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Corona-Impfung

Weg frei für BNT162b2

Grünes Licht für die Freigabe des ersten Corona-Impfstoffs in der EU. In Südtirol sind zuerst Sanitätsangestellte dran. Davon wollen sich 60 Prozent impfen lassen.
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Vorboten des Endes

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Kommentare

Bild des Benutzers Christian I
Christian I 27.12.2020, 20:39

Ich weiss nicht, ob ich falsch liege, ob ich naiv denke, aber die Bilder von heute 27. Dezember fand ich schon ein bisschen lächerlich... wer wurde denn da als erstes geimpft, in Südtirol wie in Italien? In lokale und Italienischen Medien sieht man Videos und Fotos von berühmte Experten die sich vor laufender Kamera impfen lassen und mit Äusserungen wie "adesso mi sento piú forte" kommen.... na ja, man kann's übertreiben, Hauptsache man hat seine "quindici minuti di gloria"...
Ich verstehe wirklich nicht wieso man nicht am Anfang ALLE Bewohner der Seniorenheime und Behindertenheime durchimpfen kann: sie sind die Risikopatienten schlechthin und sie sind diejenige, die am meisten an der Einsamkeit gelitten haben. Was meine Augen sehen mussten lässt sich schwer beschreiben, einfach nur traurig!

Bild des Benutzers G. P.
G. P. 27.12.2020, 21:12

Ein Medienspektakel sondergleichen wurde inszeniert. Angefangen von der Show am Brenner mit Trikolore, Extra-Ausfahrt von der Autobahn, Polizei-Eskorte mit Blaulicht usw. über die Übergabe von 145 (!) Impfdosen am Sonntagmorgen in Bozen durch das Militär bis hin zu den ersten Impfungen an bekannten Persönlichkeiten. Widerlich, einfach widerlich das Ganze.

Bild des Benutzers Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 27.12.2020, 21:24

Der Polensprinter mit den zwei kleinen Paketen der ersten Impfdosen hat am Brenner für eine Show herhalten müssen. In Bozen hat er nicht angehalten, was wohl praktisch gewesen wäre. Statt dessen wurde ein kleines Paket mit einem großen Transportflugzeug von Rom nach Verona gebracht und dann vom Militär nach Bozen. Umständlicher geht es nicht.

Bild des Benutzers Christian I
Christian I 27.12.2020, 21:42

und apropos 145 Impfdose, jetzt werde ich vielleicht wieder ein bisschen naiv klingen, aber:
- man wusste schon Anfang Dezember, dass 2 Impfstoffe demnächst zugelassen werden, da sie ja schon damals als sicher galten (das mit der EMA klingt eh nur nach lästige Bürokratie...)
- man wusste schon seit November was man alles brauchen würde um die Imfkampagne durchzuziehen
- es heisst immer wieder, dass diese Impfstoffe leicht und in grosse Mengen herstellbar sind;
dann verstehe ich nicht wieso nicht auch alle andere Pharmaproduzenten (Italien hat ja selbst eine grosse Pharmaindustrie) mithelfen können grössere Mengen an Impfdosen zu produzieren? Damit man in wenige Monate alle durchimpfen kann!
Da frage ich mich (wieder ein bisschen naiv), sind Patente, Rechte und wirtschaftliche Interessen wieder ein mal stärker als menschliche Interessen und Tausende von Kranke und Tote? Schreien die Politiker nicht immer so laut wie es ihnen am Herzen liegt Menschen zu retten? Von wegen Gesundheit...

Bild des Benutzers Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 27.12.2020, 21:47

Das Problem ist nicht die ausreichende Produktion von Impfstoffen, sondern die gerechte Verteilung.

Bild des Benutzers Marta Treibenreif
Marta Treibenreif 28.12.2020, 08:33

Es fehlen ethische Regeln für eine Pandemie: für die Triage, für die Verteilung des Impfstoffes u.v.m.

Bild des Benutzers Josef Prantl
Josef Prantl 06.01.2021, 14:36

Vorweg: Ich bin kein Impfgegner. Allerdings finde ich die Art und Weise, wie kritische Stimmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie als Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker hingestellt werden, sehr bedenklich. Dass große Teile der akademischen Welt stillschweigend die Corona-Maßnahmen hinnehmen, finde ich fragwürdig. Das zeigt sich wieder einmal bei der ganzen Diskussion um den Impfstoff, der für die meisten die Rettung darstellt. Im Durchschnitt dauert das Testverfahren eines Impfstoffes 8-10 Jahre, bis er zugelassen wird. Dass die nun zugelassenen Impfstoffe unter Zeitdruck und durch Zusammenlegung der Prüfphasen (Teleskopierung) entwickelt wurden, muss gesagt werden. Dass sich durch die Verkürzung üblicher Beobachtungszeiträume das Risiko erhöht, dass Nebenwirkungen während der klinischen Phase unerkannt bleiben, muss auch gesagt werden. Ein weiteres Problem ergibt sich daraus, dass derzeit fast alle Impfstoffe an jüngeren Erwachsenen und nicht an älteren Menschen mit deutlich höherem Risiko für schwere Verläufe getestet wurden. Auch wird in den Studien die sogenannte "sterile Immunität", also inwieweit durch die Impfung eine Immunität erreicht wird, kaum berücksichtigt. Die bisher publizierten Ergebnisse der laufenden Impfstudien lassen das kaum erwarten. Um so wichtiger scheint mir ein breiter wissenschaftlicher gesellschaftlicher Diskurs über die Impfstoffsicherheit. Es geht aber auch um die Frage, wer in Zukunft Zugang zum Impfstoff hat und wer nicht. Es darf nicht zu einem Impfstoffnationalismus kommen. Der Zugang zu den Impfstoffen darf sich nicht nach der Zahlungsfähigkeit, sondern muss sich nach dem Bedarf richten. Außerdem sind transparente und gründliche Studien von Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe zu gewährleisten.

Bild des Benutzers Klemens Riegler
Klemens Riegler 06.01.2021, 14:42

Stimme ich voll zu! Und zu: ..."Auch wird in den Studien die sogenannte sterile Immunität ... kaum berücksichtigt" ... dafür braucht es eben noch etwas ZEIT! Wir werden es wohl erst in einigen Monaten definitiv wissen.

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