequenzen“ für das eigene Tun.

Aber was ist heute noch wahr oder legal? Powell’s „irakischer Chemiewaffenbeweis“ vor den Vereinten Nationen war nicht wahr, Widmann’s 100 Intensivbetten auch nicht. Die Angriffe der USA gegen souveräne Staaten mit Millionen Toten sind illegal, trotzdem folgenlos. Aber was gilt beim Essen im Park, beim einsamen Lauf nach "Sperrstunde", beim verbotenen Gang in den nahen Wald? Der Hausverstand oder das geschriebene Gesetz? Oder die Gebote der Kirche? Oder doch die Moral? Aber welche? Für eine Antwort sollte jeder mit dem „Schleier des Nichtwissens“ von John Rawls beginnen und mit den moralischen Gedanken hinter der Programmierung selbstfahrender Autos fortfahren.

Hier haben wir es also wieder, das „Ich denke, also bin ich“. Das gilt auch in der Beurteilung politischen Krisen-Managements. Welcher Ansatz war und ist der Beste? Hart, weich, unserer?... Boh. Wir müssen denken. Dank Corona.

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Kommentare

Bild des Benutzers Stefan Laner
Stefan Laner 25.04.2021, 17:18

Die Erde ist nun mal eben eine Scheibe. Lernt man diese neue wissenschaftliche Erkenntnis heutzutage denn noch immer nicht in der Schule? Wie hinterweltlerisch!

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