Norbert Dalsass

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Shalom – Salam? ... Von Grenzen und Übergängen

Eine Reise nach Israel Teil 5/5

two peoples, one father
Un contributo della community di norbert dalsass09.05.2014
Ritratto di norbert dalsass
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Das Grab von Abraham. Der Urvater der 3 großen Religionen, der Juden, der Moslems und der Christen. „Drüben“ liegt die Kirche mit dem Grab von Abraham. Oder in der Moschee? In beiden! Wir schleusen uns durch den Checkpoint. Von der einen Seite, der Seite der Israelis, kann man das Grab vom Urvater durch ein kleines Fenster beobachten. Von der anderen Seite auch. Dieses ist durch den Eingang der Moschee erreichbar.

„two peoples and one father“, so steht sehr ausdrucksvoll ein Graffiti auf einer Beton-Grenzmauer. Beide Völker haben also einen gemeinsamen Vater. Die Schrift der beiden Völker zeigt dieselben Züge: zeichenhaft und von rechts nach links, Hebräisch wie auch arabisch. Untersuchungen haben gezeigt, dass beide Völker sogar in ihren Genen beinahe identisch sind, sie haben auch dieselben Krankheitsmuster.

Und doch, scheinbar unvereinbar. In unserm Herzen breitet sich auch für das  Volk der Juden ein Mitgefühl aus. Seit der babylonischen Gefangenschaft, seit dem Auszug aus Ägypten. Sie waren und sind noch immer ein Volk auf Wanderschaft. 1948. Sie wollen nun endlich ihre Heimat begründen. Ein Land bewohnen, ihren Geist nun endlich auf die Erde bringen, das Wort Fleisch werden lassen, wie so schön in der Bibel steht.

Nun beginnen wir den eigentlichen Sinn unserer Reise zu sehen, eine Reise in ein Land heftigster Gegensätze. Anfangs spürten wir, wie wir gerne Lösungen angeboten hätten, Partei ergriffen hätten für den einen oder den anderen. Das Hineinschauen in die Mitte der Heimat beider Völker hat uns gezeigt, dass es kein Entweder-Oder gibt…. und das UND ist noch in weiter Ferne.

Es wird Tag, wenn du in die Augen irgendeines Menschen schauen kannst und darin deinen Bruder oder deine Schwester erkennst. Bis dahin ist es noch Nacht …

(ein Rabbi spricht)

Freundlichkeit und Freundschaft:
du kannst sie nicht verlangen, nur geben. Unsere Mütter haben uns ihre Milch bedingungslos gegeben ... im Voraus

 

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Ritratto di Martin B.
Martin B. 7 Maggio, 2014 - 22:24
Richtig traurig was immer wieder in der Menschheitsgeschichte passiert: manchmal metzeln sich Cousinen gegenseitig nieder; siehe besonders auch Syrien derzeit. Was oder wer ist Schuld? Der Kampf um Ressourcen und Macht oder fanatische Interpretationen von "Religionen"?
Ritratto di Frank Blumtritt
Frank Blumtritt 10 Maggio, 2014 - 12:29
Religion heißt Wertvorstellungen. Welche Werte soll ein Sklave haben, wenn nicht jenen der Befreiung aus der Sklaverei - und zwar um jeden Preis, Gewalt inklusive. Kein wirklich religiöser Mensch zieht in den Krieg. Religion ist Ausdruck einer Kultur, deren Basis immer ein Gleichgewicht in der Ressourcenverteilung ist. Wo es nichts zu essen gibt, oder die Existenzangst regiert, da verfällt die Kultur in den Kampf ums Überleben und somit in die Barbarei. Die Religionen sind doch der allerletzte Grund für den Konflikt Palästinenser/Israel. Im Gegenteil: die Religion wäre ja letztendlich sogar das einzige Bindeglied, das sie haben könnten.
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