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Schule

Unsicherer Neustart

Das neue Schuljahr wirft bei vielen Führungskräften und Lehrpersonen Fragen auf. Es gibt Verunsicherung, Bedenken und Kritik am zentral geplanten Vorgehen.
Von
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Lisa Maria Gasser19.06.2020
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Kommentare

Bild des Benutzers Herta Abram
Herta Abram 19.06.2020, 09:07

Schule nach Corona darf nicht Schule vor Corona plus Händewaschen sein. Man kann nicht nur über neue Abstandsregeln sprechen, sondern muss auch von alten Regeln Abstand nehmen.
Schule besser, moderner und menschlicher zu machen könnte auf drei Erfahrungen aufbauen, weiterlesen unter
https://www.zeit.de/2020/24/bildung-schule-zukunft-frei-day-for-future-c...
Wir müssen anfangen - als Gesellschaft, - der gesamten Sorgearbeit mehr Wert beizumessen. Wir dürfen es nicht länger zulassen, dass allem Anderen (und egal welchem Job) mehr Wert beigemessen wird, als die nächste Generation heranzuziehen.
„Im Mittelpunkt aller Bildungstätigkeiten stehen die Kinder und Jugendlichen in ihrer Einzigartigkeit und in ihrer Beziehung zu anderen und zur Umwelt“. (Rahmenrichtlinien der Schulen)
Schule ist weit mehr, als eine Kinderaufbewahrungsstätte.

Bild des Benutzers Elisabeth Hammer
Elisabeth Hammer 19.06.2020, 18:07

Ich kann der Argumentation nicht ganz folgen. Gerade weil Kinder in Beziehung zu den Mitschülern stehen, plädiere ich für möglichst viel Präsenz-Unterricht. Fernunterricht kann vieles leisten, aber gerade die Beziehungsqualität und die sozialen Kompetenzen leiden stark darunter. Natürlich ist Schule mehr als eine Aufbewahrungsstätte, sie ist ein Ort, wo Lehrer und Schüler miteinander und voneinander lernen - so zumindest habe ich meinen Schulalltag bisher erlebt. Generell vermisse ich in dieser Diskussion auch die Einbeziehung der Stimmen der Kinder und Jugendlichen selbst. Vielleicht fragt man mal bei ihnen nach, wie sie sich die Rückkehr in die Schule vorstellen und was sie sich wünschen würden. Tendenziell höre ich von meinen Schülern eher den Wunsch nach Normalität und Unterricht in der Klasse.

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Harry Dierstein 19.06.2020, 18:55

Das kann ich absolut bestätigen, verehrte Frau Hammer!

In der letzten Woche (nach den Notenkonferenzen und vor dem Schulende) haben ich mich via "Zoom" noch einmal abschließend mit meinen fünf Klassen (ital. Oberschule, Alter 14-20 Jahre) verbunden, um gemeinsam zu resümieren.
Als Fazit konnte ich konstatieren: Nahezu alle Schüler fanden es in den ersten drei, vier Wochen (also im März) irgendwie cool oder witzig nicht in die Schule kommen zu müssen.

Danach haben bei vielen Entzugserscheinungen eingesetzt: Das klassische Schulleben, der Unterricht mittels physischer Präsenz im Klassenzimmer, die unmittelbaren Gruppenarbeiten, das Lachen in den Korridoren beim Stundenwechsel, das Quatschen in der Pause oder auf der Toilette. Alles das macht - nicht nur, aber vor allem - Schule aus.

Und dies alles fehlte uns allen. Den Schülern, aber auch den Lehrern!

Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich bin mit den Corona-Entscheidungen der italienischen Staatsregierung absolut einverstanden und unterstützte persönlich jede einzelne Lockdown-Maßnahme. (Insgeheim befürchte ich sogar eine Rückkehr dieses Zustands im Herbst, aber das nur nebenbei.)

Was mich jedoch wirklich extrem gestört hat, war die mangelhafte Unterstützung durch die Landesregierung. Wenn die Südtiroler Lehrer sich nicht in Eigenverantwortung, mit eigenen finanziellen Mitteln diejenigen Tools privat (!) besorgt hätten, die es für DaD (Didattica a Distanza) braucht, dann hätte der Unterricht heuer ab dem 05. März 2020 überhaupt nicht mehr stattgefunden.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 19.06.2020, 19:02

Der Schlusssatz klingt hart.

Bild des Benutzers Do Riada (gesperrt)
Do Riada (gesperrt) 20.06.2020, 12:14

Um es besser zu machen, sind sie ja auch politisch tätig. Bin gespannt, ob ihnen der Wähler auch das Vertrauen schenkt.

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