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Piffrader-Relief

Nun kann’s losgehen

Mit dem Zuschlag der Arbeiten wird die Umgestaltung des Mussolini-Reliefs am Bozner Finanzamt konkret. Bis Mai sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
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In der Landesregierung wird sie als weiterer Passus zur Aufarbeitung unserer Vergangenheit gesehen: die Entschärfung des Piffrader-Reliefs am Bozner Finanzamt. Nach jahrelangem Tauziehen, einem Ideenwettbewerb und dem Übereinkommen mit den staatlichen Stellen und der Gemeinde Bozen ist es nun so weit: Am kommenden Montag sollen die Arbeiten zur Umgestaltung des von Hans Piffrader während der faschistischen Diktatur gefertigten Reliefs mit der Figur Benito Mussolinis hoch zu Ross endgültig vergeben werden. „Nach der Musealisierung des Siegesdenkmals ist dies der ein weiterer wichtiger Schritt zur Erklärung dieser Bau- und Kunstwerke", erklärten Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesrat Christian Tommasini nach dem am Freitag erfolgten provisorischen Zuschlag. 

 

Piffrader

Bis Montag läuft noch eine Datenkontrolle, dann sollten ab Ende Februar die drei Unternehmen Neon Alpi GmbH, Bolzano Costruzioni GmbH und Elektrotechnikbetrieb M.G.M. Electric am Finanzgebäude am Bozner Gerichtsplatz im Einsatz sein. Sie werden die von Arnold Holzknecht und Michele Bernardi vorgeschlagene Lösung umsetzen, das Relief hinter Milchglas zu setzen und davor eine Leuchtschrift mit dem Hannah-Arendt-Zitat "Niemand hat das Recht zu gehorchen" zu montieren. Zudem ist eine Informationsstelle vorgesehen, die den geschichtlichen Kontext des Reliefs erklärt. Für die technische Umsetzung des Siegervorschlags und die Ausarbeitung des Ausführungsprojektes waren der Bozner Architekt Luca Marchesoni und mit Uli Prugger von der Gruppe Gut unter der Koordinierung der Landesabteilung Hochbau zuständig.

Die Kosten für die Arbeiten der drei Unternehmen belaufen sich auf insgesamt 132.000 Euro. Läuft alles wie geplant, sollten sie innerhalb von 70 Kalendertagen, also im Mai dieses Jahres abgeschlossen sein. 

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