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Neonicotinoide

"Ein guter Tag für die Bienen"

Jubel im Namen der Bienen: Die EU-Staaten haben einem Freilandverbot für einige bienenschädliche Insektengifte zugestimmt.
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„Ein guter Tag für den Schutz der Bienen in Europa“, „ein wichtiger Schritt zur Rettung der Bienen und damit zur Erhaltung der Landwirtschaft“ oder: „Ein riesiger Erfolg. Die für Bienen so gefährlichen Neonics kommen endlich vom Acker – europaweit!“: Mit solchen Jubelmeldungen wurde am Freitag  das Verbot für einige bienenschädliche Insektengifte  durch den zuständigen EU-Ausschuss in Brüssel begrüßt. Von Umweltschutzverbänden und Anti-Pestizid-Initiativen, aber auch so mancher Regierungsvertreterin wie Deutschlands Bundesagrarministerin Julia Klöckner. „Die Gesundheit der Bienen bleibt für mich von größter Bedeutung, weil sie Artenvielfalt, Lebensmittelproduktion und Umwelt betrifft", sagte auch EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis.

Verboten wird von der EU die Anwendung von drei Arten von Neonicotinoiden -  den Pflanzenschutzmittelwirkstoffe Imidacloprid, Thiamethoxam und Clothianidin – im Freiland.  In Gewächshäusern dürfen sie dagegen weiter eingesetzt werden. Das Verbot wird mit Jahresende in Kraft treten. 

Neonicotinoide finden in der Landwirtschaft breite Anwendung und sind für Insekten deutlich giftiger als für Säugetiere oder Vögel. Sie greifen das zentrale Nervensystem an, können lähmen oder zum Tode führen.  Honigbienen, Hummeln und Wildbienen wurden dabei immer wieder als besonder gefährdet hevorgehoben. Auch von der EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa). Sie hatte die Schädlichkeit der Neonicotinoide für Honigbienenbestände in einer ersten Studie aus dem Jahr 2013 bestätigt. Im Februar 2018 folgte eine Neubewertung, die auch die Gefahr für Wildbienenbestände hervorhebt. "So eindeutig, dass die Politik nicht mehr entkommen kann“hatten Experten damals gemeint. Auch in Südtirol wurden die Chemikalien immer wieder in Zusammenhang mit dem Bienensterben gebracht.

Koen Hertoge von PAN Italia begrüßte die Entscheidung der Mehrheit der EU-Staaten, zu denen auch Italien gehörte. „Diese Entscheidung kommt sicherlich auch der Südtiroler Landwirtschaft zugute, da die Bienen die Bestäubung der Anbauflächen garantieren."

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