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sandmafia.org
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Bauen

... wie Sand am Meer

Sand ist nach Wasser zum begehrtesten Rohstoff der Welt geworden. Um ihn wird ein regelrechter Krieg geführt.
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Ritratto di Gerhard Mumelter
Gerhard Mumelter05.03.2017
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200 Tonnen Sand werden für ein mittelgroßes Haus benötigt, 12 Millionen Tonnen für ein Atomkraftwerk. Doch Sand steckt überall – im Glas, in Microchips, in Gussformen, Kosmetikprodukten und Flugzeugrümpfen. Die UN-Umweltbehörde beziffert die weltweite Abbaumenge auf 40 Milliarden Tonnen pro Jahr. Allein China hat in wenigen Jahr soviel Zement verbraucht wie die USA in einem Jahrhundert. Singapur gilt als der wichtigste Importeur der Welt. In 20 Jahren hat der boomende Stadtstaat 517 Millionen Tonnen Sand importiert – 5,4 Tonnen pro Einwohner, ein weltweiter Rekord.
Das Geschäft floriert: Singapurs Küste ist aus illegal beschafftem Sand aus den Nachbarländern um über 130 Quadratkilometer angewachsen, und der Stadtstaat will sein Areal bis 2030 noch erweitern. Doch die eigenen Ressourcen sind längst verbraucht. Kambodscha, Vietnam, Malaysia und Indonesien – sie alle liefern Singapur seinen wichtigsten Rohstoff zu. Trotz offizieller Exportverbote, die vor Jahren verhängt wurden. Der extreme Anstieg des Sandpreises hat dem illegalen Handel Tür und Tor geöffnet. Überall dort in der Welt, wo Sand abgebaut wird, zeigen sich bereits die Folgen dieses exorbitanten Eingriffs: Inseln wurden abgebaut, Küsten erodieren, die Fauna unter Wasser verschwindet, in der Folge verlieren Fischer ihre Existenz.
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Forest City: Aufgeschütteter Stadtteil in Singapur
In Indien etwa gilt die Sandmafia als die schlimmste Organisation des Landes. Sie setzt auf billige Arbeitskräfte: Nachts werden junge Männer und teils auch Kinder in die Tiefen verschmutzter Flüsse geschickt. Ausgestattet mit Kübeln müssen sie die Sandbänke plündern. Zwar gibt es Polizeikontrollen, doch meist werden nur die Lkw-Fahrer und Arbeiter festgenommen.
Sand hat sich so zu einem Gut entwickelt, mit dem sich viel Geld verdienen lässt. Der illegale Abbau an vielen Stränden der Welt, in Flüssen, an Land oder auf hoher See, zieht schwere ökologische und soziale Folgen nach sich. Die Sandmafia lässt in Ländern wie Marokko ganze Strände abtragen – zurück bleiben Mondlandschaften. Schlecht bezahlte Arbeiter schaufeln Sand in Körbe, Esel schleppen die Fracht dann die Küstenpfade hinauf. Auf der felsigen Ebene wird der Sand dann auf Lastwagen verladen und an skrupellose Bauunternehmen verkauft. Der Abbau ist illegal, doch Kontrollen sind dank der ausufernden Korruption selten.

Ungeeigneter Wüstensand

Da der rundgeschliffene und feine Wüstensand zur Betonherstellung ungeeignet ist, müssen Wüstenstaaten wie Dubai für ihre enormen Bauvorhaben wie „The World“ und dem mit 828 m höchsten Wolkenkratzer der Welt „Burj Khalifa“, Sand aus Australien importieren.Die NASA hat mit eindrücklichen Satellitenbildern die Aufschüttung der künstlichen Inseln dokumentiert.
Jährlich werden rund 40 Milliarden Dollar mit ihm umgesetzt – auf jedem Kontinent wird er abgegraben. Längst haben sich in vielen Ländern kriminelle Strukturen entwickelt, die sich weder um Gesetze noch um die Betroffenen scheren.
Doch Sand ist nicht nur in der Bauwirtschaft begehrt, sondern auch beim Fracking, der Gas und Ölgewinnung aus Schiefergestein. Dabei wird mit Sand und Chemikalien vermischtes Wasser unter hohem Druck in die Bohrstelle gepresst, um das Gestein aufzubrechen. Die dafür nötigen Sandkörner sind runder als ihre eckigen Brüder vom Sandstrand und stammen vor allem aus dem Mittleren Westen der Vereinigten Staaten. Fast drei Viertel des Fracksands wird dort produziert und danach mit Güterzügen oder Lastwagen zu den Gas- und Ölfeldern transportiert. Um an die wertvollen Sandvorräte heranzukommen, muss häufig der darüberstehende Wald gerodet werden. Die Produktion von Quarzsand in den USA hat sich in den vergangenen Jahren  auf rund 20 Millionen Tonnen verdoppelt. Zurück bleibt eine völlig verwüstete Landschaft.
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Weggespülte Strände

Überall auf der Welt gehen Strände zurück. Manchen Schätzungen zufolge sind zwischen 75 und 90 Prozent von ihnen im Verschwinden begriffen. Das liegt auch an der Kraft des Meeres. Häufig aber auch an der Sandgewinnung.
Da im Tagbau immer weniger Sand abgebaut werden kann, wird nicht nur aus dem Fluss, sondern auch aus dem Meer Sand gepumpt. Riesige Schwimmbagger, mit Saugarmen ausgestattete Schiffe können bis 400 000 m³ Sand pro Tag vom Meeresgrund pumpen – samt der dort lebenden Flora und Fauna. Vom Land her rutscht der Sand nach und lässt die Strände schrumpfen. In Sylt etwa werden mit riesigen Pumpen jährlich 1,2 Millionen Kubikmeter Sand auf die Strände gepumpt. Nachhaltig sind derartige Maßnahmen nicht, da ein aufgespülter Strand bis zu zehnmal schneller erodiert als natürlicher. „Sand ist so wertvoll, dass er zur Schmuggelware avanciert ist“, sagt der französische Dokumentarfilmer Denis Delestrac, Autor eines erfolgreichen Films zum Thema. Und der Geologe Michael Welland bringt es noch kürzer auf den Punkt: „Unsere Welt ist auf Sand gebaut.“
 

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Ritratto di Johann Milchstraßenbürger
Johann Milchstraßenbürger 6 Marzo, 2017 - 09:43

Kein Zweifel, Gerard Muelter mag Sand.
Als weiterführende Literatur empfehle ich:

https://nzz.at/oesterreich/europa/die-eu-ist-ein-auf-sand-gebautes-haus

Die EU, ein auf Sand gebautes Haus ...
Wie schon Gerard Muelter in seinem spannenden Aufsatz richtig erwähnt hat, Sand ist auch in der Bauwirtschaft sehr begehrt. Nur auf- und mit Sand sollte man kein Haus bauen, das weiß schon jedes kleine Kind, wenn seine Sandburg beim ersten Regenfall zusammenfällt.

Wir erleben derzeit den Zusammenbruch des Hauses EU, weil deren Erbauer arrogant und selbstherrlich sich selbst über die primitivsten Regeln der Baukunst hinwegsetzten.

Das Haus EU bröckelt, und die Baumeister geben nicht sich selber Schuld am Desaster, sondern suchen die Schuldigen bei den Bewohnern und verfluchen sie auch noch ins Dunkeleuropa, weil sie nun fluchtartig dieses Haus verlassen um ihre Familie und sich selber retten zu können.

Und Schuld sind natürlich die bösen Rechtspopulisten und Nationalisten, die schon während des Baues darauf hinwiesen was schon kleine Kinder wissen:
Ein Haus muss von verantwortungsvollen und kompetenten Fachleuten gut geplant und auf festen Untergrund gebaut werden, und nicht planlos von verantwortungslosen und inkompetenten Möchtegern-Baumeister weit über deren Grundgrenzen hinaus.
Jesus Christus hat sein Haus auf Fels gebaut - und nicht auf Sand:
https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_auf_Felsen_und_auf_Sand_gebaut
Und dieses Haus wird noch stehen, wenn das Haus EU schon lange wieder Geschichte ist ...

LG, und beim nächsten male bauen WIR das neue Haus EU mit Architekten, Ingenieuren, Facharbeitern und Baumeistern auf festen Boden innerhalb genau definiten grenzen! Gell!

Ritratto di Christoph Moar
Christoph Moar 6 Marzo, 2017 - 09:55

Hey Johann, Kommentare mit inhaltlichem Bezug zum Artikel sind für die Leser qualitätsvoller und auch ehrlicher gegenüber den Autoren der Beiträge. Du missbrauchst hier den Kommentarbereich eines Beitrages über Sand um über Rechtspopulisten, Jesus Christus und der EU zu trollen. Der Kommentar bringt - zu diesem Artikel - hier niemanden weiter.

Tipp. Schreib dir doch einen eigenen Artikel, gerne zu den Rechtspopulisten, der EU, und Jesus Christus. Der taugt dann sicher besser als Grundlage für deine und andere Kommentare zu dem Thema. Pfiati.

Ritratto di Johann Milchstraßenbürger
Johann Milchstraßenbürger 7 Marzo, 2017 - 00:03

Hey Christoph, das mit dem Rechtspopulismus erledigt Ihr schon recht gut, da gehen Euch die Themen nicht aus. Und wenn doch, dann gibt es immer noch das 12-jährige Reich, wo man herrlich neue Themen herausfischen und aktualisieren kann.

Ich habe hier zur Freude der Radaktion und vieler User genügend über Euren Linkspopulismus geschrieben, der so angenehm ist, so bequem und so lohnend, wie überhaupt es lohnend und angenehm ist, immer mit dem gerade modernen und aktuellen Mainstream mitzuschwimmen.
Ganz aktuelle und in Zukunft immer aktuellel - das Thema Flüchtlinge.
Flüchtlinge herzlich willkommen, und dann? Haa???
Habt Ihr schon einmal darüber nachgedacht und Eure Vorstellungen niedergeschrieben, wie z.B. 70 jugendliche und alleinstehende Zuwanderer aus Tschetschenien ihr weiteres Leben in Steinach am Brenner gestalten sollen?
Die befinden sich schon seit längerer Zeit dort, und die Bevölkerung verliert langsam die Geduld mit ihnen, weil sie keinerlei Interesse zeigen sich zu integrieren.

Ihr linksliberalen schreibt gerne über Religion die niemand braucht und deshalb wiedereinmal abgeschafft gehört, über Demokratie und Toleranz die Ihr anscheinend erfunden habt und deshalb auch gleich neu definiert, und natürlich über Sexualität.
Sexualität ist neben Zuwanderung überhaupt ein Fachthema von Euch.
Nur Ihr verschweigt beharrlich darüber, wie die meist alleinstehenden männlichen Zuwanderer aus uns fremden Ländern und Kulturen, ihr Sexualleben hier bei uns gestalten sollen. Das wüssten die Bewohner in Steinach sicher auch sehr gerne!
Aber da herrscht plötzlich großes Schweigen.
Generell herrscht großes Schweigen, wenn das Thema auf die Zukunft unserer muslimischen Zuwanderer fokussiert wird.
Mit ein paar absurden Deutschkursen wird es wohl nicht getan sein. Und mit ein paar Schnupperkursen bei ausgewählten Handwerksbetrieben wohl auch nicht.

Nochmals: Sollen wir Frauen für unsere Muselmanen nachholen, oder gibt es da noch andere Möglichkeiten, den Sexualdrang unserer Moslems zu bändigen und in geordnete Bahnen zu lenken?

Sand ist ein interessantes Thema, über das wir uns aber im Internet ausreichend informieren können, wenn wir wollen oder müssen.

Ich bin mir sicher, ich hab jetzt Gerhard Mumelter animiert, über die von mir genanten Themen einige Gedanken zu machen, die er uns dann zum Lesen vorlegt.
Wenn er darüber auch so ausführlich berichtet wie über Sand, dann freuen wir uns alle über spannende Leselektüre!

Auch ein herzliches Pfiati!

Ritratto di Redaktion / Redazione
Redaktion / Redazione 6 Marzo, 2017 - 12:55

Herr Johann Samonig, alias Johann Milchstraßenbürger, alias Ichweißalles Aberniemandglaubtmir,

Es ist einer der Grundpfeiler von salto.bz, eine offene Diskussion auf dieser Plattform zu gewährleisten. Voraussetzung aber ist, dass man sich an die Netiquette hält. Sie haben diese Vorgaben allein durch die Nutzung mehrere anonymer Benutzerkonten verletzt. Vor allem aber haben Sie mit Ihren über 75 Kommentaren in 30 Tagen die Grenze unserer Toleranz überschritten. Kontroverse Meinungen sind durchaus willkommen, was wir aber sicher nicht brauchen, sind Ihre andauernden Untergriffe und Verhöhnungen der Redaktion und der UserInnen von salto.bz.
In diesem Sinne ersuchen wir Sie, salto als User zu verlassen. Ansonsten werden wir Ihre Accounts umgehend sperren.
Wir gehen davon aus, dass die Salto-Community diese Entscheidung verstehen wird.

Die Redaktion.

Ritratto di martin hilpold
martin hilpold 6 Marzo, 2017 - 10:47

Woher stammt der Sand des Meeres? Der Sand stammt aus den Flüssen, welche Material aus Gebirgen transportieren. Südtirols Sand landet in Rückhaltebecken und Stauseen, - nicht im Meer. Der Land- und Sandverlust an der Adria steht auch mit dem fehlenden Materialtransport der Alpenflüsse in Verbindung. Da weltweit Flüsse aufgestaut werden (Jangtse, Nil usw.) und damit der Materialtransport zum Erliegen kommt, schaut die Zukunft für die Sandstrände der Meere nicht gut aus.
http://www.wissen.de/raetsel/woher-kommt-der-sand-am-strand

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