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Parlamentswahlen

Kandidatur weg, Vision bleibt

Bei den Parlamentswahlen dürfen sie nicht mehr antreten – dennoch wollen Monika Frank und Michele Angelo Narracci mit ihrer Partei Valore Umano “das System ändern”.
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Monika Frank und Michele Angelo Narracci wollen weitermachen. Als die beiden zum vereinbarten Termin erscheinen, steht bereits fest: Sie werden bei den Parlamentswahlen doch nicht antreten. Nicht weil sie es sich anders überlegt haben, sondern weil aufgrund eines Formfehlers bei der Einreichung der Listen alle drei Kandidaten für den Senat ihrer Partei von den Wahlen ausgeschlossen wurden. Und damit auch Monika Frank und Michele Angelo Narracci – ebenso wie Simon Ausserhofer. Ihre Partei, das ist der Partito Valore Umano.

Erst am 17. Dezember 2017 gegründet, will sich die Partei für eine “epochale Veränderung” einsetzen. Einige der Punkte im Wahlprogramm muten utopisch an: die Arbeitszeit auf vier Stunden reduzieren – bei gleichem Gehalt uns freiem Wochenende; eine Komplementärwährung für Italien, die neben dem Euro eingeführt werden und die nationale Wirtschaft ankurbeln soll; ein Bedingungsloses Grundeinkommen (“Würde-Einkommen”) für alle. Andere Versprechen sind greifbarer: Bürokratieabbau; freier und kostenloser Zugang zu allen Gesundheits- und Bildungsleistungen; nachhaltige und ökologische Landwirtschaft.

Nicht als utopisch, sondern als “evolutionär” und “visionär” bezeichnet Frank ihre Partei, für die sie sich auch nach der geplatzten Senats-Kandidatur weiterhin einsetzen wird. “Meine Partei steht für ein Umdenken, für Veränderung und einen Paradigmenwechsel in der Politik”, sagt sie. Veränderung haben schon viele versprochen, was will man bei Valore Umano anders machen? “Im Mittelpunkt muss der Wert jedes einzelnen Menschen stehen und wenn jeder Einzelne Verantwortung übernimmt, können wir gemeinsam etwas bewegen”, so Narracci und Frank.
“Viele Menschen haben schon erkannt, dass es ein Umdenken braucht”, hat Frank festgestellt, “mit unserer Partei wollen wir das System ändern”.

Bei Bürgerversammlungen wollen die Vertreter von Valore Umano ihre Vision und ihr Wahlprogramm den Wählern näher bringen. Angefangen in Meran, dem Wohnort von Michele Angelo Narracci. Er wird dabei sein, auch wenn er den Parlamentswahlen nur mehr als Wähler und nicht mehr als Kandidat entgegenblickt. Den Rekurs, den Valore Umano gegen den Ausschluss der drei Senatskandidaten eingelegt hat, hat das Kassationsgericht abgelehnt. Somit hat sich die Liste der Wählbaren auf die Kammer-Kandidaten Hansjörg Kofler (Wahlkreis Bozen-Unterland), Reinhold Harrasser (Wahlkreis Brixen-Pustertal), Norbert Klotz (Wahlkreis Meran-Vinschgau) sowie Michela Parise, Arturo Mazzoni und Fikreta Pilipovic (Verhältniswahlrecht) reduziert.

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