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Jammer-Kultur

Jammern

- das ganze sollte schon an eine positive Vision gekoppelt sein.
Community-Beitrag von Herta Abram14.01.2020
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Wenn das Jammern nicht uferlos wird, kann es sogar nützlich sein. Es kann Wünsche aufdecken und Grenzen bewusst machen. Eindämmend ist, sich dazu einen festen Zeitrahmen für das Klagen zu setzen. Dann wird sich alles von der Seele geredet und schließlich überlegt, wie sich das Problem lösen lässt. So kann Jammern auch ein Weg zur Selbsterkenntnis sein.

Doch Jammern im alltäglichen Leben hat meist eine Gemeinsamkeit: Eigentlich will man gar nichts ändern. Wer sich gemütlich festjammert, braucht nichts zu ändern und vermeidet die Selbstkonfrontation.

Wir kennen das alle: Wir jammern über Chefs, Partner, Kinder, Kollegen, Nachbarn, Politiker,“die da oben“, ... und wollen glauben wir sind im Recht, den anderen Vorwürfe zu machen, dass sie uns zu Opfern machen.

Noch schlimmer: wir erwarten von anderen, dass sie uns retten. Wir warten auf eine/n Versorger/in und Erlöser/in.

Jammern und dagegensein alleine reicht nicht aus!

„Aber ich frage mich schon, was aus einer Gesellschaft wird, deren Mitglieder einfach nur meckern und unzufrieden sind. Die immer die anderen für ihr Leben verantwortlich machen. Wie soll es einer Gesellschaft gehen, deren Mitglieder nicht artikulieren können, was sie zufrieden macht, aber trotzdem von der Gemeinschaft verlangen, sie zufriedenzustellen? In der Leute auf verantwortungsvollen Posten in Politik und Wirtschaft sitzen, die nie gelernt haben Verantwortung für sich zu übernehmen?“(aus: Die Zeit)

Es beginnt wieder bei uns selber. Lernen wir auf uns zu hören – unsere Gefühle sind unsere Orientierung - , uns zu fragen was wir brauchen, was uns glücklich macht und was nicht.

Genau das heißt Verantwortung für sich und seine Bedürfnisse zu übernehmen:

Überlegen was man will und dazu stehen, anstatt zu erwarten, dass die Welt, der Staat oder andere Menschen das für einen erledigen.

 

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Kommentare

Bild des Benutzers Georg Lechner
Georg Lechner 14.01.2020, 17:59

Boshaft betrachtet: Als Kinder sind wir eigentlich einfallsreicher gewesen, die Umstände entsprechend unseren Wünschen zu ändern, denn als Erwachsene.

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