Meran
Othmar Seehauser
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Meran

Neutrale SVP

Die Meraner SVP will die Wahl jetzt genau analysieren, spricht Katharina Zeller das Vertrauen aus und entscheidet für die Stichwahl keine Wahlempfehlung abzugeben.
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Und täglich grüßt das Murmeltier.
Am Montagabend hat sich das Meraner Stadtkomitee der SVP zur ersten Sitzung nach der Gemeinderatswahl getroffen. Dabei war Wundlecken für die Niederlage angesagt, die die Volkspartei am Sonntag in der Passerstadt einstecken musste. „Es gilt nun die Ergebnisse der Wahl genau zu analysieren und festzustellen was die Gründe für den Stimmenverlust waren“, heißt es in der offiziellen Aussendung der Meraner SVP.
Auf der Sitzung sprach die Meraner SVP der Obfrau des Stadtkomitees und Bürgermeisterkandidatin Katharina Zeller noch einmal einstimmig das Vertrauen aus „Worauf immer das schlechte Wahlergebnis zurückzuführen ist, es liegt sicher nicht an der Kompetenz und am Einsatz unserer Spitzenkandidatin“, heißt es in der SVP. Es sei gelungen die SVP Meran neu aufzustellen und ein engagiertes Team aufzubauen. Das lässt sich auch daran erkennen, dass alle KandidatInnen weiterarbeiten wollen und die Stimmung trotz allem positiv war.
 
Reinhard Bauer
Neo-Gemeinderat Reinhard Bauer: Wir werden unser bestes für die Stadt Meran geben, in welcher Form wird sich zeigen.“
 
Wie absehbar hat das Stadtkomitee am Montag auch einstimmig beschlossen, keine Wahlempfehlung bei der Stichwahl zwischen Paul Rösch und Dario Dal Medico abzugeben.
Die SVP sei für Gespräche zur Koalitionsbildung mit beiden Kandidaten bereit und zählt auf eine sachbezogene Regierungsbildung in der Posten, Positionen und Personen keine vordergründige Rolle einnehmen. Nach Vorliegen des Wahlergebnisses wird sich zeigen in welcher Form die SVP sich für die Stadt Meran am besten einbringen kann. „Wir brauchen mehr Zeit um die BürgerInnen von unserer neuen Mann-Frauschaft überzeugen zu können“, erklärte der Meraner SVP-Pressesprecher und neue Stern am Meraner SVP-Himmel Reinhard Bauer. Und weiter: „Daher hoffen wir, dass baldmöglichst eine stabile Stadtregierung gebildet werden kann. Wir werden unser bestes für die Stadt Meran geben, in welcher Form wird sich zeigen.
Es ist genau jene Haltung, die die SVP bereits vor einem Jahr eingenommen hat. Damals hat man sich unterm Edelweiß ebenfalls neutral gegeben, aber im Hintergrund in Sachen Stichwahl kräftig die Werbetrommel für Dario Dal Medico gerührt. „Das wird es diesmal nicht mehr geben“, heißt es aus Meraner SVP-Kreisen. Bei der Sitzung wurde explizit erklärt, dass SVP-Exponenten - wie vor 13 Monaten geschehen - auch keine „private Wahlempfehlung“ für einen der beiden Kandidaten öffentlich abgeben sollen.
Der Meraner SVP ist klar, dass letztlich ihre Wähler entscheiden werden, wer in Meran Bürgermeister wird. Mit dieser Haltung kann man sich wenigstens am 25. Oktober auf die Seite des Siegers stellen. Wer immer es auch ist.
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Kommentare

Bild des Benutzers Josef Ruffa
Josef Ruffa 13.10.2021, 09:50

Die Wähler sind mündig und wissen was sie wollen. Was Parteien aber tun könnten, wäre ein Aufruf an alle Wähler "wählen zu gehen". Demokratie kann nur funktionieren, wenn die Wähler ihr Recht ausüben.

Bild des Benutzers M A
M A 13.10.2021, 10:21

"es liegt sicher nicht an der Kompetenz und am Einsatz unserer Spitzenkandidatin"...
Liegt es womöglich an jenen Personen, die jetzt der Spitzenkandidatin das Vertrauen ausgesprochen haben?

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