Quantenmikroskop
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Quantenphysik

Neue Horizonte

Der in Brixen geborene Quantenphysiker Hannes Pichler erhält im sechsköpfigen Team einen der renommierten „New Horizons Prize in Physics“, mit 100.000 Dollar dotiert.
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Für einen der fünf Hauptpreise beim „Breakthrough Prize“, der seit 2012 vergeben wird und mit jeweils 3 Millionen Dollar der höchstdotierte Wissenschaftspreis ist, hat es noch nicht gereicht. Der von Facebook Sponsor Marc Zuckerberg mitfinanzierte Preis wird in drei Haupt-Kategorien vergeben: Life Sciences, Fundamental Physics, Mathematics. Pichler (Universität Innsbruck; Österreichische Akademie der Wissenschaft) teilt sich den Preis mit Hannes Bernien (University of Chicago), Manuel Endres (Caltech), Adam M. Kaufman (Joint Institute for Laboratory Astrophysics; National Institute of Standards and Technology; University of Colorado), sowie Kang-Kuen Ni (Harvard University) und Jeff Thompson (Princeton University). Begründet wurde die Entscheidung „für die Entwicklung von optischen Fallen für neutrale Atome und deren Anwendung in Quanteninformationsverarbeitung, Metrologie und Molekülphysik“ („For the development of optical tweezer arrays to realize control of individual atoms for applications in quantum information science, metrology, and molecular physics.“).
In der Presse-Aussendung der Universität Innsbruck wird die Arbeit Pichlers und seiner Kollegen, mithilfe von Laserlicht Atome in „hochangeregte Zustände, sogenannte Rydbergzustände“ zu versetzen, wodurch sie miteinander verschränkt werden, also auch auf große Distanz miteinander interagieren. Dadurch werde gezeigt „wie man verschiedenste Quantenalgorithmen ausführen kann, und neue Möglichkeiten zur Realisierung von Quantencomputern eröffnet.“
 
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Hannes Pichler: Ein Wissenschaftler aus Südtirol leistet an der Universität Innsbruck wichtige Beiträge zur Quantenphysik, vielleicht auch zu Quantencomputern. | Foto: M.R.Knabl
 
Bereits Anfang diesen Jahres war dem 2020 ans Institut für Quantenoptik und Quanteninformation (IQOQI) in Innsbruck berufenen Wissenschaftler eine Ehre zu Teil geworden: Er erhielt den ERC St­ar­ting Grant des Europäischen Forschungsrates, die höchste Auszeichnung Nachwuchswissenschaftler:innen in Europa ist mit 1,5 Millionen Euro dotiert.
Pichler, Jahrgang 1986, forscht auf den Gebieten Quantenoptik, Quanteninformationsverarbeitung und Quantenvielteilchenphysik, einen kleinen Einblick in seine Tätigkeit bietet das Video in der Infobox. Im Titelbild ist das Quantenmikroskop der Universität Innsbruck zu sehen.
 

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