Bulgarische Flagge
Pixabay/salto.bz
Advertisement
Advertisement
Energie

“Werden unseren Namen schützen”

Alperia äußert sich zu den angeblichen Unregelmäßigkeiten bei PVB Power Bulgaria. “Sind daran unbeteiligt”, heißt es gemeinsam mit den Trentiner Energiegesellschaften.
Advertisement
Advertisement

Wir waschen unsere Hände in Unschuld – und werden alles tun, um uns zu schützen. Das ist die Kernaussage der Stellungnahme, mit der Alperia, Dolomiti Energia und Finest am frühen Donnerstag Nachmittag an die Öffentlichkeit gehen.
Soeben hat Zhelyu Ganchev bei einer Pressekonferenz im Hotel Laurin seine Vorwürfe dargelegt. salto.bz hat die Hintergründe der Anschuldigungen diese Woche detailliert nachgezeichnet – und ein Interview mit dem bulgarischen Unternehmer geführt. Einem Unternehmen in Bulgarien, der PVB Power Bulgaria, sollen über zehn Jahre 40 Millionen Euro entzogen worden – und über Scheinfirmen in die Tasche Privater, auch im Trentino, geflossen sein. An der Energiegesellschaft in Bulgarien war ursprünglich auch die Etschwerke AG beteiligt, die die Beteiligung nach dem Zusammenschluss mit der SEL zu Alperia der Landesenergiegesellschaft sozusagen vererbt hat. Weitere Beteiligungen halten die Trentiner Landesenergiegesellschaft Dolomiti Energia und die Trentiner Finest.

“Ich habe sowohl die Alperia AG, wie auch die Dolomiti Energia darüber informiert, dass hier Millionenbeträge abfließen und versickern”, klagt Zhelyu Ganchev. Reaktionen habe es keine gegeben. “Ich habe den Eindruck, dass man auch jetzt in der Alperia lieber nichts wissen will.” Ganchev ist selbst PVB-Gesellschafter und hat Interesse bekundet, das angeschlagene Unternehmen zu kaufen.

Nun melden sich Alperia, Dolomiti Energia und Finest zu Wort. In der gemeinsamen Stellungnahme heißt es:

“Angebliche Unregelmäßigkeiten bei PVB Power Bulgaria AD: Alperia, Dolomiti Energia Holding und Finest daran unbeteiligt

In Bezug auf die Aussagen von Herrn Zhelyu Ganchev während der Pressekonferenzen am 16. Oktober in Sofia (Bulgarien) und am 7. November in Bozen über angebliche Unregelmäßigkeiten, die die bisherige Führung der bulgarischen PVB Power Bulgaria AD bzw. Tochtergesellschaften betreffen, wird präzisiert, dass die Unternehmen Alperia AG, Dolomiti Energia Holding SpA und Finest SpA die von Herrn Ganchev getätigten Anschuldigungen betreffend einer Beteiligung der obgenannten Unternehmen bzw. ihrer Vertreter an angeblichen illegalen oder irregulären Aktivitäten innerhalb der PVB Power Bulgaria entschieden und vollinhaltlich zurückweisen.

Alle drei Unternehmen weisen darauf hin, dass sie – obwohl keines von ihnen jemals die Kontrolle der PVB Power Bulgaria inne hatte und unabhängig von den Initiativen von Herrn Ganchev – als Aktionäre von PVB Power Bulgaria jede Initiative der Gesellschaft zur Feststellung von Unregelmäßigkeiten in der Geschäftsführung in der Vergangenheit unterstützt haben und weiterhin unterstützen werden und bereit sind, die geeigneten Maßnahmen zum Schutz der Interessen von PVB Power Bulgaria und deren Aktionäre auszuloten und umzusetzen. Die drei Unternehmen verweisen darauf, dass sie, selbst wenn Unregelmäßigkeiten bei der PVB Power Bulgaria festgestellt würden, selbst Geschädigte wären.

Alperia AG, Dolomiti Energia Holding SpA und Finest SpA weisen außerdem darauf hin, dass Herr Ganchev seine Bereitschaft zum Kauf der PVB Power Bulgaria geäußert hatte. Sein Angebot, das als völlig unangemessen eingestuft wurde, wurde jedoch nicht angenommen, da die drei Unternehmen erwogen, andere mögliche Käufer im Rahmen eines Auswahlverfahrens zu suchen.
Die drei Unternehmen stellen somit fest, dass die Maßnahmen und Interventionen von Herrn Ganchev durchgeführt werden, nachdem sein Versuch PVB Power Bulgaria zu erwerben gescheitert ist.

Alperia AG, Dolomiti Energia Holding SpA und Finest SpA werden alle Maßnahmen in die Wege leiten, um den eigenen Namen und die eigenen Rechte zu schützen.”

Advertisement

Weitere Artikel zum Thema...

Alperia
Salto.bz
SEL - ALPERIA

Evviva Bulgària

img_7224-1.jpg
PVB Bulgaria

Kommentar schreiben

Kommentare

Bild des Benutzers Günther Alois Raffeiner
Günther Alois Raffeiner 08.11.2019, 09:57

Supermanager,wenn sie angeblich nicht mal gemerkt haben,dass 40 Millionen Euro in dunkle Kanäle verschwunden sind! Ach ja,die ARMEN sind ja selbst betroffen???

Bild des Benutzers Sepp Bacher
Sepp Bacher 08.11.2019, 15:04

Und mindestens zwei Alperia-Leute sitzen in den Gremien das Bulgarischen Gesellschaft.

Bild des Benutzers G. P.
G. P. 08.11.2019, 19:20

Um irgendwo zu sitzen und zu kassieren braucht es nicht viel Können ... :-)

Advertisement
Advertisement
Advertisement