Gesellschaft | No Excuses

Der Weg der Schande

Heute soll Arno Kompatscher als Landeshauptmann bestätigt werden. Die Bewegung „No Excuses“ sieht dieses Ereignis einmal mehr als Grund, ein Zeichen zu setzen.
  • Während sich die Politiker langsam im Landtag einfanden um den neuen, alten Landehauptmann Südtriols zu wählen, waren auf dem Silvius-Magnago-Platz Stimmen aus Lautsprechern zu hören. „Man hört hier Aussagen jener Politikerinnen und Politiker, mit denen die Südtiroler Volkspartei nun in der Regierung sitzt. Es handelt sich um rechtsextreme, menschenfeindliche, homophobe und Klimawandel leugnende Aussagen. Aussagen einer Politik, mit welcher es nicht möglich ist, die Welt und die Gesellschaft weiterzubringen,“ erklärt Moritz Holzinger von No Excuses. Nach jeder Aussage sind die Worte „No Excuses for this statement“ zu hören. 

     

    „Es handelt sich um rechtsextreme, menschenfeindliche, homophobe und Klimawandel leugnende Aussagen. Aussagen einer Politik, mit welcher es nicht möglich ist, die Welt und die Gesellschaft weiterzubringen.“

  • The walk of shame: aufgebaut von der Bewegung No excuses. Foto: SALTO

    Der akustische Protest wurde von einer Installation ergänzt. Zu sehen war ein roter Teppich, der zu einem Thron mit Krone und einem Schild mit der Aufschrift „Unser Garant“ hinführte. „Über dem Teppich hängen Ausdrucke von Zeitungsartikeln und Medienberichten mit Aussagen der extremen Rechten Politiker, die nun in unserer Landesregierung sitzen“, so Holzinger. Ihm zufolge habe die SVP dem Faschismus die Türen geöffnet. Es habe immer schon Alarmzeichen gegeben und man könne aus der Vergangenheit lernen, das habe man anscheinend jedoch nicht, meint Holzinger. Und weiter: „Wir nennen den Teppich unter den Artikeln den walk of shame, denn es ist eine Schande, dass unsere SVP, unser Arno das alles so zugelassen hat, wie es nun passiert ist.“ Aufgrund dessen habe man ihm auf ironische Art und Weise den Thron gebaut, denn er müsse sich nun auch verantworten.

    Arno Kompatscher persönlich vollzog den aufgebauten Weg der Schande nicht. Als er an der Aufstellung vorbeischritt, war ihm jedoch ein kleines Schmunzeln von den Lippen zu lesen. 

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Günther Stocker Do., 18.01.2024 - 15:24

"Arno Kompatscher persönlich vollzog den aufgebauten Weg der Schande nicht. Als er an der Aufstellung vorbeischritt, war ihm jedoch ein kleines Schmunzeln von den Lippen zu lesen."

Sollte es so gewesen sein, dann wünsche ich ihm dass ihm das Lachen vergeht!!

Er wird als SVPler eingehen der nicht imstande war sich gegen die POST Faschisten zu wehren!

Er wird als grosser Plauderer und Zauderer eingehen und die Geschichtsbücher werden nicht viel gutes übrig lassen!

Do., 18.01.2024 - 15:24 Permalink
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△rtim post Fr., 19.01.2024 - 10:36

Eine offene Gesellschaft heißt auch, sich vor ihren inneren und äußeren Feinden zu verteidigen (vgl. K. Popper).
Und selbst, wenn es in Südtirol nicht Abertausende sind, die am 18.01.23 protestiert haben. Es gilt zumindest ein Zeichen zu setzen.
Danke an "No Excuses" und allen Widerständigen.

Fr., 19.01.2024 - 10:36 Permalink