Schneefall Pfalzen
LPA/FF Pfalzen
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Wetterbilanz

Detlef, Heiner, Ingmar brechen Rekorde

Ein überdurchschnittlich niederschlagsreicher November geht zu Ende. Und doch war es wärmer als normalerweise.
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Sie trugen die Namen “Detlef”, “Heiner” und “Ingmar” – und haben Südtirol beinahe ins Chaos gestürzt. Die drei Mittelmeertiefs, die Mitte des Monats über das Land hinweggezogen sind, haben neue Niederschlagsrekorde beschert. “Südtirolweit wurden rund 250 Liter pro Quadratmeter gemessen, die Spitzen reichten bis 350 Liter pro Quadratmeter – das ist drei- bis viermal so viel wie in einem durchschnittlichen November”, berichtet Landesmeteorologe Dieter Peterlin. Im Pustertal habe es noch keinen einzigen Monat, der so niederschlagreich war wie der zu Ende gehende November – “also ein neuer Rekord seit Messbeginn im Jahre 1921”.

Bereits Anfang des Monats hat es immer wieder ausgiebig geregnet und geschneit, bevor zwischen 12. und 17. November die Niederschlagsfronten im Zweitagestakt Südtirol erreichten. Peterlin erklärt: “Anfangs verursachte vor allem Schneebruch die größten Probleme: Aufgrund der durchnässten Böden und durch die Last des schweren feuchten Schnees stürzten reihenweise Bäume auf Straßen und Stromleitungen. Später kamen auch noch Gleitschneelawinen, Vermurungen und Rutschungen dazu.”

Trotz des Wintereinbruchs mit einer relativ niedrigen Schneefallgrenze lagen die Temperaturen im November leicht über dem langjährigen Durchschnitt mit einer Abweichung von einem halben bis zu einem Grad Celsius. Die höchste Temperatur des Monats von 15 Grad Celsius wurde am 4. November in Bozen gemessen. Am kältesten war es am Morgen des 14. November in Welsberg mit minus 13 Grad.

Temperaturabweichung Bozen
Temperaturabweichung in Bozen: in den vergangenen zwei Jahren gab es nur zwei zu kühle Monate, einen durchschnittlichen – die anderen waren allesamt zu warmTemperaturabweichung (Grafik: Dieter Peterlin)

 

“Auf den Bergen in 2000 m Höhe liegen jetzt zwischen ein und eineinhalb Meter Schnee. In den vergangen 20 Jahre hat der meteorologische Winter selten so schneereich begonnen wie heuer”, resümiert Peterlin.

 

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