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Südtiroler Freiheit
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INPS-Bonus

“Wollen Aufklärung noch vor den Wahlen”

Haben auch Bürgermeister die 600 Euro Corona-Unterstützung der INPS angefragt und erhalten? Das will die Südtiroler Freiheit mithilfe einer Landtagsanfrage herausfinden.
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Es war vor ziemlich genau einem Monat, als bekannt wurde, dass Paul Köllensperger, Helmut Tauber, Gert Lanz und Arnold Schuler um den 600-Euro-Corona-Bonus der INPS angesucht haben. Die Welle der Empörung, die das Land erfasste, war groß – unter anderem weil die vier als Landtagsabgeordnete monatlich ein reguläres Gehalt ausbezahlt bekommen haben.

Doch waren die drei SVP-Exponenten und der Parteichef von Team K die einzigen gewählten Volksvertreter, die die 600 Euro angefragt haben? Nein, behauptet die Südtiroler Freiheit (STF) nun. Man habe Namen von Bürgermeistern zugespielt bekommen, die ebenfalls um den INPS-Bonus angesucht haben sollen, teilt die Partei in einer nicht namentlich unterzeichneten Aussendung mit.  

Sven Knoll und Myriam Atz Tammerle haben nun eine Anfrage im Landtag eingereicht, “um in Erfahrung zu bringen, welche amtierenden Politiker – Landtagsabgeordnete und Bürgermeister – um den Corona-Bonus angesucht und diesen ausbezahlt bekommen haben”. Man erwarte sich “volle Transparenz von der Landesregierung” und Aufklärung noch vor den Gemeinderatswahlen, also noch diese Woche. Doch ob eine Antwort in dieser Frist bzw. überhaupt eingeht, ist fraglich. Denn für die Verwaltung der entsprechenden Daten, die zudem den Privacy-Bestimmungen unterliegen, ist allein die INPS zuständig.

“Es ist bedauerlich, dass durch einige schwarze Schafe das gesamte Ansehen der Politik derart beschädigt wird. Transparenz und lückenlose Aufklärung tut daher not”, heißt es in der Aussendung der STF. Und weiter: “Um Schaden von der Politik abzuwenden und das Vertrauen der Bürger nicht noch weiter zu erschüttern, liegt es nun auch in der Verantwortung der Bürgermeister selbst, offen zu kommunizieren, ob sie um die 600 Euro angesucht haben.” Denn, so steht für die STF fest, auch Bürgermeister verdienten ein Gehalt, das die Inanspruchnahme des Corona-Bonus nicht rechtfertigen würde. Zur Untermauerung schickt die Partei eine Liste mit den (Brutto-)Entschädigungen mit, die den 116 Bürgermeistern in der kommenden Amtsperiode zustehen.

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