riccardo.dello_.sbarba.jpg
Salto.bz
Advertisement
Advertisement
Convenzione

“Una concezione sovietica della società”

Riccardo Dello Sbarba racconta l'ultima seduta del Konvent. Con Durnwalder assoluto protagonista a ruota libera su toponomastica e ‘tv di stato in salsa tirolese'.
Advertisement
Salto Plus

Liebe/r Leser/in,

dieser Artikel befindet sich im salto.archiv!

Abonniere salto.bz und erhalte den vollen Zugang auf etablierten kritischen Journalismus.

Wir arbeiten hart für eine informierte Gesellschaft und müssen diese Leistung finanziell stemmen. Unsere redaktionellen Inhalte wollen wir noch mehr wertschätzen und führen einen neuen Salto-Standard ein.

Redaktionelle Artikel wandern einen Monat nach Veröffentlichung ins salto.archiv. Seit 1.1.2019 ist das Archiv nur mehr unseren Abonnenten zugänglich.

Wir hoffen auf dein Verständnis
Salto.bz

Abo holen

Bereits abonniert? Einfach einloggen!

Advertisement
Advertisement

Kommentar schreiben

Kommentare

Bild des Benutzers magda baur
magda baur 15.01.2017, 14:37

Der Konvent - ein Schlag ins Wasser? Das war vorhersehbar. Zu durchsichtig waren die Motive, die hinter dieser Veranstaltung standen. Und dennoch: Einmal gestartet wurde deutlich, dass sich daraus etwas Vernünftiges hätte machen lassen. Und zwar in den Bereichen, in denen Südtirol tatsächlich nachhinkt und da denke ich insbesondere an die Gleichbehandlung von Mann und Frau.
Südtirol leistet sich mit dem Geschlossenen Hof ein Erbrecht, das an das tiefste Mittelalter erinnert und das die "weichenden Erben" bei den Talbauern (und das sind im Regelfall die Frauen) radikal enterbt. Und die Argumente, die zur Rechtfertigung dieses Instituts vorgetragen werden, sind geradezu lachhaft.
Nein, Herr Dallo Sbarba, das ist keine "sowjetische Gesellschaftskonzeption", sondern das erinnert eher an eine Gesellschaft wie zu Andreas Hofers Zeiten. Und keiner unternimmt etwas gegen, dieses anachronistische Relikt aus dunklen Zeiten muss endlich beseitigt werden.

Bild des Benutzers Ein Leser
Ein Leser 16.01.2017, 11:10

Hier der Auszug aus dem Höfegesetz, wo klar hervorgeht, dass Mann und Frau geleichberechtigt zur Hofübernahme sind:
Es gibt sogar noch eine Sonderbestimmung für den überlebenden Ehegatten, der allen anderen Verwandten vorgeht, wenn keine Nachkommen vorhanden sind. Um es mit Frau Baurs Worten zu sagen: "In der Regel" (und auch laut Statistik) ist der überlebende Ehegatte die Ehefrau...

Art. 14 (Bestimmung des Hofübernehmers/der Hofübernehmerin bei der gesetzlichen Erbfolge)
(1) Bei der gesetzlichen Erbfolge wird der Übernehmer/die Übernehmerin des geschlossenen Hofes unter den nach den Bestimmungen des Zivilgesetzbuchs berufenen Miterben/Miterbinnen bestimmt; mangels einer Einigung unter diesen geht das Gericht nach folgenden Grundsätzen vor:
a) die auf dem Hof aufwachsenden oder aufgewachsenen Miterben/Miterbinnen haben gegenüber anderen Miterben/Miterbinnen den Vorrang;
b) unter mehreren auf dem Hof aufwachsenden oder aufgewachsenen Miterben/Miterbinnen haben diejenigen den Vorrang, die die letzten zwei Jahre vor Eröffnung der Erbschaft gewohnheitsmäßig an der Bewirtschaftung und Bearbeitung des Hofes teilgenommen haben;
c) unter mehreren die Voraussetzungen der Buchstaben a) und b) aufweisenden Miterben/Miterbinnen haben diejenigen den Vorzug, die eine staatliche oder vom Land anerkannte Fachschule für Land- oder Hauswirtschaft abgeschlossen haben, oder eine andere angemessene Ausbildung, die vom Land anerkannt wird, vorweisen;
d) die auf dem Hof aufwachsenden oder aufgewachsenen Nachkommen einschließlich der adoptierten und eintrittsberechtigten Nachkommen haben gegenüber dem überlebenden Ehegatten/der überlebenden Ehegattin den Vorrang; dieser/diese geht jedoch allen übrigen Verwandten vor, wenn seit der letzten Hofübernahme mindestens fünf Jahre verstrichen sind oder wenn er/sie seit mindestens fünf Jahren auf dem Hof mitgearbeitet hat, wobei auch die Hausarbeit am Hof als Mitarbeit auf dem Hof anzusehen ist;
e) unter mehreren nach den Buchstaben a) bis d) noch gleichberechtigten Miterben/Miterbinnen gehen die dem Grad näheren Verwandten vor;
f) hinterlässt der Erblasser/die Erblasserin weder Nachkommen noch Ehegatten/Ehegattin und hat er/sie den Hof zur Gänze oder zum Großteil von einem Elternteil geerbt oder durch ein die Erbfolge vorwegnehmendes Rechtsgeschäft erworben, so finden für den Fall, dass es mehrere Verwandte gleichen Grades geben sollte, die Kriterien a), b) und c) Anwendung;

(2) Erfüllt keiner der Miterben/keine der Miterbinnen die in Absatz 1 vorgesehenen Voraussetzungen, so ist nach Anhören der Miterben/Miterbinnen und der zuständigen örtlichen Höfekommission derjenige/diejenige zum Hofübernehmer/zur Hofübernehmerin zu bestimmen, welcher/welche die besten Voraussetzungen für die selbst vorzunehmende Bewirtschaftung des geschlossenen Hofes erbringt.

(3) Vom Recht auf Übernahme des Hofes sind jene Miterben und Miterbinnen ausgeschlossen, die beschränkt oder voll entmündigt sind oder unter Sachwalterschaft stehen.

(4) Das erworbene Recht auf Übernahme geht im Todesfall auf die Nachkommen und den Ehegatten/die Ehegattin der/des Übernahmeberechtigten über; dabei gelten sinngemäß die Grundsätze laut den Absätzen 1 und 2.

(5) Will der/die zur Hofübernahme Berufene den Hof nicht übernehmen, so gebührt der Vorzug den anderen Miterben/Miterbinnen; dabei gelten die Grundsätze laut den Absätzen 1 und 2.

Bild des Benutzers Hans Obermair
Hans Obermair 16.01.2017, 14:23

Ja, "Leser", was ist denn das für ein Durcheinander? Wollen Sie die Problematik des geschlossenen Hofes nicht wahrhaben oder haben Sie sie einfach nicht verstanden?

Tatsache ist: Der geschlossene Hof geht regelmäßig an den (erstgeborenen) Sohn. Die Töchter werden enterbt bzw. mit einem lächerlichen Auszahlungsbetrag abgespeist.

Den geschlossenen Hof gibt es auch anderswo, aber nirgendwo werden die "weichenden Erben" so schlecht behandelt wie in Südtirol.

Wie Magda Baur schreibt, ist das ein völliger Anachronismus. Selbst im islamischen Erbrecht werden die Frauen besser behandelt. Dort erhalten sie zumindest die Hälfte von dem, was ein Mann erhält. In Südtirol erhalten sie praktisch gar nichts.

Mich wundert auch diese Schönrederei unserer Landesregierung, die ach so sehr für Gleichbehandlung und gegen Diskriminierung ist. Den krassesten Fall an Diskriminierung will sie aber gar nicht wahrhaben.

Bild des Benutzers magda baur
magda baur 16.01.2017, 15:16

Ein Leser verwechselt wohl bewusst die Hofübernehmer mit den weichenden Erben?? Verwirrung stiften, um vom eigenen Problem abzulenken? Jene Töchter und Söhne, die den Hof nicht übernehmen, werden nach den aktuellen Bestimmungen des Höfegesetzes mit einem lächerlich niedrigen Auszahlungsbetrag abgespeist. Obwohl es sich jeder Talbauer leisten könnte, einen höheren Betrag zu bezahlen, weder Hof noch Existenz würden dabei gefährdet sein. Der sog. "indennizzo", d.h. der Auszahlungsbetrag für die weichenden Erben, muss endlich anhand anderer Werte berechnet und deutlich erhöht werden.
Und diese "weichenden" Miterben, die ausschließlich diese lächerlich niedrige Summe erben, sind halt öfter Frauen als Männer.

Bild des Benutzers Ein Leser
Ein Leser 16.01.2017, 14:54

Wie geschrieben:
Das ist der Wortlaut des Gesetzes. Wenn Sie irgendwo im geltenden Höfegesetz den erstgeborenen Sohn irgendwo erwähnt finden, dann bitte posten Sie doch hier den entsprechenden Passus.
Warum weniger Frauen den Hof übernehmen als Männer, das ist in anderen Faktoren zuzuschreiben, aber nicht dem Höfegesetz. Genauso wird der "weichende Sohn", wenn sein Bruder den Hof übernimmt, nur laut Ertragswert ausbezahlt. Wenn schon diskutiert wird, dann bitte nicht im Rahmen einer Geschlechterdiskrimination.

Bild des Benutzers Hans Obermair
Hans Obermair 16.01.2017, 15:06

Eine Gesetzespassage hineinzukopieren, bringt wenig. Man muss sie schon auslegen, man muss sie verstehen. Dass die Autoren dieses Gesetzes so intelligent waren, nicht offen hineinzuschreiben, dass Frauen diskriminiert werden sollen, davon war auszugehen. Aber die ganze Gesetzesstruktur läuft darauf hinaus. Es ist Sinn und Zweck dieses Gesetzes. Ja, auch der "weichende Sohn" wird mit dem Höfegesetz enterbt. Das macht das Gesetz um keinen Deut besser.

Bild des Benutzers Martin B.
Martin B. 16.01.2017, 22:28

“come la mettiamo con l'autonomia delle redazioni giornalistiche, sancita dai codici etici e dalle leggi europee?” also wenn ich die nationale RAI sehe dann komme ich zum Lachen und dann zum Weinen. Auch bei der lokalen RAI ist die politische Ausrichtung einiger wichtiger Personalien ziemlich einfach und bald zu verstehen. Das finde ich nicht gut: solange diese bei der RAI aktiv sind, sollten öffentlich-rechtliche Journalisten sich aus jeder Positionierung heraushalten und diese auf den engsten privaten Raum beschränken. Vor diesen Jornalisten, die man nicht zuordnen kann, habe und entwickle ich Respekt.

Advertisement
Advertisement
Advertisement