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Euregio Frauen-Landesversammlung Trient
Chancengleichheit

Chancengleichheit unter uns Frauen

Fangen wir Frauen doch an, uns Frauen untereinander mehr Wertschätzung zu geben.
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Kürzlich fand in Trient die Euregio Frauen-Landesversammlung „Chancengleichheit in der Euregio: eine Herausforderung“, statt. Josefa Romy Brugger, Ida Lanbacher und ich, Erna Marsoner Huber, politische Vertreterinnen der BürgerUnion, waren mit dabei.

Es wurden die Ergebnisse einer Studie, die vom Dreierlandtag mit Beschluss Nr. 15 vom 21.04.2016 in Auftrag gegeben wurde, vorgestellt. Man hat versucht, die realen Lebensbedingungen der Frauen und Männer, die Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern in der Euregio zu verstehen und zu dokumentieren. Beschäftigung und Vereinbarung von Beruf und Familie, Gewalt gegen Frauen, Gender-Medizin und die politische Beteiligung der Frauen standen auf der Tagesordnung. In den letzten Jahrzehnten gab es in vielen Bereichen große Veränderungen. Positive, mühevoll erworbene Veränderungen für die Frauen, und es gilt weiterhin am Ball zu bleiben um nicht ins Mittelalter zurück zu fallen.  

Ich nutze diese Gelegenheit und möchte ein wenig zum Nachdenken anregen.

Wie sieht es mit der Chancengleichheit unter uns Frauen aus?

Als größte Diskrepanz erwähne ich hier das Ungleichgewicht zwischen Angestellten in der Privatwirtschaft und öffentlich Bediensteten. Bis zum heutigen Tag gibt es enorme Unterschiede, die längst behoben gehörten. Lösung dafür: die Landesregierung müsste die gesamte Elternzeit für Mütter in der Privatwirtschaft übernehmen. Dies wäre dann eine Chancengleichheit unter uns Frauen.

Ein sehr heikles Thema, das politisch und gesellschaftlich einen höheren Stellenwert erhalten muss, ist der Wert der Familien- und Elternarbeit. Meist sind es Frauen, die sich großteils um die Betreuung der Kinder und pflegebedürftiger Angehöriger kümmern. Selbständige Mütter sowie Alleinerziehende dürfen auf keinen Fall vergessen werden! Laut Visionspapier des Forum Zukunft Kind ist der Familienarbeit derselbe Stellenwert in der Gesellschaft zuzuschreiben, wie der Erwerbsarbeit. Dazu muss ich ganz klar sagen, dass der Familienarbeit dann auch finanziell derselbe Stellenwert wie der Erwerbsarbeit gewährt werden muss. Klartext: Eltern/Mütter, die ihre Kinder zu Hause selber betreuen, müssen finanziell unterstützt werden. Dies wäre somit in diesem Bereich auch Chancengleichheit unter uns Frauen.

Fangen wir Frauen doch an, uns Frauen untereinander mehr Wertschätzung zu geben! Frauen, die ihre Kinder in den ersten Lebensjahren selber erziehen, und Frauen die ihren Beruf ausüben und die Kinder in ausserfamiliäre Betreuung geben. Auch hier gilt: Chancengleichheit unter uns Frauen.

 

Erna Marsoner Huber

Vorstandsmitglied der BürgerUnion

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