pesticidi
Suedtirolfoto/O.Seehauser
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Gastbeitrag

Das Gift vom Grieser Grünkeil

Müssen wir uns Sorgen machen um unsere Bauern? Seit diesem Wochenende definitiv.
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Ich bin dabei, den Glauben an die Selbsthilfe-Fähigkeit unserer Bauern verlieren. Den Rest, der mir noch geblieben war, hat mir die Lektüre der Wochenend-Nummer der Dolomiten geraubt. Da kam zum Dauerbrenner Grieser „Grünkeil“ und dem Durchfahrtsrecht durch diesen Michl Bradlwarter zu Wort. Er ist der Bozner Bauernbundobmann, dazu Chef der pharaonischen Kellerei dort, ein vernünftiger, auch politisch versierter Herr, der die Interessen seiner Zunft wohl wahrzunehmen versteht, aber – eben weil er es versteht – diese üblicherweise nicht in Holzhammer-Manier vertritt. 

Bisher jedenfalls hatte ich diesen Eindruck. Nun lese ich von ihm Aussagen, für die mich nicht wundern würde, dass er demnächst vors Landesbauerntribunal zitiert wird; dass sein Bundesobmann Tiefenthaler ihn anfährt: „Bradlwarter, was hast du uns da für Eigentor geschossen?!“

Der Obmann der Stadtbauern, in seiner Einlassung zum Grünkeil-Streit durchaus um Verständnis für beide Seiten bemüht, argumentiert sachlich. Die Bauern, sagt er, seien beim Spritzen „gesetzlich verpflichtet“, die Wege durch die Güter für den Verkehr zu sperren. „Es gibt nach Ausbringung der Pflanzenschutzmittel eine Wiedereintrittspflicht, die einzuhalten ist“, sagt er. Bei biologischen Spritzmitteln betrage diese Frist 24 Stunden, bei herkömmlichen Mitteln (Pestiziden – Anm. d. Red.) sogar 48 Stunden. Und gespritzt – so der Obmann weiter in den Dolomiten „wird die ganze Woche, auch am Sonntag, je nach Wetter“.

Die Verteidigungsrede des Michl Bradlwarter für den Ausschluss der Fußgänger und Radfahrer aus dem Grieser Grünkeil kann die Sprengkraft eines EuGH-Urteils entwickeln

Holla, holla – Hollawind! – lässt mich das gleich an die tapfere Anti-Pestizid-Frauengruppe von Mals denken. Ihr bekommt Recht. Der Bradlwarter, nicht irgendwer, nein, der Bradlwarter gibt euch Recht: Durch Obst- und Rebanlagen zu spazieren, laufen und zu radeln ist gesundheitsschädigend. Der Fahrradweg von Glurns bis Meran gehört von Ostern bis Herbst gesperrt, denn er führt von Anfang bis Ende durch giftverspritztes Gebiet, und für die Radlwege in anderen Landesteilen gilt dasselbe. 

Wenn der Bradlwarter Recht hat, warum sollen dann der Bär vom Münchner Umweltinstitut und der Schiebel vom „Wunder von Mals“ Unrecht haben? Sie sagen das Gleiche. Der große Brückenschlag zwischen Landwirtschaft und Tourismus, mit dem die Südtirolwerbung europaweit auf Tour geht, wird von hochzuständiger Stelle als Bluff erkannt. Intensiv-Landwirtschaft und Erholungslandschaft sind unvereinbar. Die Verteidigungsrede des Michl Bradlwarter für den Ausschluss der Fußgänger und Radfahrer aus dem Grieser Grünkeil kann die Sprengkraft eines EuGH-Urteils entwickeln. Fürs Kleine gemeint, das Große verbrochen. Bradlwarter, si taquisses!

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Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 11 Maggio, 2021 - 17:15

siehe dazu Seite 52
http://www.provinz.bz.it/landwirtschaft/download/Handbuch.pdf

„Wiedereintrittszeit ist die Zeit zwischen der letzten Anwendung eines Pflanzenschutzmittels und der früheste mögliche Zugang von Mensch zum behandelten Areals für Arbeitszwecke ohne die Verwendung der persönlichen Schutzausrüstung“.
Ich wüsste jetzt nicht, wieso Touristen „Zugang zum behandelten Areal für Arbeitszwecke“ benötigen würden...
„Kronbichler, sic legisses...“

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 11 Maggio, 2021 - 17:21

auch „taCuisses“ ...
... als Genauigkeit auch des sprachlichen Gebrauches des Lateinischen (neben der Richtigkeit der inhaltlichen Darstellung), wenn man sich den Hinweis als Leser höflich erlauben dürfe...

Ritratto di Martin Koellensperger
Martin Koellensperger 11 Maggio, 2021 - 18:03

si tacuisses... sic transit gloria

Ritratto di rotaderga
rotaderga 11 Maggio, 2021 - 17:48

Das Handbuch hat den Kenntnisstand 01.01.2016. Inzwischen gab es viel Veränderung und neue Erkenntnisse.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 11 Maggio, 2021 - 18:13

aktuelle Version 2018, derselbe Text:
„ (Wiederbetretungsfrist)
Die Wiedereintrittszeit ist die Zeit zwischen der letzten Anwendung eines Pflanzenschutzmittels und der früheste mögliche Zugang von Mensch zum behandelten Areals für Arbeitszwecke...“

Ritratto di Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 11 Maggio, 2021 - 19:08

Wirklich interessant. Betritt man das Areal nicht für Arbeitszwecke, dann können einem die Gifte nichts anhaben.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 11 Maggio, 2021 - 19:26

Ja, so ist das mit der Wiedereinrittszeit eben - und um diese ging es ja.

(Sollte ich unbefugt auf ein Betriebsgelände gehen und Sicherheitsvorschriften missachten, begebe ich mich wohl überall in Gefahr - nicht nur in Landwirtschaftsbetrieben).

Ritratto di Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 11 Maggio, 2021 - 19:41

Sie schreiben:
"..Zugang von Mensch zum behandelten Areals für Arbeitszwecke..."
und weiter:
"Sollte ich unbefugt auf ein Betriebsgelände gehen...", also nicht zu Arbeitszwecken (um diese ging es ja).

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 11 Maggio, 2021 - 19:47

na, ersteres schreibe nicht ich, sondern das Handbuch des Landes.
Was wollen Sie mit Ihrem Kommentar sagen?

Ritratto di Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 11 Maggio, 2021 - 20:13

Lassen Sie beim Satz des Handbuches einfach "für Arbeitszwecke" weg. Also "Betreten des Areals." Verstehen Sie was ich meine? Betritt man das Areal zu Arbeitszwecken, setzt man sich womöglich Giften aus. Betritt man es zu jedem anderen Zweck, eben nicht.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 11 Maggio, 2021 - 20:20

Das ist korrekt;
wenn ich nicht an den benetzten Pflanzen arbeite (Arbeitszwecke), setze ich mich nach dem Spritzvorgang (Schutzkleidung), keiner Gefahr beim Betreten (ohne an den benetzten Pflanzen zu arbeiten) mehr aus, auch nicht innerhalb der Mindest-Wiedereintrittszeit.
Nur, wenn ich dort arbeite: und um davor zu schützen, gibt es für die Arbeit die Mindest-Wiedereintrittszeit „für Arbeitszwecke“.
Das ist vom Gesetz so geregelt und macht durchaus Sinn. „Arbeits“-Sicherheitsvorschriften gelten nun mal für Arbeitsvorgänge.

Ritratto di Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 11 Maggio, 2021 - 20:39

na, von Arbeiten "an den benetzten Pflanzen" steht da nichts, aber lassen wir das.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 11 Maggio, 2021 - 20:44

was sonst als „Arbeiten an benetzten Pflanzen“ sind „Arbeitszwecke“ in einer Anlage der Pflanzenzucht oder des Obst- oder Weinbaues nach dem Spritzvorgang?
Ja, lassen wir das, es ist ja klar & klar gesetzlich geregelt.

Ritratto di Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 11 Maggio, 2021 - 21:03

Wenn es um benetzte Pflanzen ginge, dann wäre eine Wiedereintrittsfrist von bis zu 48h sinnfrei. Sie meinen der Gesetzgeber hat "Arbeiten an benetzten Pflanzen" gemeint, aber "Arbeitszwecke" geschrieben? Es wird immer interessanter.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 11 Maggio, 2021 - 21:31

Genauso ist es. Woran arbeiten Sie denn („Arbeitszwecke“) in einem Weinberg oder Obstgarten, als an den Reben und Bäumen? Vor allem für das „Schabing“ im Weinberg sind die Mindest-Wiedereintrittszeiten von hoher Relevanz.
Vielleicht sollte ich sagen, dass ich eine gediegene Ausbildung in Landwirtschaft und in Arbeitssicherheit (LDAS/RSPP) habe.

Ritratto di Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 11 Maggio, 2021 - 22:46

Wie verhält es sich also, wenn ein Passant, sagen wir auf dem Fahrrad, an benetzten Pflanzen vorbei fährt? Dann gilt die Wiedereintrittszeit nicht? Und somit fällt die Giftigkeit weg, weil er das Areal ja nicht zu Arbeitszwecken betritt? Sie mögen sich mit Arbeitssicherheit und Spritzmitteln auskennen, aber zu verstehen wie man Gesetze formuliert, fällt ihnen offensichtlich noch schwerer als zuzugeben, dass der von ihnen zitierte Satz aus dem Spritzhandbuch unglücklich formuliert ist.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 11 Maggio, 2021 - 23:03

Bitte verstehen Sie, dass die Pflanzenschutzmittel, einmal an der Pflanze getrocknet, nur noch durch Berühren eine zeitlang eine Gefahr darstellen, darum ja auch die Wiedereintrittszeit für das arbeitende Personal.
Wer während dieser Zeit mit dem Fahrrad vor der Obstwiese vorbeifährt, ist keiner Gefahr ausgesetzt.
Andernfalls müssten aufgrund geltender Gesetzgebung ja alle Wege gesperrt bleiben.
(„Wiedereintritt“ bedeutet in diesem Zusammenhang das wieder Betreten der Obstwiese oder des Weinberges NACH der Pflanzenschutzmaßnahme zur Arbeit MIT den Pflanzen).

Ritratto di Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 12 Maggio, 2021 - 06:44

Stellen wir uns einen Raucherraum vor: Betritt man den zu Arbeitszwecken, riskiert man, dass die Kleider nachher stinken. Betritt man ihn aus anderem Grund, nicht.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 12 Maggio, 2021 - 07:55

Eine Obstwiese ist kein geschlossener Raum. Das alleinige Betreten der Obstwiese stellt keine Gesundheitsgefährdung dar, sondern nur der direkte Kontakt mit der - inzwischen am Blatt getrockneten - Substanz.
Wer verstehen will, versteht.

Ritratto di rotaderga
rotaderga 12 Maggio, 2021 - 07:15

Bitte verstehen Sie, dass die Pflanzenschutzmittel, einmal an der Pflanze getrocknet, nur noch durch Berühren eine zeitlang eine Gefahr darstellen, darum ja auch die "Wiedereintrittszeit für das arbeitende Personal.
Wer während dieser Zeit mit dem Fahrrad vor der Obstwiese vorbeifährt, ist keiner Gefahr ausgesetzt."

Das ist großer Tobak.
Insektensterben, Gewässerschutz, Bodenvitalität, Artenvielfalt usw

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 12 Maggio, 2021 - 08:07

Bitte lesen Sie im Kontext. Im Beitrag und im Diskurs geht es ausschließlich um die Wiedereintrittszeiten.
Der oben zitierte Beitrag ist zudem die direkte Antwort auf die Frage nach dem vorbeifahrenden Radfahrer.
Diese minimale Korrektheit darf erwartet werden?
.
Im übrigen bin ich für ein Verbot der Produktion von synthetischen chemischen Pflanzenschutzmitteln und Behandlungssubstanzen und für ein Verbot des Verkaufs mit damit behandelten Produkten.
Sie auch?

Wissen Sie, wieviel davon auch noch nach der Ernte bei Lagerung und Vertrieb auf die Produkte gelangen - aber das gesunde Produkt scheint nicht zu interessieren...

Ritratto di Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 12 Maggio, 2021 - 08:14

Sie haben doch sonst immer Quellenangaben. Belegen Sie ihre Behauptungen von der Harmlosigkeit abgetrockneter Gifte vor dem vom Hersteller angegeben Zeitraum. danke

Ritratto di Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 12 Maggio, 2021 - 08:18

Auch das mit dem"nur direkten Kontakt". Danke

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 12 Maggio, 2021 - 08:27

Wie sollten Sie von einer Substanz geschädigt werden, wenn Sie mit dieser nicht in Kontakt kommen?

Ritratto di Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 12 Maggio, 2021 - 13:33

Oben war der Kontakt noch als "nur direkt" qualifiziert. Haben Sie Belege für Ihre Behauptungen?

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 13 Maggio, 2021 - 08:47

Ich weiß jetzt nicht, was Sie wirklich wollen (wo habe ich etwas behauptet?): es genügt doch der Hausverstand, dass ich mich gleichsam nicht mit Alkohol vergifte, wenn ich mit dem Alkohol nicht in Kontakt komme...
Nur weil ich an einer Bar vorbeifahre, gefährdet mich doch nicht der Schnaps am Tresen.

Ritratto di Manfred Gasser
Manfred Gasser 12 Maggio, 2021 - 10:07

Herr Gasser, ich verstehs nicht.
Herr Bradlwarter begründet die Sperrung mit dem Handbuch, in dem aber nichts von vorbeiradelnden, oder spazierenden Menschen steht. Sie selbst sagen, dass diese Regel nur für Arbeitszwecke gilt.
Jetzt ist die Frage, wer uns hier verarscht.
Haben Sie recht, bitte die Tore sofort für die Durchfahrt öffnen, danke.
Hat Herr Bradlwarter recht, bitte sofort die Radwege direkt an gespritzten Wiesen sperren, denn was den Griesern nicht gut tut, tut uns Etschtalern wahrscheinlich auch nicht gut, danke.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 13 Maggio, 2021 - 09:03

Das ist in der Tat „schwieriger“; aber, Herr Gasser, ich versuch‘s, noch einen sicherheitstechnischen Gedanken beizusteuern.
Ich kenne mich nämlich in der juridischen Betrachtung darüber, welche Verantwortlichkeiten auftreten, wenn Mitbürger sich auf Privatwegen bewegen und dort zu Schaden kommen, nicht gut aus - daher will ich an dieser Diskussion nicht teilnehmen.
Vielleicht kann man diese generelle Betrachtung aber um folgenden Gedanken erweitern:
Neben den Wiedereintrittszeiten gibt es auch das Verbot, dass sich nicht (durch PSA) geschützte Personen WÄHREND der Pflanzenschutzbehandlung im Gefahrenbereich aufhalten.
Wie aber gewährleiste ich als Besitzer des Privatweges diese *meine Pflicht, dafür Sorge zu tragen*, wenn durch die vielen landwirtschaftlichen Parzellen am privaten Weg in kritischen Zeiten jeden Tag mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden muss, und gleichzeitig vom Besitzer unabhängig und unkontrollierbar fremde Personen auch WÄHREND des Behandlungsvorganges da durch radeln?
Das ist - sicherheitsgesetzmäßig gesehen - als würden diese durch den Arbeits-Weg einer Baustelle radeln, während dort Baumaschinen rangieren.
Verstehen Sie, rein theoretisch, die sicherheitsrelevante Problematik - und nur von dieser spreche ich?

Ritratto di Manfred Gasser
Manfred Gasser 13 Maggio, 2021 - 10:19

Alles Ausreden!
Auf dem Radweg, zwischen Vilpian und Terlan, der nebenbei auch Arbeitsweg vieler Bauern ist, fahren regelmässig Traktoren, die auch direkt am Radweg ihre PSA ausbringen. Wo besteht hier rechtlich der Unterschied? Gesundheitstechnisch gibt es sowieso keinen.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 13 Maggio, 2021 - 11:35

Bitte, wenn Sie mich fragen, und ich versuche, Ihnen zu antworten und Informationen zu geben, dann sind das keine „Ausreden“. Wenn Sie dieser Ansicht sind, lassen wir es, dann bringt es nichts, Informationen mitzugeben.
Sie schreiben:
„Auf dem Radweg, zwischen Vilpian und Terlan, der nebenbei auch Arbeitsweg vieler Bauern ist, fahren regelmässig Traktoren, die auch direkt am Radweg ihre PSA ausbringen“.
1. PSA = persönliche Schutzausrüstung;
2. Sie gewichten hier die Wirklichkeit falsch: dieser Weg (in Gries) ist ZUERST der gemeinsame Privatweg der Bauern, um zu Ihren Grundstücken zu kommen, und über diesen und auf diesem Ihrer Arbeit nachzugehen, z.B. das Ausbringen der Pflanzenschutzmittel. In letzter Zeit wurde auf vielen Privatwegen der Bauern nachträglich eine „Radroute“ (diese ist meines Wissens KEINE „Radwege“) eingerichtet; selbstverständlich müss(t)en sich auch die Radfahrer an die Sicherheitsgesetzgebung halten, und dürfen NICHT WÄHREND der Ausbringung der Pflanzenschutzmittel in den Gefahrenbereich fahren: wie sollte der Bauer dies gewährleisten?
Es ist meines Wissens mitnichten so, dass der Bauer unrechtmäßig, bzw. ungesetzlich, auf dem „Radweg“ Pflanzenschutzmittel versprüht, während dort Radfahrer fahren; es ist so, dass Radfahrer entgegen der Sicherheitsgesetzgebung, sich nicht selbst in einen Gefahrenbereich zu begeben, während der Bauer gesetzeskonform seine Pflanzenschutzmittel ausbringt, mutwillig in den Gefahrenbereich fährt. Hierbei ist gemäß Sicherheitsvorschriften jeder auch selbst in der Pflicht.
Die Situation ist durch eine oft schwierige, manchmal eigentlich kaum mögliche gemeinsame Nutzung von Orten und Wegen gekennzeichnet , in welcher die Regeln nicht respektiert werden (ich darf mich selbst NICHT in einen Gefahrenbereich begeben), bzw. nicht freiwillig ausreichend von beiden Seiten aufeinander Rücksicht genommen wird.
Ich bin der Ansicht, dass in der Betrachtung der Sachlage auch klar differenziert werden muss, ob es sich um einen privaten Konsortialweg, eine Radroute, oder aber einen „Radweg“ handelt. Auf einem „Radweg“ darf meines Wissens kein Traktor fahren.
Die Hybridnutzung eines „Arbeitsweges“ mit einer Freizeitgestaltung (Radroute) bleibt bei geltender Sicherheitsgesetzgebung wohl eine schwierig zu handhabende Situation.

Ritratto di rotaderga
rotaderga 13 Maggio, 2021 - 12:23

https://agrimpresaonline.it/nuovi-obblighi-di-informazione-per-chi-impie....
Und warum habe ich diese Infos niemals in Südtirol gesehen? Vielleicht weil wir autonom sind?

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 13 Maggio, 2021 - 12:42

das ging in weniger als 2 Minuten, hier steht dies alles (einige Beispiele):

https://www.provinz.bz.it/land-forstwirtschaft/landwirtschaft/obst-weinb...

https://www.provinz.bz.it/land-forstwirtschaft/landwirtschaft/downloads/...

https://www.provinz.bz.it/land-forstwirtschaft/landwirtschaft/downloads/...

Im „Handbuch“ im besonderen ab Seite 54, konkret auf Seite 64.

Wünsche anregende Lektüre.

Ritratto di Christoph Gatscher
Christoph Gatscher 13 Maggio, 2021 - 16:10

Tatsache ist wenn sich ein Bozner Nichtbauer ,Nalsner, Terlaner Magreider, was auch immer einen halben Meter aus der Stadt oder dem Dorf bewegt befindet er sich in einer Apfelplantage oder einem Weingut .
Wollt ihr echt dass sich die normale Bevölkerung im Etschtal nicht bewegen darf.

Ritratto di Manfred Gasser
Manfred Gasser 13 Maggio, 2021 - 16:34

Genau so ist es, ich laufe regelmässig durchs Etschtal, eigentlich immer an Apfelbäumen entlang, auch viel auf Konsortialwegen, und wenn ich einen Bauern beim "spritzen" begegne, schaut man halt, sich nicht gegenseitig zu stören. Aber dass ich da gar nicht vorbeilaufen dürfte, hat mir bisher noch keiner gesagt.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 13 Maggio, 2021 - 16:35

Du schreibst: „Wollt ihr echt dass sich die normale Bevölkerung im Etschtal nicht bewegen darf“.
Davon spricht niemand, Christoph; Radikalstandpunkte (der Kontrapunkt: ‚wollt ihr echt, dass der normale Bauer in seinem Betrieb seiner Arbeit nicht mehr nachgehen darf‘) helfen nicht weiter.
Was hilft ist, die Wirklichkeit von Betrieben, zu sehen, die gesetzlichen Regelungen, und genauso die Ansprüche der Bevölkerung; auf den Berührungsflächen beider im gegenseitigen Respekt Lösungen zu finden, welche den Betriebsansprüchen der einen und der Freizeitgestaltung (oder dem Wohnbereich) der anderen Raum lassen.
Dass die Gesetze zur Arbeitssicherheit für alle Bereiche, nicht nur für die Landwirtschaft im freien Raum, Herausforderungen mit sich bringen, ist nicht zu übersehen.
Aber daran halten müssen sich alle. Jeder hat im besonderen die Pflicht, sich selbst nicht in Gefahrenbereiche zu bringen.
Woran machst du im obigen Diskurs deine zitierte Aussage fest?

Ritratto di Christoph Gatscher
Christoph Gatscher 13 Maggio, 2021 - 16:48

Vielleicht ist die Art unserer Obstbaulandwirtschaft wo in einem ganzen Tal flächendeckend Gift gespritzt wird bei so viel Bevölkerung in der Nähe nicht mehr Zeitgemäß

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 13 Maggio, 2021 - 17:00

Ja, vielleicht ist das so.
Das gilt auch für die Autobahn samt LKW-Transporten, die mitten durch die Stadt geht (nicht mehr zeitgemäß), für den Individual-Pendlerverkehr (nicht mehr zeitgemäß), Gasheizungen (nicht mehr zeitgemäß) - und trotzdem alles in Betrieb.
Da stimme ich dir zu, da bin ich ganz bei dir.
Deshalb bin ich auch für ein Verbot des Verkaufs aller mit chemisch-synthetischen Stoffen behandelten Lebens- und Genussmittel (eventuell auch für Produkte wie Kleidung (Baumwolle), Energie (Bio-Öle)).

Ritratto di Ludwig Thoma
Ludwig Thoma 13 Maggio, 2021 - 20:15

Alles klar. Aber mit dem kleinen Unterschied, dass es momentan keine wirklich funktionierenden Alternativen für Lkw-Transporte usw. gibt. Wir in S-Tirol aber durchaus das know-how hätten, unsere Äpfel "biologisch" zu produzieren....

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 13 Maggio, 2021 - 20:37

doch, gibt es:
1. Autobahn in den Berg;
2. LKWs auf die Bahn;
usw...
(wenn der Absatz bei gleicher Einkommensmöglichkeit da wäre, wer würde nicht....?)

Ritratto di Stefan S
Stefan S 14 Maggio, 2021 - 10:44

Ja die Möglichkeit gibt es jetzt mit dem EU Förderprogramm wirklich, man kann nur hoffen das diese Milliardenfördertöpfe nicht in den üblichen Sickergruben verschwinden und das die Landesregierung nicht weiter dieses alte Pferd der konventionellen Landwirtschaft fördert und meint unbedingt als Globelplayer mitspielen zu wollen und das auch noch mittelfristig gesehen mit hohen Folgekosten für die eigene Bevölkerung da urbaner und landwirtschaftlicher Raum auf Grund der geografischen Gegebenheiten nicht abgrenzbar sind.
Und nein es liegt nicht am Bauern oder dem Konsumenten sondern die Politik hat hier Ihre Aufgaben mit der Richtlinienkompetenz in Brüssel und den jeweiligen Länder die Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Ritratto di Manfred Gasser
Manfred Gasser 13 Maggio, 2021 - 16:16

Sorry, habe mich verschrieben, und etwas im Ton vergriffen.
Dennoch, was auf den gemeinsam genutzten Wegen einer Radroute in Terlan machbar ist, ob und wie gesetzlich konform sei mal dahingestellt, müsste doch auch im Grieser Grünkeil machbar sein. Die Frage ist doch nur, ob Bauer und Politik das auch wollen.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 13 Maggio, 2021 - 16:41

Ist gut.
Da stimme ich zu;
aber geht es im Grieser Grünkeil nicht auch darum, dass die betreffenden Privat-Straßen als Ausweich- bzw. Alternativrouten des öffentlichen Verkehrs (hin zum Krankenhaus) genutzt werden?
Womit die Diskussion in den Bereich abgleitet (juridisch, politisch), an welchem ich mangels Kenntnis keine Informationen beitragen kann.

Ritratto di alfred frei
alfred frei 11 Maggio, 2021 - 17:29

Vielleicht meint der Bradlwarter nur dass die Spritzwolken die Sicht beeinträchtigen und deshalb den Zusammenstoß der Spaziergänger verursachen könnten. Einer verschuldungsunabhängigen Gefährdungshaftung würden dabei die spritzfreudigen Bauern unterliegen. "Na so was!"

Ritratto di Manfred Klotz
Manfred Klotz 11 Maggio, 2021 - 17:51

Ach kommen Sie Herr Kronbichler, der Grund weshalb Bär und Schiebel zurecht vor den Kadi gezerrt wurden, müsste ihnen auch schon längst klar sein. Wenn jemand den Bauern fahrlässige Tötung unterstellt und ganz Südtirol als pestizidverseucht beschreibt, darf man sich nicht wundern, wenn man Gegenwind bekommt. Bei sachlicher Ansprache des Themas wäre es nicht zu einer Posse geworden. Sehr peinlich Ihre Aussage.

Ritratto di Christoph Walcher
Christoph Walcher 11 Maggio, 2021 - 19:18

Der Weingartenweg und der Eisenkellerweg gehören zum Konsortium Fagen Leege.Sämtliche Kosten, Arbeiten, Instanthaltungen,Schneeräumungen werden vom Konsortium durchgeführt,von den Bewohnern oder auch Grundbesitzern durch ein jährliches Entgeld bezahlt.Auf allen Seiten stehen Schilder "Nur für Anrainer" ,aber im Gegensatz zur Penegalstrasse wo sie wohnen Herr Kronbichler,wird man hier nicht bestraft fürs durchfahren obwohl diese Strasse Gemeindestrasse ist.
Diese 2 wunderschönen Gassen haben sich vor,im oder nach den Lickdown nicht nur zu einem beliebten Spazierweg etabetabliert ,sondern auch für die unzählige Hunde die in den Pergeln oder Weinbergen ihre Notdurft verrichten.Wohlgemerkt Pergeln und Weinbergen. In den Villen stehen ja sowieso überall Mauern .Ich finde diesen Artikel nicht fair und sehr unsachlich, gerade sie kennen Gries,wissen genau das sowohl Bio und konventionelle Bauern dort leben und dafür sorgen um den guten Grieser Lagrein zu produzieren.

Ritratto di Christoph Gatscher
Christoph Gatscher 11 Maggio, 2021 - 22:01

Nicht nur der Grieser Grünkeil
Ein ganz Tal (Etschtal) ist betroffen von der Chemie mit all seinen Folgen

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 11 Maggio, 2021 - 22:08

Hallo Christoph,
... und nicht nur ein ganzes Tal, die ganze Welt!
... und nicht nur Äpfel und Wein, auch Kaffee, Tee, Bananen, Avocados, Tomaten, Tabak, Rosen, Duftstoffe, Reis, Getreide, Mais, Baumwolle, ach Gott, alles!

Ja, möge unsere Gesellschaft die Produktion von chemischen Pflanzenschutzmitteln und den Verkauf damit erzeugter Produkte verbieten. Wir alle haben dies in unserer Hand.

Ritratto di Christoph Gatscher
Christoph Gatscher 11 Maggio, 2021 - 22:11

Peterle du bist so toll

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 11 Maggio, 2021 - 22:13

hab’ dank fürs Kompliment :-)

Ritratto di Christoph Gatscher
Christoph Gatscher 11 Maggio, 2021 - 22:21

Würde mich freuen wenn du mich Mal besuchen kommst dann trinken wir ein Bier inmitten frisch gespritzten Fungiziden oder Insektiziden

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 11 Maggio, 2021 - 22:27

Muss es für heute lassen, hab mein selbstgesetztes Kommentarlimit weit überzogen... ich komme gerne, bringe aber an guten Wein mit, was meinst?
(sms 348 2694161)

Ritratto di Albert Hofer
Albert Hofer 11 Maggio, 2021 - 23:12

"...bei herkömmlichen Mitteln (Pestiziden – Anm. d. Red.)..."

Sorry, an dem Punkt hab ich aufgehört zu lesen... Wenn man nicht weiß, dass auch Biobauern Pestizide spritzen, dann sollte man vielleicht auch nicht wirklich journalistische Beiträge zum Thema Landwirtschaft verfassen...

Ritratto di Stefan S
Stefan S 12 Maggio, 2021 - 08:21

Sorry, das ist Wortklauberei, sicherlich hat der Bioanbau auch Pestizide welche aber natürlichen Ursprungs sind und vor allem für Mensch und Tier um ein vielfaches unbenklich sind.

Ritratto di Albert Hofer
Albert Hofer 12 Maggio, 2021 - 08:52

Nein, das ist nicht Wortklauberei. Sprache zählt und exakte Terminologie ist wichtig, wenn man ein Thema seriös und sachlich aufarbeiten will. Kronbichler glaubt offenbar irrigerweise, dass Biobauern keine Pestizide verwenden, um unerwünschte Organismen vom eigenen Feld fernzuhalten (ja was denn sonst eigentlich? Schmetterlingsnektar? Morgentauparfüm?). Ein IIIhhh-Bääähhh-Begriff wird damit allein einer einzigen Subklasse an Bauern untergeschoben, was (ich wiederhole) sachlich schlicht und ergreifend falsch ist. Zum "natürlichen" Ursprung der von Biobauern verwendeten Pestizide gäb's auch viel zu sagen, aber das würde wohl zu weit führen. Jedenfalls verwenden Biobauern auch Spinosad (auch gemäß deiner Terminologie zu 1000 % "unnatürlich"...) und ich würde dir auch nicht wünschen, mal eine Dosis von "natürlichem" Kupfersulfat abzubekommen...

Ritratto di Stefan S
Stefan S 12 Maggio, 2021 - 16:55

Spinosad ist bei den höherwertigen Biosiegeln nicht zugelassen. Und genau hier fängt das Problem an da die EU nicht fähig ist einheitliche und verständliche Richtlinien festzulegen.
Und das natürliche Spritzmittel in der intensiven Landwirtschaft auch die Umwelt belastet streitet keiner ab, sind aber im Gegensatz zu chemisch-syntetischen Pestiziden mittel- bis langfristig leichter abbaubar und für Mensch und Tier verträglicher. Kupfer bzw. Kupfersulfat war das "Mittel" schlechthin bevor Bayer & Co mit Ihren Pestiziden den Markt eroberten, davon sind noch heute die Böden belastet da nicht abbaubar.
In hoher Menge und/oder Konzentration sind viele natürliche Spritzmittel auch giftig, gehört in die Kategorie Binsenweisheit ;-)

Ritratto di Albert Hofer
Albert Hofer 12 Maggio, 2021 - 22:03

"Und genau hier fängt das Problem an da die EU nicht fähig ist einheitliche und verständliche Richtlinien festzulegen."

Oder aber, nur so als Idee, wir reden hier gar nicht von einem Thema, wo Schwarz-Weiß-Denken irgendetwas bringt. Wo die einen Bauern todbringende Pestizidmörder sind und die anderen der Nachhaltigkeit und Biodiversität verschrieben. Vielleicht ist es sogar eher so, dass die Übergänge fließend sind und es sehr, sehr viele Graubereiche und Schattierungen gibt. Es ist Unsinn und bleibt Unsinn zu behaupten, Biobauern würden keine Pestizide verwenden. Punkt. Und wenn man du dann hier jetzt von mittel- bis langfristiger Abbaubarkeit redest und von Verträglichkeit in Dosierung und Konzentration usw. dann solltest du hoffentlich merken, dass deine Argumentation schon ganz erstaunlich ähnlich zu der von den integrierten und konventionellen Bauern klingt ;-)

Ritratto di Stefan S
Stefan S 14 Maggio, 2021 - 11:03

Es gibt, für mich gesprochen, nicht den schlechten konventionellen Bauern oder den guten Biobauern, die wirtschaften Beide in den Ihn vorgegebenen Richtlinien und Verordnungen. Die Gesellschaft ist hier mit Ihren gewählten Politikern (Lobbyisten) gefordert die nötigen Voraussetzungen zu erarbeiten und dann auch wirklich umzusetzen. Oftmals mangeld es ja auch nur an der Ausführung und Durchsetzung dieser bereits bestehenden Verordnung durch löchrige Gesetzgebung und auch Kontrolle.

Ritratto di Stefan S
Stefan S 14 Maggio, 2021 - 11:25

"(Oftmals mangeld es ja auch nur an der Ausführung und Durchsetzung dieser bereits bestehenden Verordnung durch löchrige Gesetzgebung und auch Kontrolle.)"
= FILZ
Und den gibt es in Europa reichlich mit einem sichtbaren Nord Südgefälle, der Süden inkl. D würde schon viel erreichen wenn wir diesbezüglich mehr am Norden orientieren.

Auch zum schmunzeln wenn man sich selbst zitiert. :-)

Ritratto di Günther Mayr
Günther Mayr 12 Maggio, 2021 - 11:49

pestizide im Bioanbau: haben selbstverständlich auch wiedereintrittszeiten!
sind z.T. auch bienengefährlich ... !
...
wer besser das warme wasser verkauft, tut .. sich! leichter

Ritratto di S. Bernhard
S. Bernhard 12 Maggio, 2021 - 08:11

Wie man doch alles verdrehen und schönreden kann...Gift wird auf einmal zu "Pflanzenschutzmittel". Es gibt kein "Pflanzenschutzmittel", lediglich Gift.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 12 Maggio, 2021 - 08:25

Fast 20% aller Pflanzenschutzmittel (also Ihrer „Gifte“) werden in Privathaushalten, Gärten und Zierpflanzen verwendet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Pflanzenschutzmittel

Ritratto di S. Bernhard
S. Bernhard 12 Maggio, 2021 - 09:00

Mit Sicherheit nicht von mir, Herr Gasser. Im übrigen ist es immer einfach abzulenken und den Schwarzen Peter an die Privathaushalte zu schieben. Sind ja nicht die braven Bauern, die die Biodiversität zerstören, nicht wahr? Wovon sollte man die Pflanzen denn "schützen" Ihrer Meinung nach? Vor Insekten? Vor Unkraut? (das Unwort schlechthin in der Landwirtschaft). Alles in Einem, Herr Gasser.

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 12 Maggio, 2021 - 09:08

Wie bei allen Diskursen geht es um eine sachliche, faktenbezogene und umfassende Betrachtung der Problematik. Es geht nicht um Sie oder mich.
Sie haben Recht, es sind nicht die Bauern, es sind unsere Gesellschaft und unsere neoliberale Politik, welche die Biodiversität zerstören.

Ritratto di S. Bernhard
S. Bernhard 12 Maggio, 2021 - 09:30

Ja klar. Ebenso ist die Gesellschaft daran schuld, dass Unmengen an Gülle ausgebracht werden, übrigens auch Gift für Umwelt, Biodiversität und nicht zuletzt für die Gesundheit. Aber die Gesellschaft will es ja so, nicht wahr? Schönen Tag noch.

Ritratto di Günther Mayr
Günther Mayr 12 Maggio, 2021 - 12:38

Solange Kühe und Schweine gehalten werden gibt es Mist und/oder Gülle! - und die Tierexkremente nimmt der Konsument von Milch/Käse nicht mit nach Hause, die landen halt wieder am Feld.
Vielleicht löst der Bär ja das Problem...

Ritratto di S. Bernhard
S. Bernhard 12 Maggio, 2021 - 14:42

Lieber Herr Mayr, trockener Mist ist auch nicht das Problem, das Problem ist die Gülle, vielleicht wissen Sie um den Unterschied Bescheid? Und die Gülle landet nicht einfach bloß auf dem Feld. Schon mal was von einem Grundwasser gehört? Und würde sie "bloß auf dem Feld landen", für die Biodiversität ist das reines Gift, nichts anderes. Früher wurde trockener Mist gestreut und es gab Blumenwiesen, heutzutage wird Gülle betoniert und was sehen Sie auf den Wiesen?
Und ja, hoffentlich löst der Bär das Problem, andere sind dazu ja nicht fähig.

Ritratto di Christoph Walcher
Christoph Walcher 12 Maggio, 2021 - 09:33

Großes Kompliment wie Herr Gasser sehr geduldig kompetent und sachlich diese teilweise neunmalklugen,unsachlichen Kommentare beantwortet.

Ritratto di Armin Kobler
Armin Kobler 16 Maggio, 2021 - 23:32

Stimmt, der Peter hat eine Engelsgeduld und verbreitet auf ruhige Art evidenzbasiertes Fachwissen. Dass dies bei so manchen emotionsgetriebenen Scheuklappenträgern nicht so gut ankommt, war leider zu erwarten. Für alle anderen sind sie bereichernd, auch wenn sie ein festgefahrenes Weltbild in seiner Statik gefährden.

Ritratto di Christoph Gatscher
Christoph Gatscher 12 Maggio, 2021 - 09:40

Ich würde das nicht als sachlich bezeichnen sondern als Lobbyismus für die Chemieindustrie

Ritratto di Peter Gasser
Peter Gasser 12 Maggio, 2021 - 09:50

Hallo Christoph,
bitte lies meinen letzten Satz bei
hier 11.05.2021, 22:08
und meinen vorletzten Satz bei
hier 12.05.2021, 08:07.

Ich denke, das ist eine klare Aussage.

Ritratto di Christoph Walcher
Christoph Walcher 12 Maggio, 2021 - 09:55

Demeter ist ein Paar Schuhe,zwischen den anderen Formen von Biologischen PS und integrierten PS ist mittlerweile von Jahr zu Jahr weniger Unterschied.,was ist für gut befinde.

Ritratto di Sabine Perathoner
Sabine Perathoner 25 Maggio, 2021 - 16:32

Es freut mich, daß es noch vernünftige Menschen gibt. Einen Dank an Herrn Bradlwarter.
Die chemischen Produkte können nicht der richtige Weg sein, wenn Landwirte durch Spritzmittel die sog. Winzerkrankheit bekommen oder beispielsweise ihre Unterarme voller Ekzeme sind, usw. usw.
Wenn wir nicht neue Wege gehen, werden wir irgendwann feststellen, daß man Geld nicht essen kann (indianische Weisheit). Viele Produkte aus der Landwirtschaft sind heute schon nicht mehr gut verträglich. Auch wenn versucht wird die Gründe überall zu suchen außer bei den Spritzmitteln und den Zusätzen die bei der Verarbeitung verwendet werden , sollte man doch langsam beginnen darüber nachzudenken.

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