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Editorial

Unabhängigkeit kostet!

Südtirols Parteien und Kandidaten haben im Wahlkampf rund 2 Millionen Euro für Wahlwerbung ausgeben. Salto erhielt davon genau: 6.320 Euro. Davon 400 Euro von der SVP.
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Kommentare

Bild des Benutzers W Karcher
W Karcher 20.10.2018, 12:54

Man will also mehr von dem Kuchen zu bekommen, den andere backen. Tenor des Textes: Spätestens nächestes mal wollen wir mehr. Parteiwerbung ist aber nun einmal nicht Sozialhilfe.

Konsequent gegendert ist der Text zudem auch nicht. Wer Frauen sowie LGBQTIA*+ mit ungerechter Sprache diskriminiert, braucht sich ja nicht wundern...

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Chris Mair 20.10.2018, 16:07

> [...] rund 30.000 Euro. Es ist mehr oder weniger die Summe, die Südtirols
> Medienkoloss „Athesia“ - mit allen seinen Verästelungen - täglich (!) an
> Werbung von Südtirols öffentlichen Institutionen und Körperschaften erhält.

Mmmm... 30000*365 = 10950000 scheint mir recht viel.
Gibt's dazu eine Quelle?

-- Chris

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Martin B. 20.10.2018, 21:27

Leserschaft impliziert nicht Unterstützerschaft und Unabhängigkeit nicht politische Neutralität durch und durch. Salto positioniert sich hingegen recht oft und eindeutig politisch (nicht parteiisch), deshalb zählt was die Redakteure vermeintlich für Außenstehende unterstützen und wählen. Ich denke in der Mehrheit so 2-3 Parteien und dazu wird die SVP wohl nicht gehören. Von der SVP mehr Wahlmittel zu erwarten wäre so ähnlich wie wenn unsertirol24 schreibt Sie wollen bitteschön etwas von den Werbegeldern des PD (wahlweise könne man auch die Grünen einsetzen).

Unabhängigkeit muss nicht bedeuten, dass man nicht eine klare parteipolitische Blattlinie hat. Es steht und fällt alles mit der Leitung. Journalisten, die nicht dem links-grünen Zeitgeist entsprechen würden bei salto.bz niemals eingestellt werden. Denkst du ein Lukas Steinwandter, der zeitweise für ut24 und die Junge Freiheit schrieb, würde ernsthaft einen Platz im Salto-Team bekommen?

Diese Blattlinie geht ja sogar so weit, dass der Präsident von Demos 2.0 Maximilian Benedikter Salto-Usern, die nicht links grün, sondern klassisch liberal eingestellt sind empfiehlt, sich andere Portale zu suchen.

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W Karcher 21.10.2018, 15:27

"Diese Blattlinie geht ja sogar so weit, dass der Präsident von Demos 2.0 Maximilian Benedikter Salto-Usern, die nicht links grün, sondern klassisch liberal eingestellt sind empfiehlt, sich andere Portale zu suchen."

ja dann wird es zeit, ein solches zu gründen.

Bild des Benutzers Mattia Frizzera
Mattia Frizzera 20.10.2018, 23:53

Dieser Wahlzyklus (18-20 Staat-Provinz-Europa-Gemeinde) ist der erste in dem (hier in unserer "Athesinischer" Region) ein bisschen mehr Werbemittel online zur Verfuegung gestellt werden. Sei geduldig Christoph, es werden mehr Gelder in den naechsten Wahlkaempfen kommen. Und wenn nicht, dann bleibt Salto wie Berlin, arm aber sexy :-)

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Bettina Conci 21.10.2018, 10:51

"Kritische Berichterstattung und unabhängiger Journalismus scheinen in den Parteipalästen nicht gefragt zu sein"

Nein, echt jetzt? Ich nehme an, es ist der Leserschaft durchaus bekannt, dass kritische Berichterstattung und unabhängiger Journalismus derzeit einen harten Stand haben, sei es in Südtirol wie auch in Italien und, na ja, eigentlich der ganzen Welt?! Man hätte die Zahlen auch so stehenlassen können, ohne dieses explizite Athesia-Bashing, oder aber eleganter: man könnte sie als Aufhänger für einen Artikel verwenden, dessen Kernaussage die ist, dass Politiker, die nur in ihrer Komfortzone bzw. bei ihrer Stammwählerschaft Wahlwerbung betreiben, sich nicht wundern brauchen, wenn das Wahlergebnis durchwachsen ausfällt. Filterblase und so.

So, und jetzt geh' ich wählen statt hier "gscheide" zu sein.

Bild des Benutzers Martin Daniel
Martin Daniel 21.10.2018, 18:21

Wo ist da Athesia-Bashing???

Von Parteien unabhängige Medien sind die einzigen Garanten dafür, dass es so etwas demokratiesystemisch Notwendiges wie die sog. Vierte Gewalt gibt. Leider sind Medien, die diesem Anspruch genügen eine absolute Ausnahmeerscheinung, ja gar Exoten, und umso mehr unterstützenswert. Südtirol zeichnet sich darüber hinaus speziell dadurch aus, dass die meisten politischen Kräfte, allen voran die bisherige Mehrheitspartei, sich in ein skurriles Abhängigkeitsverhältnis zum sog. Tagblatt der Südtiroler und den damit verbundenen Medien begeben haben... dafür gibt's dann freilich in radikaler Verletzung der par condicio ein Exklusivinterview der SVP-Spitze einen Tag vor den Wahlen ... ich hoffe...rectius ... ich bin mir sicher, dass dies die Südtiroler auf Dauer mehrheitlich nicht mehr goutieren.

Bild des Benutzers Martin Daniel
Martin Daniel 21.10.2018, 18:27

Ein seitenfüllendes Interview auf der 1. Seite des Lokalteils (dem, der zählt) mit dem amtierenden LH am Vortag der Wahl, jenem der "pace elettorale", ist ein Skandal und außer Salto kratzt es keinen!

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Robert Tam... 21.10.2018, 20:21

Tut mir leid, aber die Märtyrerpose von Christoph Franceschini ist nicht glaubwürdig. Wenn die Parteien Werbung schalten, achten sie eben stark auf die Leserzahlen. Genau da ist Salto (noch) sehr schwach, also (noch) keine besonders interessante Werbeplattform.
Trotz geringer Leserzahlen hat aber Salto nicht nur direkt, sondern auch indirekt üppige Förderungen bekommen. Es ist erstaunlich, wieviel Werbung durch öffentliche Institutionen Salto bekommt. Das sind – wenn man sich die kleine Leserschaft von Salto vor Augen hält – wirklich überraschend viele Werbeflächen, die da vom Steuerzahler finanziert werden, das sind nicht nur "ein paar Brösel", wie Franceschini hier vorspielen möchte.

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