tiefenthaler_schuler_nachhaltigkeit.jpg
Salto.bz
Advertisement
Advertisement
Landwirtschaft

„Wir bemühen uns“

Kohlenstoff-Kataster, neue Pflanzensorten, Ausbau von Photovoltaik-Anlagen und Weinflaschen-Produktion – wie Südtirols Landwirtschaft dem Klimawandel begegnen will.
Von
Bild des Benutzers Astrid Tötsch
Astrid Tötsch08.09.2022
Advertisement

Support Salto!

Unterstütze unabhängigen und kritischen Journalismus und hilf mit, salto.bz langfristig zu sichern! Jetzt ein salto.abo holen.

Salto Plus

Liebe/r Leser/in,

dieser Artikel befindet sich im salto.archiv!

Abonniere salto.bz und erhalte den vollen Zugang auf etablierten kritischen Journalismus.

Wir arbeiten hart für eine informierte Gesellschaft und müssen diese Leistung finanziell stemmen. Unsere redaktionellen Inhalte wollen wir noch mehr wertschätzen und führen einen neuen Salto-Standard ein.

Redaktionelle Artikel wandern einen Monat nach Veröffentlichung ins salto.archiv. Seit 1.1.2019 ist das Archiv nur mehr unseren Abonnenten zugänglich.

Wir hoffen auf dein Verständnis
Salto.bz

Abo holen

Bereits abonniert? Einfach einloggen!

Advertisement
Advertisement

Kommentare

Bild des Benutzers Franz Pattis
Franz Pattis 08.09.2022, 13:10

Bei der massiven Gülleausbringung muss die Landwirtschaft zuerst mal kräftig den Hebel ansetzen. Es kann doch nicht sein, dass vom Talboden bis hinauf ins Hochgebirge ganze „Seen“ von Gülle angelegt bzw. ausgebracht werden! Denn damit wird der Boden bis hinab ins Grundwasser (auch zum Schaden unserer Gesundheit) total verseucht und der Biodiversität ein Dolchstoß verpasst. Und was ich ehrlich gesagt als Laie in dieser Problematik nicht verstehe: während früher eigentlich nur Mist ausgebracht wurde, wird heute alles total flüssig begleitet von einem Höllengestank mit einem Arr Tank verspritzt. Vielleicht kann mir das mal jemand erklären?
Danke im Voraus!

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 09.09.2022, 08:32

Zitat: „während früher eigentlich nur Mist ausgebracht wurde, wird heute alles total flüssig begleitet von einem Höllengestank mit einem Arr Tank verspritzt.“
Erklärung: es ist (leider) der allgemeine Fortgang der Zeit:
Ich benutze Ihre Datz-Vorlage:
- Während sich früher eigentlich alle zu Fuß oder mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegt haben, wird heute mit Autos und Straßen die Luft verpestet, Mikroplastik verteilt und die Landschaft verbaut;
- Während früher eigentlich in der Freizeit in der Umgebung gewandert sind, wird heute mit einer Tourismusindustrie die halbe Welt verpestet;
- Während früher eigentlich alle regionale Butter zum Kochen und fürs Frühstück verwendet haben, wird heute- und verarbeitetes Pflanzenöl verwendet, wofür Urwälder gerodet und Menschen versklavt werden;
- Während früher eigentlich alle der Angebeteten einen selbst gepflückten Wiesenblumenstrauß geschenkt haben, wird heute ein Rosenstrauß geschenkt, dessen Rosen mit dem Frachtflugzeug aus Peru nach Europa und weiters mit dem LKW von Rotterdam kommen...
.
Die Liste läßt sich beliebig fortsetzen...

Bild des Benutzers Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 09.09.2022, 12:07

Wegen der vielen Gülle gibt es kaum noch Wiesen auf denen man Blumensträuße pflücken kann. Ein Teufelskreis.

Bild des Benutzers Stefan TAFERNER
Stefan TAFERNER 08.09.2022, 14:03

Herr Pattis ich kann Ihnen bestätigen, dass in Südtirol im laufenden Jahr ein Anstieg an ungeniessbaren Trinkwasser besteht. Durch die geringe Witterung (Winter und Sommer) haben sich viele bakteriologische Kolonien im Grundwasser gebildet. Bis dato wurde noch keine Untersuchung zur Ursache unternommen, aber de facto spielt die Viehhaltung eine enorme Rolle. Zur Zeit werden diese Fälle mit UV - Lampen an der Trinkwasserleitung bereinigt.

Bild des Benutzers Franz Pattis
Franz Pattis 09.09.2022, 01:57

Danke Herr Taferner für Ihre wertvollen Infos! Bitte bleiben Sie dran an der Sache und gehen Sie notfalls auch an die Öffentlichkeit, denn es muss sofort ein Umdenken vonseiten der Bauern stattfinden! Im Sinne unserer aller Gesundheit und vor allem derer unserer „Enkel“.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 09.09.2022, 08:11

Die Regeln für die Produktion von Autos, Möbeln, Lebensmitteln gibt die Gesellschaft it dem von ihr beauftragten Gesetzgeber vor: das Umdenken muss in der Gesellschaft und beim Konsumenten stattfinden.
In der Schweiz z.B. hat der Bürger in einer Volksbefragung die Umstellung der Landwirtschaft und der Änderung der Lebensmittelzulassung angelehnt: warum wohl?

Bild des Benutzers rotaderga
rotaderga 09.09.2022, 08:57

Ich bezeichne die Wasserbehandlung durch UV Lampen als reine Beruhigungskosmetik und sogar kontraproduktiv:
das Leben im Wasser wird zwar zeitlich und örtlich sehr begrenzt inaktiviert.
Wer sich aber die Innenwände der Wasserleitungen genauer anschaut wird feststellen, dass eine Ablagerung mit Feinstpartikeln ( Erden Moose Flinz und biologischem Leben usw ) eine mehr oder weniger dicke Schicht bildet. Diese speichert biologisches Leben das in der nahrungsreichen Umgebung (Nitrate) stärker und unnatürlich entfaltet weil vorher alles auf " Null" gesetzt wurde. Klinisch reines Wasser ist nicht erstrebenswert, es sollte Wasser mit einem ausgeglichen natürlichen Gleichgewicht sein. Jauche und Kunstdünger, PSM und nicht zu unterschätzen die Fungizide, sind der Tod der ausgeglichenen Natürlichkeit.

Bild des Benutzers Dietmar Nußbaumer
Dietmar Nußbaumer 08.09.2022, 19:50

Für den Boden und die Umwelt wäre Festmist besser, Gülle ist billiger in der "Produktion". Wenn der Großhandel den Preis runterdrückt bis zum Gehtnichtmehr, versuchen die Landwirte auch die Kosten zu senken. Ein Beispiel dafür, dass Neoliberalismus und Nachhaltigkeit nicht auf eine Kuhhaut passen.

Bild des Benutzers Franz Pattis
Franz Pattis 09.09.2022, 02:02

Herzlichen Dank auch Ihnen für Ihre Infos!
NB. Es muss sich unbedingt was ändern in dieser Problematik denn es ist bereits fünf nach zwölf!

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 09.09.2022, 08:14

Die Änderung ist (wäre) einfach: Lebensmittel, welche unter bestimmten Bedingungen erzeugt werden, unterliegen einem Verkaufsverbot. Leider ist die Gesellschaft (die Konsumenten, Bürger, Wähler) nicht bereit dazu.
Leider.

Bild des Benutzers Stefan S
Stefan S 09.09.2022, 15:58

"(die Konsumenten, Bürger, Wähler)"
Ganz so einfach ist es leider nicht weil wir uns ja auf Grund der Globalisierung im internationalen Wettbewerb befinden und die internationalen Handelsketten über den Preis die Qualität steuern.
Wie sagte mir ein erfahrener landwirtschaftlicher Angestellter im Vinschgau vor ein paar Tagen.
"Bio könnten wir viel mehr aber uns fehlen die Abnehmer."
Es ist vordergründig die Politik die mit entsprechenden Regelungen die Rahmenbedingungen für einer umweltfreundlichere Landwirtschaft vorgeben muss. Aber solange die Subventionen zum aller größten Teil an die Massenhersteller/Großgrundbesitzer fließt ohne entsprechende Auflagen wird sich auch nichts ändern.
Nachhaltigkeit muss belohnt werden und davon sind wir mit unserem Greenwashing wirtschaften noch sehr weit entfernt. Jeder Handelsverband kann sich derzeit sein eigenes Nachhaltigkeitszertifikat zurecht basteln welches meist das Papier nicht wert ist auf dem es geschrieben wurde. Gute Ansätze gibt es reichlich aber die Umsetzung ist mangelhaft weil nicht eindeutig reguliert. Es wird z. B. nur die Recyclingfähigkeit zertifiziert aber nicht die tatsächliche Recyclingquote.

Bild des Benutzers Factum Est
Factum Est 10.09.2022, 01:18

Vinschgau? Ja da wird weiterhin die Kronenberegnung bevorzugt weil die Konzessionen so ausgeschrieben sind dass man nicht Willens ist über Flächendeckende Tropfberegnung umzusteigen. Gerade der Vinschgau als niederschlagsarmes Tal sollte Hier Beispielgebend vorangehen.

Bild des Benutzers Josef Fulterer
Josef Fulterer 10.09.2022, 16:53

Weder der Tiefenthaler, aber auch nicht der Schuler, sind mit ihren "Königreichen" auf dem Weg in eine KLIMA-freudliche Zukunft.
Statt die für die Landwirtschaft vorgesehenen Mittel, im absteigenden Maß zur bearbeiteten Fläche, direkt an die Bauernfamilien zu verteilen, die ihren Hof vernünftig bewirtschaften, treibt der Schuler mit der Laimburg, den Beiträgen und den reichlich gefütterten Verbänden, zusammen mit dem Bauernbund, der mit den Dienstleistungen für die Mitglieder eine stattliche Hofhaltung betreibt, zunehmend mehr Bauern in das Hamsterrad der steigenden Arrbeit, Umsätze und Verpflichtungen.

Bild des Benutzers Dietmar Nußbaumer
Dietmar Nußbaumer 10.09.2022, 21:47

Herr Fulterer, Sie haben vollkommen Recht. Die Jungen gehen lieber anderswo arbeiten, z.B. in der Laimburg forschen, als zu Hause buggeln. Hof "schließen" und danach die Genossenschaften schließen, das Zeugs bekommt Lidl eh von auswärts billiger. So lange haben alle Verantwortlichen rumgekrahlt, bis auch passionierten Landwirten das Lachen vergangen ist.

Advertisement
Advertisement
Advertisement