Gasser, Harald
Aspingerhof.com
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Protest

Auf dem elektrischen Stuhl

Harald Gasser wird international als Südtiroler Vorzeigebauer gehandelt. Eine Hochspannungsleitung gefährdet jetzt aber die Existenz des Pioniers im alternativen Anbau.
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Kommentare

Bild des Benutzers Ursula Pichler
Ursula Pichler 28.12.2020, 07:44

Herr Gasser, ich beobachte und bewundere schon lange Ihren Mut und wünsche Ihnen besonders jetzt viel Kraft und viele UnterstützerInnen, Ihre...im Grunde doch unsere gemeinsamen Prinzipien weiter zu verfolgen. Sie sind aktiv, konsequent und das beste Beispiel, wie sich der für SÜDTIROL gewünschte NACHHALTIGE LEBENSRAUM in die Realität umsetzen ließe. Gerne unterschreibe ich Ihre Petition, doch leider funktioniert der Link nicht.

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Christoph Franceschini 28.12.2020, 08:16

So jetzt müsste der Link funktionieren.

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rotaderga 28.12.2020, 08:34

Schiebel und Bär vom Umweltinstitut, warum habt ihr zum Aspinger noch keinen Bericht geliefert?

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Martin Leitner 28.12.2020, 09:16

Hallo, welche Tatsache führt dazu, dass die neue Hochspannungsleitung die Existenz des Hofes gefährdet? Es besteht ja bereits eine Freileitung und laut im Artikel abgebildetem Plan wird die geplante neue Trasse ja bereits weiter vom Hof entfernt. Die Höhe des Masten und die Potenzierung der Leistung kann nicht der Grund sein da Terna ja verpflichtet ist Grenzwerte einzuhalten. Leider gibt der Artikel auf den Aufmacher des Artikels keine Antwort.

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rotaderga 28.12.2020, 09:36

Lieber Martin Leitner, die Antwort kannst du dir vielleicht auch selbst geben:
verweile in Hocke senkrecht unter einer 350KV Leitung bei Nebel oder erhöhter Luftfeuchte, betrachte deine Haarpracht und höre das Knistern und vernehme das Bitzeln deiner Füße im Gras.

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Martin Leitner 28.12.2020, 10:13

Hallo Rotaderga,
Nein, die Antwort kenne ich nicht. Es stellt sich für mich noch nicht der Bezug zur zukünftig nicht mehr gegebenen Existenzgrundlage des Hofes her. Mir ist nicht bekannt dass eine Stromleitung das Pflanzenwachstum beeinflusst. Zudem ist eine maschinelle Bearbeitung der Flächen weiterhin gegeben. Auch ist es erlaubt weiterhin alle Kulturen anzupflanzen. Einzige Ausnahme sind wahrscheinlich hochwüchsige Bäume, Äpfel und Streuobst zählen hier aber nicht dazu.

Bild des Benutzers rotaderga
rotaderga 28.12.2020, 11:06

Nochmals, probieren geht über studieren, und bei Nacht wird alles auch mit Miniblitzen sichtbar.
Kenne Fälle wo Wohn - Wirtschafts-Gebäude sich unter Hochspannungsleitungen befinden. Weder bei Mensch noch bei Tier stellt sich Nachwuchs ein.... bei Pflanzen fehlt mir die Beobachtung.

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Albert Hofer 28.12.2020, 11:32

Die aktuelle Situation ist, dass eine Hochspannungsleitung beim Aspinger fast übers Hausdach verläuft und eine zweite in ca. 40 Meter Entfernung... Die sollen laut Terna-Planung beide abgebaut und durch eine einzige 50 Meter entfernte Leitung ersetzt werden. Man kann jetzt diskutieren, was einem lieber ist. Zwei 132-kv-Stromleitungen übers Grundstück (davon eine praktisch neben dem Schlafzimmer) oder eine 132+220-kv-Stromleitung in 50 Meter Entfernung?

Bild des Benutzers Martin Leitner
Martin Leitner 28.12.2020, 19:07

Hallo Rotadegra, herr Hofer bringt in seinem ersten Kommentar die Sache auf den Punkt. Es geht darum dass der Artikel auf ein „Todesurteil“ anspielt, dieses aber nicht genauer erläutert. Ganz egal wo welche Leitung steht und gebaut wird.
Herr Mur, danke für die Erklärung.

Bild des Benutzers Albert Hofer
Albert Hofer 28.12.2020, 11:00

Hab mir das grad mal genau angeschaut, der Artikel scheint leider nicht exakt die Ist-Situation darzustellen, die dann auch ein etwas anderes Licht auf die Pläne wirft.

Aktuelle Situation: Zwei (!) 132-kv-Stromleitungen direkt neben dem Haus, eine vielleicht 5 m vom Haus entfernt, die andre ungefähr 40 m.

Planung der Terna: Demolierung der zwei aktuellen Stromleitung und Neubau einer kombinierten 132+220-kv-Stromleitung, die dafür dann etwa 50 m vom Haus entfernt ist.

Warum zwei aktuell bestehende 132-kv-Stromleitungen (und eine davon läuft praktisch fast schon übers Hausdach) akzeptabel sein sollen, aber eine als Ersatz dafür weiter vom Hof entfernt aufzubauende 132+220-kv-Stromleitung dann das "Todesurteil" darstellen soll, bleibt im Dunkeln.

Bild des Benutzers Erich Mur
Erich Mur 28.12.2020, 11:36

Terna ersetzt ab 2026 die jahrzehntealten Hochspannungsleitungen mit modernen verstärkten Leitungen durch das Eisacktal, um mehr Sicherheit bei Grenzwerten und in der Stromversorgung zu gewährleisten, vor allem in Hinblick auf die Inbetriebnahme des BBT.
Die Landesregierung hat in Verhandlungen erreicht, dass beim Neubau im Barbianer Gemeindegebiet ALLE veralteten Hochspannungsleitungen abgebaut und entfernt und damit von derzeit sechs (!) alten auf zwei neue Leistungstrassen reduziert werden. Derzeit führen drei (!) davon über den Aspingerhof, eine unmittelbar über den biologischen Gemüseacker.
Die Forderung nach einer unterirdischen Verlegung der zwei neuen Trassen als Ersatz für die bestehenden sechs Freileitungen in Barbian habe ich als Bürgermeister schon vor langer Zeit bei Terna deponiert. Sie wurde abgelehnt: Eine der beiden neuen Leitungen, nämlich jene im Tal, wird sehr wohl unterirdisch auf der Staatsstraße durch Kollmann gebaut, die zweite müsse aus Sicherheitsgründen oberirdisch verbleiben, so die Terna.
In der Folge habe ich mich dafür engagiert, dass die neue oberirdische Leitung in weitestmöglichem Abstand zu allen Wohngebäuden geplant wird. Dies führte zu kleineren Trassenverschiebungen seitens der Terna. Diesbezüglich muss ich einiges am Artikel richtigstellen:
„Verschlechtert sich die Situation in Barbian“: NEIN! Die bestehenden sechs Freileitungen werden zur Gänze abgebaut und mit zwei neuen potenzierten, aber technisch sichereren als den alten Leitungen ersetzt: eine unterirdisch, eine oberirdisch. Das ist keine Schlechterstellung! Auch nicht für den Aspingerhof, der heute von drei Leitungen teils in unmittelbarer Hofnähe, morgen dagegen von einer einzigen in mindestens 70 Metern Entfernung betroffen ist.
Der ursprünglich geplante Trassenverlauf wurde geändert. Das ist richtig

Bild des Benutzers Georg Lechner
Georg Lechner 28.12.2020, 11:43

Eine unterirdische Verlegung braucht bei Hochspannung eine massive Isolation (und damit entsprechenden finanziellen Mehraufwand), wäre aber angesichts des klimawandelbedingt erhöhten Risikos von Elementarereignissen (Lawinenabgänge, Leitungsriss durch Nassschnee oder Druckwellen bei Staublawinen) in der Erhaltung günstiger.

Bild des Benutzers Erich Mur
Erich Mur 28.12.2020, 11:43

Es stimmt, der ursprünglich geplante Trassenverlauf wurde geändert: Allerdings nicht, um die Grundstücke eines mir bekannten Unternehmers (warum nennen Sie ihn nicht gleich beim Namen?) auszuklammern und den Aspinger zu „schädigen“, sondern um die Entfernung zu den Wohngebäuden betroffener Höfe zu erweitern - was von Anbeginn an mein allergrößtes Anliegen war und bleibt! Es wäre also nicht darum gegangen, die Stromleitung zwei Nachbarn hinüberzuschieben (Zitat Gasser), sondern vor allem darum, dass bei eben diesen Nachbarn die Freileitung nur auf rund 30 Metern Entfernung von ihren Wohngebäuden gebaut worden wäre. Dies scheint Herr Gasser laut seinen Zitaten im Artikel verstanden zu haben.
Was allerdings den Unternehmer und dessen Grundstücke anbelangt, empfehle ich Herrn Gasser eine genauere Lektüre der Planung: Des Unternehmers Grundstücke waren nämlich im Ursprungsprojekt unberührt und sind jetzt nach den Änderungen vom Leitungsbau betroffen!
Es ist Herrn Gassers gutes Recht, sich ebenso wie ich für die unterirdische Leitungsverlegung stark zu machen und konstruktive Kritik zu üben. Dieser habe ich mich als Bürgermeister jederzeit zu stellen.
Worüber ich nicht öffentlich streite, sondern mir rechtliche Schritte vorbehalte, sind die persönlichen Diffamierungen.
Erich Mur

Bild des Benutzers Louis de Funès
Louis de Funès 28.12.2020, 19:53

Wie wär's mit ein bisschen besserer Recherche Herr Franceschini?

Bild des Benutzers Michael Kerschbaumer
Michael Kerschbaumer 29.12.2020, 07:29

Nehme an, die beschuldigte Seite kommt auch zu Wort Dr. Franceschini!

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