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Paul und der Wolf

Der, der NICHT mit dem Wolf tanzt
Community-Beitrag von Fabian Gufler24.07.2019
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Die Debatte rund um den Umgang mit Großraubtieren wird in Südtirol sehr emotional geführt, sei es von Seiten der Wolfsbefürworter als auch von Seiten der Gegner. Mittlerweile haben alle Parteien im Land Stellung zu diesem Thema bezogen, legen ihre Sicht der Dinge dar und unterstützen die jeweilige Gruppe. Die Südtiroler Volkspartei besteht beispielsweise darauf sogenannte Problemwölfe entnehmen zu können, um das Weidevieh der Bauern zu schützen und damit deren Grunderwerb und die Landschaftspflege zu sichern. Dieser Forderung schließen sich die Freiheitlichen, die Südtiroler Freiheit und die Lega an. Anders als die Grünen, welche sich als vermeintliche Tierschützer ausgeben (Moment: wie gehen Tierschutz und Schafsrisse zusammen?) und die Wiederansiedlung der Raubtiere als positiv bewerten.

Somit haben alle Parteien des Landes eine klare Position in der Debatte, legen für und wider dar und nehmen Bezug. Alle? Nein, eine fehlt: die Bewegung rund um Paul Köllensperger hat in dieser polarisierenden Thematik bislang keine großen Töne von sich gegeben, was verwunderlich ist, wird diese Debatte doch schon seit Monaten intensiv geführt.

Auch bei der Abstimmung über den von den SVP- Abgeordneten Locher, Noggler und Vallazza eingebrachten Antrag Nr. 114/19, „Für ein Wolfsfreies Südtirol“ (nach Abänderungsantrag „Südtirols sensible Gebiete wolfsfrei halten”), welcher am 04. Juli im Landtag behandelt wurde, kam von Seiten des Team Paul Köllensperger nicht mehr als inhaltlose Worthülsen. Der Fraktionschef und Gründer der Bewegung selbst verließ bei der Abstimmung über diesen Beschlussantrag gar den Plenarsaal und glänzte mit Abwesenheit. Auch vom ehemaligen Bürgermeister Freienfelds Peter Faistnauer kam nicht mehr als der Vorschlag, die Landesbevölkerung in dieser Thematik besser aufzuklären und die Herdenschutzkosten für die Bauern zu übernehmen. Herzlich wenig wenn man bedenkt, dass es erst im Mai diesen Jahres mehrere Wolfsrisse in seiner Heimatgemeinde gab. Betrachten wir das Abstimmungsverhalten der Bewegung als Ganzes, hat die Fraktion mehrheitlich gegen den Antrag gestimmt- und doch nie klar Position zum Thema bezogen.

Warum kommt also so wenig von der Bewegung rund um Köllensperger? Will man nicht anecken, jemand verärgern oder gar Wählerstimmen verlieren? Die Debatte um den Wolf wird hitzig geführt, mit einer klaren Position bringt man die Gegenseite gegen sich auf.

Noch in den Landtagswahlen 2018 wurde vom Team Köllensperger immer wieder betont, dass man eine klare Regierungsabsicht verfolge. Um dies zu verdeutlichen, möge man sich auch in heiklen Debatten klar positionieren und Lösungsvorschläge darlegen - nicht am Rande stehen und bequem den Beobachter spielen.

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Kommentare

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elisabeth garber 24.07.2019, 15:59

Offensichtlich gibt es für " Paul" wichtigere politische Anliegen... als mit dem Wolfs-Tango auf Stimmenfang zu gehen?!

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Fabian Gufler 24.07.2019, 16:36

Sehr geehrte Frau Garber,
Sicherlich misst die ein oder andere Partei diesem Thema mehr oder weniger Relevanz zu, doch sollte man aus meiner Sicht einer so viel diskutierten Thematik nicht stillschweigend aus dem Weg gehen.

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elisabeth garber 24.07.2019, 17:18

Sehr geehrter Herr Gufler, Sie haben mit Ihrer Ansicht natürlich *auch* recht. Ich habe nur meine Meinung zu Ihrem Beitrag, der mir ja gefällt(!), geschrieben...und nehme für mich in Anspruch eben *auch* recht zu haben.

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Blaas Walter 24.07.2019, 18:37

"Der Fraktionschef und Gründer der Bewegung selbst verließ bei der Abstimmung über diesen Beschlussantrag gar den Plenarsaal und glänzte mit Abwesenheit." Solcherart Verhalten hatte der damalige Abgeordnete der 5* Bewegung schon in der letzten Legislatur häufig an den Tag gelegt. Bei heiklen Themen kurz vor der Abstimmung im Plenarsaal einfach "abtauchen" So bleibt man beliebig und eckt nicht an.

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elisabeth garber 25.07.2019, 13:24

Mehr als "beliebig" ist Köllensperger wohl beliebt...und seit wann ecken Fraktionschefs von Oppositionsparteien nicht an?

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Manfred Heiss 26.07.2019, 08:25

Peter Faistnauer vom Team Köllensperger hat sich schon um die Wolfsproblematik gekümmert, da war die Milchbubi-Fraktion der SVP noch im Tiefschlaf. https://www.facebook.com/zeno.frei/videos/665463453908866/

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Ein Leser 26.07.2019, 09:51

Etwas befremdlich ist aber „(S)eine Frage an die zuständigen Politiker“ ab Minute 1:20 ca.
Als Landtagsabgeordneter ist er ein zuständiger Politiker im höchsten gesetzgebenden Organ Südtirols.

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Anton Wilhalm 26.07.2019, 08:53

Mir ist Paul (der nicht mit dem Wolf tanzt) lieber als die Svp, die mit dem Flughafen nach der Lobby tanzt und das V(olk) aus ihrem Namen streichen sollte. Wer von der Svp hat denn bei einigen Abstimmungen z.B. Flughafen und bei so einigen anderen Themen (Rentenerhöhung, Sanitätsreform) den Saal verlassen? Paul hat zumindest verstanden, dass es wichtigere Themen gibt, als um den Wolf zu tanzen. Die Wolfstänze sind vor den Wahlen zur Genüge zu bewundern!

Bild des Benutzers Günther Alois Raffeiner
Günther Alois Raffeiner 26.07.2019, 11:45

Herr Gufler es stimmt nicht,dass sich das TK und Herr Köllensperger nicht um die Wolfsthematik gekümmert haben,schauen sie sich mal bitte das Video von Herrn Faistnauer TK das Ostern gemacht wurde an ,und behaupten sie nicht Sachen die nicht der Wahrheit entsprechen. Wenn ein vielbeschäftgter ,hochgradiger Politiker früher die Abstimmung verlässt wird er seine Gründe gehabt haben,man sollte jemanden nicht etwas unterstellen,wenn man nicht weiss was Sache ist! Übrigens die SVP Grandezze verlassen prinzipiell zu hauf den Sitzungssaal wenn es brenzlig wird, zu auch unangenehmen Themen zu stehen. Ich könnte ihnen da Beispiele aufzählen,das würde hier den Rahmen sprengen. Hören sie auf das TK und Herrn Köllensperger grundlos zu diffamieren,gerade ihr SVPler mit euren RIESENSKANDALEN solltet mit fadenscheinigen Aussagen vorsichtiger sein,der Schuss könnte nach hinten losgehen,junger Mann.Wünsche ihnen viel Glück für ihr Studium!!!!

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