Philipp Achammer, Sebastian Kurz
SVP
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zweierlei

Für Bildung und Partei

Einen institutionellen Termin in Sachen Studientitelanerkennung nutzt Philipp Achammer für ein Treffen mit Sebastian Kurz in Wien. Thema: der Europawahlkampf.
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Das letzte Mal ist gut ein Jahr her. Am Montag traf Philipp Achammer in Wien auf Heinz Faßmann. Erstmals im April 2018 war der Bildungslandesrat beim damals frisch ernannten österreichischen Bildungsminister gewesen. Das Thema des zweiten Treffens jedenfalls lag schon damals auf dem Tisch: die Studientitelanerkennung. Insbesondere beim neuen Lehramtsstudium besteht nach wie vor Gesprächsbedarf. Österreichweit gibt es derzeit 770 Südtiroler Lehramtsstudierende, von denen 562 in Innsbruck studieren, davon 200 im “Lehramt neu”. Das neue Lehramtsstudium, das Österreich seit dem Wintersemester 2016 eingeführt hat, wird von Italien aber immer noch nicht anerkannt. Denn bei den Verhandlungen der italienisch-österreichischen Kommission, die mit der Studientitelanerkennung betraut ist, kommt es immer wieder zu Verzögerungen.

“Angesichts dieser hohen Zahl an Studierenden ist es Südtirol ein Anliegen, möglichst bald einen Notenwechsel zwischen Italien und Österreich zu erwirken”, erklärte Achammer bereits 2018. Dieses Anliegen wiederholte er am Montag im Gespräch mit Bildungsminister Faßmann. “Wir möchten nicht nur für die 770 Südtiroler Lehramtstudierenden in Österreich Klarheit und Planbarkeit schaffen, sondern auch die in Österreich ausgebildeten Lehrpersonen an unseren Bildungsstätten aufnehmen” – auch, um auf den Personalmangel in Südtirols Schulwelt zu reagieren.

Er habe dem Bildungsminister nahegelegt, “auf den notwendigen Notenwechsel zu drängen”, berichtet Achammer am Montag. Faßmann habe zugesichert, “dass Österreich mit allen Mitteln dafür arbeiten werde, die Verhandlungen zügig weiterzubringen”.

 

Nach dem Treffen im Bildungsministerium nutzte Achammer seinen Aufenthalt in Wien für ein weiteres Gespräch – mit dem österreichischen Bundeskanzler. Es war allerdings kein institutioneller Termin, sondern ein parteipolitischer. Mit Sebastian Kurz verbindet Achammer eine langjährige Freundschaft. Beide sind auch Obmänner ihrer Parteien. SVP und ÖVP bestreiten gemeinsam mit der bayerischen CSU den Europawahlkampf. In der Allianz SVP-ÖVP-CSU sieht der SVP-Obmann eine “hervorragende Basis für eine gemeinsame vernünftige europäische Politik für unsere Heimat”.

Die EU-Parlamentswahlen am 26. Mai waren auch Thema des Treffens Achammer-Kurz am Montag Abend. In einer gemeinsamen Erklärung nahmen die beiden im Anschluss Stellung: “Als Volksparteien teilen wir gemeinsame Überzeugungen im Hinblick auf die künftige Entwicklung der Europäischen Union. Im Gegensatz zu den neuen nationalistischen Allianzen in Europa wollen wir die EU nicht zerstören, sondern besser machen. Unsere Überzeugung ist eine Europäische Union, die dem Subsidiaritätsprinzip folgend den Regionen Spielräume lässt, eine Europäische Union, die die europäischen Werte, die nicht zuletzt durch das Christentum und die Aufklärung geprägt wurden, verteidigt und eine Europäische Union, die nach innen hin offen ist und einen starken Schutz nach außen gewährleistet.”

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Kommentare

Bild des Benutzers Georg Lechner
Georg Lechner 14.05.2019, 10:33

Wenn ich mir die letzten Äußerungen von Kurz ansehe, dann geht es nicht um Werte, sondern um die Interessen der Geldgeber seines Wahlkampfs 2017, nämlich Deregulierung. In der Rhetorik war kein Unterschied mehr zum Koalitionspartner zu erkennen. Als dann am Sonntag abends bei der TV-Konfrontation der Spitzenkandidaten Othmar Karas die ÖVP als die pro-europäischste Partei in Ö. verkaufen wollte, sorgte er für den einzigen Lacher in dieser Sendung.

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Brenner Flo 14.05.2019, 14:21

"Im Gegensatz zu den neuen nationalistischen Allianzen..." Heuchler und Heuchler. beide koalieren mit den Neofaschisten. um gegen diesen Nationalismus vorzugehen, muss man auch dessen Verbündete (=övp, svp) abstrafen und ihnen die Stimme verweigern.

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