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Mauro Keller
Gewalt

Tätlicher Übergriff auf Journalisten

Mit einem Faustschlag ins Gesicht durch einen Kollegen endete ein Weiterbildungskurs am Mittwoch für den bekannten Journalisten Mauro Keller.
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Mit einem Polizeieinsatz und einer Aufnahme in der Ersten Hilfe endete am Mittwoch Vormittag ein Weiterbildungskurs für Journalisten in Bozen. Anlass dafür? Ein tätlicher Übergriff auf den bekannten TV-Journalisten Mauro Keller (Video Bolzano 33) durch einen Kollegen. Dieser hatte Keller und RAI-Koordinator Markus Perwanger in einer hitzigen Diskussion mit einem weiteren Kollegen mit seinem Handy gefilmt – und trotz mehrmaliger Bitte dies zu unterlassen nicht aufgehört. Als Keller, der auch Vorstandsmitglied der Journalistenkammer ist, ihn ein weiteres Mal dazu aufforderte, bekam er als Antwort einen Faustschlag ins Gesicht. Keller musste in die Notaufnahme gebracht werden und kündigte eine Anzeige gegen den international tätigen Journalisten und Fotoreporter an.

Auch die Journalistenvertretung reagierte empört. „Solidarietà al giornalista Mauro Keller. Intervenga il consiglio di disciplina! Radiazione“, schreibt der Präsident des Südtiroler Pressevereinigung Marco Angelucci. Die Journalistengewerkschaft Trentino Südtirol spricht Mauro Keller ebenfalls ihre volle Solidarität aus. „Übergriffe dieser Art, wie jegliche Form von Gewalt - sowohl physischer als auch verbaler Natur - werden entschieden zurückgewiesen“, schreibt Vorsitzender Stefan Wallisch.

Die Vorgeschichte zum Übergriff hat übrigens ethnischen Charakter. Nachdem die gesamte Fortbildung zum Einsatz von Dronen im Journalismus auf Italienisch abgehalten wurde, obwohl einer der Vortragenden deutscher Muttersprache war, hatten sich einige deutschsprachige Kollegen beschwert. Der Unmut darüber war dann auch das Thema der Diskussion, die der Angreifer offenbar mit allen Mitteln filmen wollte. 

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Kommentare

Bild des Benutzers Josef Ruffa

Wiesi wird der Name des Angreifers/Täters nicht geschrieben?

Bild des Benutzers Harald Knoflach

@josef ruffa
weil wir in einem Rechtsstaat leben (wenngleich man das in "Südtirol ist Italien" nicht immer meinen möchte). Nachdem salto.bz bereits öfters diese unsägliche Praxis, Verdächtige mit Namen und Foto zu veröffentlichen, angewandt hat, verzichten sie dieses Mal darauf.

http://www.brennerbasisdemokratie.eu/?p=14476
http://www.brennerbasisdemokratie.eu/?p=23039

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