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Informieren statt verurteilen

Legales Cannabis, medizinisches Cannabis, CBD-Gras: Der Bozner Cannabis Social Club will durch Informationen seriöse Aufklärungsarbeit betreiben.
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Kommentare

Bild des Benutzers Oliver H. (gesperrt)
Oliver H. (gesperrt) 30.07.2018, 14:53

Für medizinische Zwecke ist Cannabis schon längst relativ problemlos erhältlich. Ich habe eigentlich fast täglich mit Patienten zu tun, die z.B. cannabinoid-haltige Tropfen gegen Übelkeit, zur Appetit-Anregung oder als unterstützende, schmerzstillende Medikation erhalten.

Die ganze Debatte ist daher aus meiner Sicht künstlich aufgebauscht. Auch sollte man nicht bagatellisieren. Gerade Krankheiten aus dem psychiatrischen Formenkreis können durch Cannabis-Konsum verstärkt oder ausgelöst werden. Dazu gehören Schizophrenie, Psychosen und schwere Depressionen.
Es gibt auch einen Zusammenhang zwischen Cannabis-Konsum und Schulabbruch. Daher sollte man Cannabis-Legalisierung stets mit Vorsicht fordern, ohne die Gefahren zu bagatellisieren.

Bild des Benutzers Peter Grünfelder
Peter Grünfelder 30.07.2018, 18:01

Lieber Oliver H., der Cannabis Social Club hat seit seinem Bestehen harte Sensibilisierungsarbeit geleistet. Mit Kampagnen, Veranstaltungen und Medienarbeit versuchen wir Bürger aufzuklären. Anscheinend wissen Sie ja schon einiges und haben medizinischem Cannabis gegenüber kaum Bedenken. (Wenn Sie schreiben "gegen Übelkeit, zur Appetit-Anregung oder als unterstützende, schmerzstillende Medikation", dann schätze ich, dass sie in der Onkologie arbeiten?).
Leider ist unsere tägliche Erfahrung jedoch eine andere: Der Zugang zu medizinischem Cannabis ist schwer: Ärzte wissen leider nur wenig über medizinisches Cannabis Bescheid, es sind die wenigsten Apotheken die Cannabis führen, dauernd müssen Patienten ihren Therapieplan unterbrechen, weil der Nachschub fehlt und Apotheken ohne Medikament dastehen. Was aber wirklich schwerwiegend ist, das ist die Diskriminierung der Patienten ausgesetzt sind, sofort ist man als Kiffer abgestempelt und bekommt das auch deutlich zu spüren … und viele Patenten, wie man sich vorstellen kann, trauen sich gar nicht erst den Arzt nach Cannabis zu fragen.

Die Debatte ist alles andere als aufgebauscht, sie wird unterdrückt und eingedämmt wo es nur geht. Ich als Vertreter von Patienten denen die Behandlung mit einem natürlichen Heilmittel sehr oft vorenthalten wird, empfinde das „Jugendschutzargument“ das sie vorbringen eine alte Floskel aus dem letzten Jahrhundert. Aktuelle wissenschaftliche Studien sprechen eine andere Sprache.
Bagatellisierung höre ich dauernd, aber immer in Zusammenhang mit Cannabis, nie in Zusammenhang mit Psychopharmaka die größtenteils Nebenwirkungen haben, bei denen einen die Haare zu Berge stehen. Da ist dann auch die Verabreichung an Minderjährige kein Problem mehr.

Lieber Oliver H., ich lade Sie ein zu einer Veranstaltung am 01.08.2018 um 20:00 Uhr, auf der Terasse von Forum Prävention: „Cannabis regulieren - eine suchtpräventive Positionierung“ Dort ist der richtige Ort um über den „Zusammenhang zwischen Cannabis-Konsum und Schulabbruch“ zu diskutieren.

Wenn Sie sich hingegen über die Anwendung von medizinischem Cannabis informieren möchten, sind Sie herzlich eingeladen ins Cannabis Competence Center Bozen in die Dantestr. 2 zu kommen, wir werden Ihnen die Augen öffnen.

Bild des Benutzers Oliver H. (gesperrt)
Oliver H. (gesperrt) 30.07.2018, 19:33

Peter, niemand muss mir die Augen öffnen, was die Anwendung von medizinischen Cannabis angeht. Ich arbeite nicht in der Onkologie, doch in der österreichischen Variante der Allgemeinmedizinausbildung kommt man automatisch sehr viel in Kontakt mit Patienten, die Cannabis-Produkte einnehmen. In der Steiermark ist das völlig normal und ich verstehe nicht, was daran kompliziert sein soll.

Das mit der Stigmatisierung halte ich auch für sehr weit hergeholt. Wenn jemand auf die Idee kommt, sich selbst mit Drogenzigaretten zu kurieren, ist es logisch, dass der Eindruck entsteht, da versucht jemand sein Missbrauchverhalten schönzureden. Wenn aber Cannabis in Form von medizinischen Tropfen (hier werden am häufigsten Dronabinol-Tropfen verwendet) angewendet wird, habe ich noch nie erlebt, dass jemand stigmatisiert wird.

Cannabis ist ein gutes Produkt, wenn man es richtig einsetzt. Man sollte aber die negativen Wirkungen nicht bagatellisieren. Ich habe vor dem Schreiben meines Kommentars extra recherchiert und die von mir genannten Effekte sind belegbar, gerne kann ich dir morgen die Belege dazu liefern, von diesem PC habe ich leider keinen Zugriff zu den entsprechenden Publikationen. Mit deinem Leugnen der negativen Effekte von Cannabis und deinem Whataboutism über Psychopharmaka entlarvst du dich selbst als unseriös. Ein seriöser Zugang zu diesem Thema muss die kritische Auseinandersetzung mit den negativen Aspekten von Cannabis beinhalten. In dieser Hinsicht ist dein Engagement aus meiner Sicht sogar kontraproduktiv, denn Auftritte wie dieser (siehe dazu z.B. https://www.tageszeitung.it/2015/05/16/i-am-maria-joana/ ) werfen ein schlechtes Licht auf die Befürworter einer Legalisierung von Cannabis.

Meine Position ist klar: ich stehe einer Legalisierung auch für private Zwecke positiv gegenüber, vorrausgesetzt, man setzt Maßnahmen um die negativen Nebeneffekte einzudämmen. Im medizinischen Bereich steht der Vorteil von Cannabis-Produkten bei korrekter Indikationsstellung für mich ohnehin nicht zur Debatte.
Insofern ist meine Position sehr vernünftig. Ich beschreibe sie auch schon oben. Du votest solche differenzierten, einer Legalisierung positiv gegenüberstehenden Kommentare down. Das zeigt schon, wie unseriös du bei diesem Thema agierst. Du erkennst nicht mal deine Verbündeten, sondern missbilligst sie und versuchst sie zu belehren. Damit tust du der Sache keinen Gefallen. Du bist mir schon damals auf der ersten Geburtstagsfeier von Salto.bz auf Schloss Runkelstein negativ aufgefallen. Aber dass du der Sache einen Bärendienst erweist, weiß jeder, der dieses Video gesehen hat: https://www.tageszeitung.it/2015/05/16/i-am-maria-joana/

Bild des Benutzers Peter Grünfelder
Peter Grünfelder 30.07.2018, 20:36

Komm doch zu der Veranstaltung dann können wir uns nochmal kennenlernen, Mittwoch um 20:00 Uhr, auf der Terrasse des Forums Prävention.

Bild des Benutzers Oliver H. (gesperrt)
Oliver H. (gesperrt) 30.07.2018, 20:58

Ich arbeite am Mittwoch in der Steiermark, das geht sich also leider nicht aus.

Habt ihr Ärzte, die eure Bewegung unterstützen?

Bild des Benutzers Peter Grünfelder
Peter Grünfelder 31.07.2018, 09:53

Ja wir haben einige wenige Ärzte, hätten aber gerne mehr. Unsere Ziele sind Patienten zu helfen, die medizinisches Cannabis nehmen und medizinisches Cannabis zu fördern. Unser Verein hat auch einen wissenschaftlichen Beirat, der von Herrn Dr Roberto Pittini geführt wird.
Du bist immer noch eingeladen, dich in erster Person in der Dantestraße. 2 zu informieren.

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