Doppelpass
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"Doppelpass" und "Doppelte Staatsbürgerschaft", die Nachwehen der letzten Landtagswahlen
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...aufgewärmte Suppe

Saure Suppe?

Offensichtlich will nur mehr eine kleine Minderheit (siehe Wahlausgang) diese abgestandene Suppe servieren oder gar essen.
Un contributo della community di kurt duschek24.03.2019
Ritratto di kurt duschek
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Mit Abstand betrachtet, haben die letzten Landtagswahlen doch eine Änderung im politischen Themenbereich gebracht.

Ich meine jetzt nicht

Kölle, Arno, Pöder, Eva, Ach oder Sbarba, nein,

es ist der vor den Wahlen viel zitierte und diskutierte

„Doppelpass“!

Es waren besonders die sogenannten deutschen rechten Parteien, (ja sogar die SVP ), die sich vor den Wahlen, diese angeblich vom Wähler so heiß begehrte „Doppelten Staatsbürgerschaft“ auf ihr Programm geheftet hatten.

So betrachtet könnte man jetzt nachträglich feststellen,

dass der „Doppelpass“ diesen Parteien mehr geschadet als genutzt hat.

Verzweifelt hat nun die Süd-Tiroler Freiheit den

Steilpass des italienischen Außenministers Moavero („doppelte Staatsbürgerschaft“ ist kein Thema mehr)

angenommen und versucht nun diese Suppe wieder in die Schlagzeilen, in die Medien und auf die politische Tagesordnung zu bringen. Vermutlich, es ist das nur mein ganz persönlicher Eindruck, aber

...meiner Meinung nach ist der „Doppelpass“ jetzt nur mehr eine saure Suppe von gestern!

Offensichtlich will nur mehr eine kleine Minderheit (siehe Wahlausgang) diese abgestandene Suppe servieren oder gar essen.

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Ritratto di Oliver H. (gesperrt)
Oliver H. (gesperrt) 24 Marzo, 2019 - 21:49

Die doppelte Staatsbürgerschaft würde niemandem schaden, manchen aber Vorteile bringen. Es gibt eigentlich kein Argument gegen die doppelte Staatsbürgerschaft, außer vielleicht Neid und Missgunst.

Die Frage sollte eher lauten, wie man vernünftig regelt, wer die Doppelstaatsbürgerschaft unter welchen Bedingungen erhält.
Was spricht beispielsweise dagegen, Südtirolern die DSB zu ermöglichen, die fünf oder zehn Jahre in Österreich verbracht haben?
Da Italien den Slowenen auch eine DSB gewährt, wäre dies nur konsequent.
Außerdem wäre es ein Schritt weg vom nationalstaatlichen Schubladendenken, in welchem jeder Bürger einer Nationalität zugeordnet werden muss. Warum nicht zwei oder drei Nationalitäten ermöglichen? Dadurch würde man fließende Übergänge schaffen und Brücken bauen.

Ritratto di kurt duschek
kurt duschek 25 Marzo, 2019 - 04:16

....die Einschätzung einiger Parteien waren mit Abstand betrachtet, ganz einfach nicht richtig. Die Nachfrage nach dem "Doppelpass" wurde falsch angesetzt. Man könnte beinahe sagen, das Beharren auf dieses Wahlkampfargument hat eher geschadet und die Medien haben auch das Interesse daran verloren. Diese ganz simplen Beobachtungen sind eine kaum zu leugnende Feststellung.

Ritratto di Oliver H. (gesperrt)
Oliver H. (gesperrt) 25 Marzo, 2019 - 06:48

Dass die DSB für die Mehrheit nicht interessant ist, stimmt.
Dennoch würde die Möglichkeit zur DSB mehr Vor- als Nachteile bringen.

Ritratto di kurt duschek
kurt duschek 25 Marzo, 2019 - 07:14

...ich würde sagen, der "Doppelpass" ist nur für eine Minderheit interessant und dafür geht niemand (Parteien und Bürger) mehr auf die Barrikaden.

Ritratto di Franz Berger
Franz Berger 25 Marzo, 2019 - 23:45

Heute habe ich gehört, dass die Theatergruppe St. Gertraud bei ihrer heurigen Faschingsrevue folgenden Videoclip eingespielt hat: Ein bekannter Ultner Musikant wird gefragt, was er vom Doppelpass hält. Seine Antwort: Die solln amoll den earschtn Boss schpieln learnen!
Besser kann man dieses Doppel-Null-Thema nicht kommentieren.

Ritratto di kurt duschek
kurt duschek 29 Marzo, 2019 - 13:08

Kurt Duschek Antwort auf Leserbrief in Dolomiten Tageszeitung: ....kulinarisch betrachtet stimme ich Herrn Harthmuth Staffler (Leserbrief 29.3.2019) absolut zu, auch ich liebe die saure Suppe, allerdings nicht unbedingt eine "alte saure Suppe".Diese war in meinem Leserbrief als Synonym für eine politischen Momentaufnahme des sogenannten "Doppelpasses" für Südtiroler gedacht. Vermutlich hätte ich besser den Titel "sauer gewordene Suppe" benützen sollen, denn diese ähnelt viel mehr der Situation der doppelten Staatsbürgerschaft, die ganz offensichtlich ( siehe Wahlergebnisse der deutschen, rechten Parteien) niemand mehr anbieten will und vor allem nur eine Minderheit fordert. Ich beende somit für mich dieses Thema, denn ich, ausgerechnet ich, möchte nicht in den Verdacht geraten, dieses "Minderheitenthema" in den Medien wieder interessant zu machen!

Ritratto di Hartmuth Staffler
Hartmuth Staffler 30 Marzo, 2019 - 22:14

Herr Duschek scheint nicht nur saure Suppe, sondern auch Minderheiten zu verachten.

Ritratto di kurt duschek
kurt duschek 31 Marzo, 2019 - 09:41

....lieber Harthmuth Staffler, dem muß ich widersprechen! Minderheiten sind ein wichtiger Faktor in einer demokratischen Welt! Ich verachte diese nicht, ich bin nur nicht ihrer Meinung. Die politische Forderung bei den letzten Landtagswahlen von einzelnen Parteien in Südtirol hat sich "als sauer gewordene Suppe" erwiesen, die politisch niemand mehr anbietet. NB: hatte selbst, als hier geborener, aufgewachsen und in lebender Südtiroler, die österreichische Staatsbürgerschaft und habe, wegen der dauernden Nachteile, mit 36 Jahren verzichtet. Habe die italienische Staatsbürgerschaft erhalten und angenommen und fühle mich als "deutsch sprechender italienischer Staatsbürger mit österreichischen Wurzeln"!

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