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Covid-19

Testfall Südtirol

Südtirol ist für das Robert Koch Institut ein Risikogebiet für das Coronavirus. 28 Personen wurden bisher getestet – ein Abstrich wird nur in Verdachtsfällen gemacht.
Von
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Lisa Maria Gasser06.03.2020
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Kommentare

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Peter Gasser 06.03.2020, 10:31

„ Für mich ist diese voreilige Entscheidung nicht nachvollziehbar: Das deutsche Robert-Koch-Institut stuft Südtirol wegen des Coronavirus seit gestern Abend als Risikogebiet ein. Ursache dafür dürften wohl die deutschen Südtirol-Urlauber sein, die nach ihrer Rückkehr positiv auf das Virus getestet worden waren. Beweise, dass sich diese Urlauber wirklich hier angesteckt haben, gibt es allerdings nicht“, sagt Landesrat Achammer.
Wenn man auf die Beweise wartet, ist es in dieser Sache dann aber zu spät.

Hier ist PRÄVENTION die Pflicht; und von Prävention darf man nicht nur jahrelang reden, man muss die Prävention im konkreten Risikofall auch anwenden, auch wenn es weh tut und (ökonomisch) nachteilig ist.

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Peter Gasser 06.03.2020, 10:38

sie schreiben:
„ Eine Spezialdiagnostik für einen Covid-19-Infekt mittels Nasen-Rachen-Abstrich wird nur bei Verdachtsfällen gemacht. Um als solcher eingestuft zu werden, muss ein Patient Fieber, Husten und Atemnot haben und sich nachweislich innerhalb der letzten 14 Tage in Gebieten mit epidemiologischen Risiko wie von der Weltgesundheitsorganisation ausgewiesen oder in einer Gemeinde/Stadt, die als Rote Zone für Covid-19 definiert wurde, aufgehalten haben“:
Stellen Sie sich die weltweite Situation heute vor, wenn sich China in der Provinz Hubei penibel an diese Regel gehalten hätte:
dort hat man PRÄVENTIV vorsorglich eine MILLIONENSTADT hermetisch abgeriegelt... sind wir nun froh darüber, dass man dies tat, oder wollen wir dies auch kritisieren? Hat man nicht damals China gar vorgeworfen, zu spät und nicht drastisch genug reagiert zu haben?
Nun trifft es uns... und wir meckern?

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Martin Sitzmann 06.03.2020, 11:07

Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Eine Verlogenheit oder Ignoranz sondergleichen, was derzeit in Südtirol abläuft.

Entweder die Gesundheit ist wichtig oder die Wirtschaft.

Es schaut wirklich so aus, als hätten die entsprechenden Wirtschaftslobbys den Entscheidungsträgern Beschwichtigung und Vertuschung ins Aufgabenbuch diktiert.

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Peter Gasser 06.03.2020, 10:42

Sie schreiben:
„Der Landeshauptmann empfiehlt den Betreibern der Skigebiete, “geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um Menschenansammlungen zu vermeiden”:

Gestern sah ich ein Interview, in welchem ein einheimischer Sportverantwortlicher die Fans aufgefordert hat, trotzdem ans Stadium zu kommen, und wenn sie nun auch nicht hineindürften, vor dem Stadium zu feiern, man wolle Lautsprecher aufstellen, und ihre Begeisterung per Lautsprecher ins Stadium zu den Spielern übertragen...
... hat man da noch Worte???

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Martin Sitzmann 06.03.2020, 11:18

Ich bitte Sie, das ist doch typisch Südtiroler Bauernschläue. Das Umgehen von Regeln haben wir in 100 Jahren beim italienischen Staat sehr gut von unseren südlichen Mitbürgern gelernt... ;-)
Schwarzarbeit, keinen Kassabon verlangen und dafür a bissl Skonto, bei Polizeipräsenz oder Radarkontrolle alle entgegenkommenden Fahrzeuge per Lichthupe warnen, usw.

△rtim ୍℘୍stロ 06.03.2020, 15:02

In der BRD werden Reiserückkehrer aus China, ... Norditalien getestet.
Es ist richtig und wichtig diese Ergebnisse des RK-Instituts ernst zu nehmen.
Südtirol hätte diese Gäste ... bei der Ankunft ja auch testen lassen können.
Nun aber, wie schon öfter in der Vergangenheit, insbesondere bei Negativ-Meldungen, wird ganz Norditalien in den bundesdeutschen Medien mit Südtirol identifiziert. Südtirol halt. Nicht nur "Bild" macht es, sondern auch die bundesdeutschen Staatsmedien.
https://amp.zdf.de/nachrichten/heute/blog-coronavirus-102.html

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Klemens Riegler 06.03.2020, 19:11

Ich glaube es ist uns allen noch nicht ganz bewusst was da noch kommen könnte;
- Der Epidemie-Forscher Christian Althaus schließt in der Neuen Züricher Zeitung bis zu 30.000 Tote - nur in der Schweiz - nicht aus.
- Der Virologe Christian Dorsten von der Charité Berlin meinte in einer ZDF-Sendung dass 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung Erfahrung mit Corona machen könnten.
Na ja, wer da den Taschenrechner anwirft ... 65% der Bevölkerung infiziert ... davon könnten 1% sterben, dann ist das eine Nummer.
Und trotzdem bitte keine Panik; Die meisten infizierten genesen. Die Wahrscheinlichkeit an etwas anderem zu Sterben ist nach wie vor viel höher. Und vielleicht kommt es ja doch anders ... weniger schlimm, also besser.
Die Gegenmaßnahmen sind trotzdem sehr wichtig, da die Gesundheitseinrichtungen damit etwas Zeit gewinnen könnten.
Hier gibts eventuell einige positive Aspekte zum Virus: http://www.szene.it/subpage/Corona-Virus.html

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Schorsch Peter 07.03.2020, 09:31

Ich frage mich, ob es wirklich richtig ist, Abstriche nur vorzunehmen wenn Symptome bestehen und möglicherweise enger Kontakt mit einer infizierten Person statt gefunden hat, da man so viele Fälle nicht finden wird.
Ich weiss auch nicht, ob das wirklich in ganz Italien so durchgezogen wird, in Deutschland jedenfalls nicht, dort wird deutlich mehr getestet.
Und ist es wirklich sinnvoll, dass nur im Bozner Krankenhaus Abstriche vorgenommen werden? Wo anders geht das mobil...
Wird in Südtirol mal wieder versucht, die Dinge unter der Decke zu halten? Inzwischen frage ich mich sogar, ob es vielleicht gar nicht so falsch war, Südtirol als Risikogebieti zu deklarieren, denn es scheint doch nicht so wenige exportierte Fälle zu geben, und vielleicht kann Südtirol dann nicht mehr weiter so tun, als ob es die Insel der Glückseligen wäre, sondern muss sich der Realität stellen - jetzt bleiben eh schon die Touristen weg, dann kann man vielleicht auch mehr auf den Virus testen...

Übrigens, wenn untenstehender Artikel von der Repubblica von gestern stimmt, dann ist Patient 1 in Italien nur gefunden worden, weil sich jemand nicht an das Protokoll gehalten hat!
https://www.repubblica.it/cronaca/2020/03/06/news/l_anestesista_di_codog...

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