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Transit

Wipptaler Front

Die Wipptaler Bürgermeister dies- und jenseits des Brenners machen gegen den Transitverkehr mobil. Es sei bereits jetzt fünf nach zwölf.
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Die Wipptaler Bürgermeister trafen sich vor kurzem im Bildungshaus von Pfons. Oberstes Ziel dieses Treffens war es, die Gemeinschaft der Gemeindeverwalter nördlich und südlich des Brenners zu stärken. Zu diesem Zweck will man sich von nun an häufiger treffen.
Das alles beherrschende Thema war dabei der Transitverkehr. Alle Bürgermeister waren sich einig, dass es in dieser Frage schon fünf nach zwölf sei und mahnten geschlossen Handlungsbedarf an, wolle man nicht den Kollaps riskieren, die Bevölkerung übermäßig belasten und die Mobilität in der eigenen Region benachteiligen.
Oberstes Prinzip müsse der Zusammenhalt der Europaregion Tirol in dieser Frage sein. Zentrale Forderungen waren: Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene. Dabei sollen alle vorhandenen Ressourcen genutzt werden, da zu befürchten sei, dass der BTT nicht fristgerecht in Betrieb genommen werden könne, so die Bürgermeister. Um die heimische Bevölkerung vor dem Lärm zu schützen, sollte ehestens ausschließlich neues Rollmaterial verwendet werden.
Alle Alpentransversalen müssen gleich viel kosten. Das Schweizer Modell muss hier als Vorbild dienen. Kein Umwegverkehr mehr und nur vollbeladene LKWs sollten den Brenner passieren
Kein Ausweichverkehr auf die Landes- und Staatstraßen. Tirol macht es vor, auch in Südtirol muss hier eine Lösung umgehend auf den Tisch.
Die Nordtiroler Bürgermeister berichteten auch von den Ausgleichszahlungen der ASFINAG an die Wipptaler Gemeinden. In diesem Bereich schauen die Südtiroler Gemeinden nach wie vor durch die Finger. „Hier muss sich was ändern, Belastung zum Nulltarif kann es auch bei uns nicht mehr geben“, so Franz Kompatscher, Bürgermeister der Gemeinde Brenner.
Über die europäischen Förderprogramme sollen in Zukunft die Wipptaler Expertengespräche organisiert werden. Ein Forum, das in Verkehrsfragen fachlich und professionell beraten soll.
Ein weiteres großes Thema war auch die Mobilität im Wipptal. Die Verbindung und die Verbundsysteme zwischen Bozen und Innsbruck sollen nach dem Willen der Bürgermeister deutlich verbessert und vereinheitlicht werden.
Auch den Radtourismus will man gemeinschaftlich ankurbeln. Die Mountainbike-Verbindung Zillertal, Schmirn, Vals, Brenner, Pfitsch soll angegangen werden. Man zeigte sich überzeugt, dass dies eine touristische Bereicherung für die Region werden könnte.
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