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Braune Netzwerke in Südtirols Wirtschaft

Die Folgen der Aus- und Rückwanderung für Südtirols Nachkriegsentwicklung. Ein Beitrag von Gerald Steinacher aus dem Buch "Einmal Option und zurück". Teil 2
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Kommentare

Bild des Benutzers Georg Lechner
Georg Lechner 16.12.2019, 08:38

Für das politische Klima in den USA der 50er (und bis heute) sind die Geldgeber der Wahlkämpfe maßgeblich. Auch Hiters Wahlkämpfe waren teilweise von US-Banken kofinanziert: die Warburg-Gruppe (die auch beim aktuellen CumEx-Skandal beteiligt ist) und ein Bankenkonsortium, dessen damaliger Rechtsberater der spätere Außenminister Dulles war, scheinen in den Geheimdienstunterlagen von Erich Abegg auf, der nach der Machtergreifung der Nazis damit in die Schweiz floh. US-Unternehmen arbeiteten trotz des Kriegszustandes bis 1943 mit deutschen Unternehmen zusammen.
Der BND war eine US-Gründung und ihr erster Chef der Nazi Reinhard Gehlen. Die NSDAP-Mitgliedsnummer des langjährigen Verfassungsschutz-Chefs Nollau ist auf Wiki nachlesbar: https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnther_Nollau

Bild des Benutzers Hans Hanser
Hans Hanser 16.12.2019, 11:46

Ja, und? Wollen Sie damit das braune Netzwerk in Südtirol und andernorts rechtfertigen? Sollen Mörder verklärt dargestellt werden nur weil Sie ein bisschen im Internet recherchiert haben?
Südtirols Vergangenheit ist in diesem Punkt wenig ruhmreich, umso wichtiger ist die geschichtliche Aufarbeitung bis ins kleinste Detail. Und eben ohne die Taten und die Täter zu rechtfertigen.

Bild des Benutzers elisabeth garber
elisabeth garber 16.12.2019, 14:44

Was bilden Sie sich eigentlich ein Hanser? Oh, jetzt können' s mich melden, krieg sicher einen Verweis - de facto völlig unsachlich mein comment -> "off topic". Warum hab ich bei ihnen immer das Gefühl, dass sie ein Klarnamenschreiber mit anonymem "alter ego" sind?

Bild des Benutzers Georg Lechner
Georg Lechner 16.12.2019, 16:15

Ich will es nicht rechtfertigen, sondern weitere Verzweigungen und dahinterstehende Interessen aufzeigen, deren Wirkung bis in die Gegenwart reicht. Auch Lorenz Gallmetzer hat in seinem Buch "Von Mussolini zu Salvini" erkennen lasssen, wie Kapitalinteressen und Geheimdienstaktivitäten mit braunen Umtrieben verknüpft sind. In Österreich wirkte der frühere ÖGB-Präsident Franz Olah als Handlanger brauner Interessen. Er veruntreute Gewerkschaftsgelder, um die FPÖ vor dem Konkurs zu retten und die Anschubfinanzierung für die Wiedergründung der Kronenzeitung (die inhaltlich die Themen der FPÖ spielte) sicherzustellen; wurde dafür rechtskräftig verurteilt und erhielt 2005 auf Betreiben der ÖVP/ BZÖ-Regierung das Große Goldene Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik.

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Manfred Gasser 16.12.2019, 21:07

Und wie schauts mit Deutschland aus? Wart ihr so viel besser, dass Sie sich hier so aufführen? Wurde da nach dem Krieg aufgeräumt? Sassen da keine Nazi im Parlament, gab es keine Nazis an der Spitze der Wirtschaft?
Also bitte etwas Zurückhaltung, Herr Hanser, danke

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Manfred Klotz 17.12.2019, 07:52

Er schreibt deshalb ja auch "und anderswo". Der Versuch mit der eigenen Vergangenheit aufzuräumen, wie er - sicher nicht mit absoluter Trefferquote - in Deutschland praktiziert wurde und hierzulande, lässt sich aber nicht vergleichen. Da muss sich Südtirol schon eine gewisse Nonchalance vorwerfen lassen.

Bild des Benutzers Manfred Gasser
Manfred Gasser 17.12.2019, 10:54

HH schreibt: "Südtirols Vergangenheit ist in diesem Punkt wenig ruhmreich." Und ich frage, wie schauts mit Deutschland aus? Ich bin kein Historiker, und schon gar kein Kenner der deutschen Nachkriegspolitik - und wirtschaft.
Aber wenn HH meint, dass Südtirol wenig ruhmreich ist, muss es doch anderswo besser geklappt haben, und dafür wären Fakten nicht ganz unangebracht.

Und Herr HH, Sie müssen diesem Forum gar nichts beweisen, aber begründen wäre nicht schlecht.

Bild des Benutzers Hans Hanser
Hans Hanser 17.12.2019, 11:06

Sehr gerne! Wie bereits erwähnt, gebe ich Ihnen vollkommen Recht, dass das deutsche Volk noch etliche Mängel bei der Aufarbeitung der eigenen braunen Geschichte hat. Das Wahlverhalten einiger Mitbürger, denen die AfD als Erneuer erscheint, ist hochkritisch zu betrachten. Nicht umsonst ist hierbei bereits der Verfassungsschutz bereits aktiv geworden.
Das deutsche Volk neigt in Teilen nach wie vor faschistische Systeme zu glorifizieren, dem entgegenzutreten ist Aufgabe der Gesellschaft und jeden einzelnen Bürgers. Ich versuche hier aktiv meinen Teil dazu beizutragen.
Umso mehr gilt es einzelne Teilbereiche kritisch zu durchleuchten und das erschien mir angesichts der Aussage, es seien (nur) Finanzmächte ausschlaggebend gewesen, dass sich nach dem Krieg braunes Netzwerk nördlich und südlich des Brenners festsetzen konnte, notwendig. Nein, die Gründe sind viel tieferer Natur. In Südtirol sind sie durch eine Verherrlichung des Deutschtums, Kirchenhörigkeit und blanker Geldgier zu erklären.
Andernorts käme noch die Gegenwehr gegen den Kommunismus hinzu. Hierbei ist Südtirol außen vor, da die Alpenregion nicht weiß was Kommunismus überhaupt ist. Solange die Kirche sagt, dass dies etwas Schlechtes sei, genügte dies dem gemeinen Südtiroler, diesem Credo zu folgen.

Bild des Benutzers Manfred Gasser
Manfred Gasser 17.12.2019, 14:08

Ich geben Ihnen in fast allem Recht, aber die letzte Spalte zeigt schon sehr deutlich, was Sie von uns Südtirolern halten, und dass Sie das Südtiroler Volk nicht gut kennen.

Bild des Benutzers Hans Hanser
Hans Hanser 17.12.2019, 09:10

Ohne Zweifel steckten hinter den faschistischen Bewegungen vor rund 80 Jahren potente Geldgeber, denen es um die Wahrung von Partikularinteressen ging. Das wird auch heute noch so sein, da stimme ich den Kommentatoren zu.
Das Thema behandelt jedoch vordergründig Südtirol und man darf davon ausgehen, dass die Verherrlichung des Nationalsozialismus vor und nach Kriegsende nicht von den großen Mächten aus New York gesteuert wurde. Die Ursachen in Südtirol waren vielmehr die italo-feindliche Haltung, eine blinde Verehrung des Deutschtums und blanker Opportunismus. Da der Thematik vordergründig braune Umtriebe nach Kriegsende zugrunde liegen muss das Thema Klosterlinie erwähnt werden, da es jenes ist, das Südtirol eines seiner dunkelsten Kapitel der jüngeren Geschichte offenbart. Gerade bei der organisierten Fluchthilfe waren Kirchenhörigkeit, Italo-Feindlichkeit, Verherrlichung des Deutschtums und blanke Geldgier die tragenden Gründe. Eventuell dahinter stehende groß angelegte Manöver wie Klaus Barbie zu einem Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstes und später des BND zu machen, haben mit der Tatsache nichts zu tun, dass ihm durch Südtiroler Hilfe die Flucht ermöglicht wurde. Und die Südtiroler Fluchthelfer waren auch nicht von dem Gedanken getragen große Mächte damit zu unterstützen, sondern sie taten es aus den vorhin genannten Gründen. Unter den genannten Aspekten kann kein Vergleich mit Österreich und Deutschland gezogen werden, schon gar nicht mit Geldgebern aus New York.
Dass ich persönlich für eine kompromisslose Aufarbeitung der Gräueltaten des NS stehe, muss ich diesem Forum nicht beweisen. Meine Person kann auch nicht für das gesamte deutsche Volk verantwortlich gemacht werden, das manche Male bei der Aufarbeitung der eigenen Geschichte noch Schwierigkeiten hat, wie aktuelle Ereignisse zeigen.
Auf Frau Garber's Nicklichkeiten einzugehen, würde bedeuten sich auf ihr Niveau zu begeben. Dass sie ihre Gefühle nicht im Griff hat, hat sie bereits andernorts wiederholt bewiesen.

Bild des Benutzers Herta Abram
Herta Abram 17.12.2019, 09:50

HH, Sie glauben die Anderen müssten die „eigenen Gefühle so im Griff haben“, wie Sie sich das denken? Da bin ich nicht Ihrer Meinung.
Empathie und Perspektivenübernahme auszuschließen macht ein Gespräch eher zu einer Kampfhandlung, die dem anderen demonstrieren soll, wie wenig er weiß und wie wenig er kann - selbstverständlich ganz im Gegensatz zu Ihnen selbst. Dieses GesprächsNiveau finde ich wenig anstrebenswert.

Bild des Benutzers Hans Hanser
Hans Hanser 17.12.2019, 10:55

HA, fühlen Sie sich etwa verpflichtet einen Kampf Frau/Mann auszutragen oder haben Sie zum Sachthema etwas beizutragen? Sieht mir ganz nach Ersterem aus...
Ich habe den Hinweis von Herrn L., dass hinter braunem Netzwerk große Mächte aus der Finanzwelt stehen, insofern kritisiert, dass dieser meiner Auffassung nach nicht auf Südtirol zutrifft, da dort andere Beweggründe ausschlaggebend waren sich dem Nationalsozialismus zu unterwerfen.
Sollten Sie, Frau A., ebenfalls wertvolle Beiträge zum Thema zu liefern imstande sein, stehe ich für eine Diskussion darüber sehr gerne zur Verfügung. Auch weil ich mich mit der NS-Zeit ausreichend befasst habe und aktiv gegen jede heutige Form des Faschismus eintrete.
Sollte Ihr Gespräch jedoch darauf abzielen, mich in Punkto Dialektik auf die plumpe Schiene "böser starker Mann/arme schwache Frau" stellen zu wollen, muss ich Ihnen für weitere Konfrontationen eine Absage erteilen. Mich interessieren Sachthemen, keine post-modernen Theorien pseudo-emanzipierten Geschlechterkampfs, dafür gibt es andere Kommentatoren und andere Plattformen.

Bild des Benutzers Georg Lechner
Georg Lechner 17.12.2019, 17:57

Den Nationalsozialismus wollte man nach dem Krieg gewiss nicht verherrlichen, aber die braunen Netzwerke wurden eher gefördert als behindert. Die Förderung faschistischer Systeme kommt primär nicht von den Normalos, sondern von denen, die es sich mit Geld richten konnten und ihren Nachfahren. Als symptomatisches Beispiel ist August von Finck zu nennen. Der Senior war bei der Finanzierung der Aufstockung der SA auf eine Million Mitglieder und ihre Bewaffnung beteiligt (neben Günter Quandt und der Allianz), durfte sich dann dafür die Rothschildbank unter den Nagel reissen und konnte seinen Nachkommen ein Milliardenvermögen hinterlassen(!). Sein gleichnamiger Sohn und Haupterbe war ein Du-Freund von Jörg Haider, versuchte zusammen mit ihm eine Partei nach dem Muster der FPÖ in Deutschland auf die Beine zu stellen (was glücklicherweise vorerst misslang) und ist jetzt Geldgeber der AfD.
Erst die Hetze der US-gesteuerten Bild-Zeitung (wie in Ö. die Kronenzeitung) und die neoliberale Politik seit den 80ern (Kohl, Schröder, Merkel) führte in diesem Jahrzehnt zum Hochkommen der AfD unter den Normalos.
Freilich hatten nach dem Krieg die von Ihnen angeführten Punkte zum massiven Durchschleusen von Nazis durch Südtirol geführt. Aber wenn der Wille der USA dagewesen wäre, das zu unterbinden, wäre es nicht in diesem Ausmaß dazu gekommen. Der war aber nicht da, weil die USA schon zu einer faktischen Plutokratie verkommen ist und die Geldgeber auch mit Diktaturen zusammenarbeiten, wenn nur der Profit stimmt.

Bild des Benutzers elisabeth garber
elisabeth garber 16.12.2019, 14:32

@ Lechner G. Ich weiß nicht, was Hanser gegen Sie hat - mir gefallen Ihre Kommentare - und anderen (die nur lesen) auch.

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