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Der Medien-Navigator

Die Nato hat hingegen das Versprechen nicht eingehalten, sondern sich über mehrere Staaten ausgebreitet. Die Folge davon ist jetzt der Ukraine Krieg.
Hinweis: Dieser Artikel ist ein Beitrag der Community und spiegelt nicht notwendigerweise die Meinung der SALTO-Redaktion wider.

  • Heuer wird das 75-jährige Jubiläum der Nato gefeiert, und meiner Meinung nach ist es höchste Zeit sich mit der Nato zu befassen.

    Der Medien-Navigator ist eine gute Hilfe für Wissensdurstige die Medien, die man liest, richtig zu beurteilen.

    Für Neugierige auch sehr interessant zu schnüffeln.

    https://swprs.org/wp-content/uploads/2024/01/medien-navigator-spr-2024-…

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Christian I Mo., 08.04.2024 - 13:56

Aus NOT ONE INCH sind geheime USA-Basen an der Grenze zu Russland entstanden... was wàre hingegen wenn Russland immer nàher an den USA rùcken wùrde...

Mo., 08.04.2024 - 13:56 Permalink
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Peter Gasser Mo., 08.04.2024 - 14:38

Zitat: “Die Nato hat hingegen das Versprechen nicht eingehalten, sondern sich über mehrere Staaten ausgebreitet. Die Folge davon ist jetzt der Ukraine Krieg.”:

Satz 1 im Zitat: falsch.

- die NATO kann nichts “versprechen”, internationale Verträge werden von souveränen Staaten gemacht;

- die NATO kann sich nicht “ausbreiten”: die Nato kann keine Staaten erobern.

.

Wenn die Nato das “Problem” und eine “Gefahr” ist, warum hat Russland dann an fast der gesamten Grenze zur Nato fast seine gesamten Truppen abgezogen?
Es verhält sich also gegenteilig: da die NATO lediglich ein Verteidigungsbündnis ist, ist jeder Staat in der Nato eine Gefahr weniger für Russland, da ihm die Nato im Falle eines Angriffs auf Russland gar nicht helfen darf!

Mo., 08.04.2024 - 14:38 Permalink
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K V Mo., 08.04.2024 - 16:14

Antwort auf von Peter Gasser

"Es verhält sich also gegenteilig: da die NATO lediglich ein Verteidigungsbündnis ist, ist jeder Staat in der Nato eine Gefahr weniger für Russland, da ihm die Nato im Falle eines Angriffs auf Russland gar nicht helfen darf!" Schon lange keinen solchen Schwachsinn mehr gelesen.

Mo., 08.04.2024 - 16:14 Permalink
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Peter Gasser Mo., 08.04.2024 - 17:02

Antwort auf von K V

aja, und was daran stimmt nun nicht:

Die Nato ist kein Verteidigungsbündnis?
Die Nato muss einen Staat unterstützen, der Russland angreift?
Welcher Staat möchte denn überhaupt Russland angreifen/erobern und warum nur?

Warum hat Russland beinahe sein ganzes Militär von der Grenze Richtung Westen/Nato abgezogen: weil die Nato eine Gefahr ist oder weil die Nato KEINE Gefahr für Russland ist?

4 einfache Fragen.

Mo., 08.04.2024 - 17:02 Permalink
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K V Mo., 08.04.2024 - 18:01

Antwort auf von Peter Gasser

Offensichtlich haben sie vergessen oder verdrängt, dass die NATO bereits andere Länder angegriffen hat, ohne Auslösung des Bündnisfalles und ohne UN Mandat. Soviel zum Verteidigungsbündnis, welches es per Vertrag eigentlich sein sollte und zur Gefahr für andere Länder. Der damalige Angriff auf den Kosovo wurde vom Westen als "humanitäre Intervention" bezeichnet. Erinnert doch irgendwie an das russische Wording im Ukraine Krieg. Allerdings hat Putin den Krieg meines Wissens nicht als humanitär bezeichnet.

Mo., 08.04.2024 - 18:01 Permalink
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K V Mo., 08.04.2024 - 18:27

Antwort auf von Peter Gasser

Meinen Verweis auf den Kosovo Krieg als Ablenkung zu bezeichnen ist wohl ein peinlich schwacher Einwand, Herr Gasser. Zumal der damalige Einsatz beweist, dass sich die NATO nicht nur verteidigt und damit von anderen Ländern zurecht als Gefahr wahrgenommen werden kann. Und mich interessiert es in keiner Weise ihre Fragen zu beantworten. Ich habe lediglich festgestellt, dass sie einen seltenen Schwachsinn von sich geben und habe das dann entsprechend belegt.

Mo., 08.04.2024 - 18:27 Permalink
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Peter Gasser Mo., 08.04.2024 - 18:54

Antwort auf von K V

Ja das ist schon klar, statt Antwort, Dialog, Argument kommt “Schwachsinn” als Beurteilung des Gegenüber ins Spiel.
Ist halt so & jeder wie er kann. “Belegt” haben Sie nichts, jedenfalls finde ich nichts.

ad rem: 4 einfache Fragen, unten noch eine 5. Frage:

.

Wen wollten die Natostaaten in Ex-Jugoslawien erobern und ausbeuten?
.
(Russland will ausbeuten, erobern, assimilieren - ganz in imperialer Tradition; dazu täglich brutalste Kriegsverbrechen).

Mo., 08.04.2024 - 18:54 Permalink
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K V Mo., 08.04.2024 - 19:03

Antwort auf von Peter Gasser

Ach kommen sie, schon wieder das ad rem und ad personam Getue, sobald sie merken, dass sie einen Stumpfsinn gepostet haben. Offenbar kennen sie selbst den Unterschied nicht. Ich habe ihre Aussage als Schwachsinn bezeichnet, also die Sache angesprochen und nicht sie als Person als Schwachkopf beschimpft.

Mo., 08.04.2024 - 19:03 Permalink
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K V Mo., 08.04.2024 - 19:25

Antwort auf von Peter Gasser

Nun haben sie also eingesehen, dass ich nicht ad personam argumentiere und kommen nun mit der Netiquette. Meine Ausdrucksweise mag zwar nicht nett sein, doch sie erschöpft sich keinesfalls im Begriff Schwachsinn, sondern ich habe geschichtliche Belege gebracht um meine Beurteilung zu untermauern, während sie Behauptungen hinaus hauen, die jeder Logik entbehren. Schönen Abend auch noch

Mo., 08.04.2024 - 19:25 Permalink
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Peter Gasser Mo., 08.04.2024 - 19:38

Antwort auf von K V

Zitat: “ ... ich habe geschichtliche Belege gebracht ...”:

Ein “Beleg” ist ‘nachweisbares Quellmaterial’.
Ich lese in Ihren Kommentaren oben nur Behauptung und Meinung, nirgends einen Beleg.
Macht aber nichts:

...das zu den Begrifflichkeiten.
.
2 Belege:

https://de.wikipedia.org/wiki/NATO

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/sicherheit-und-verteidigu…

Mo., 08.04.2024 - 19:38 Permalink
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K V Mo., 08.04.2024 - 19:45

Antwort auf von Peter Gasser

Dass sich die NATO im Kosovo Krieg nicht verteidigt sondern angegriffen hat, ist ausreichend geschichtlich belegt, dafür brauch ich nicht Wikipedia verlinken. Wenn sie das als Behauptung oder Meinung bezeichnen, dann wünsch ich nochmals schönen Abend auf dem anderen Planeten.

Mo., 08.04.2024 - 19:45 Permalink
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Salto User
wartl Di., 09.04.2024 - 20:17

Antwort auf von Peter Gasser

Im Leitartikel der "Welt" vom 30.6.2001 ist zu lesen: "Wenn demnächst auf die eine oder andere Weise Mazedonien noch dazukommt, wird die gesamte Region ein unerklärtes Protektorat der Europäischen Union sein."
Wie Mazedonien dazukam, erläuterte Volker Rühe am 27.9.2001 im Deutschen Bundestag: " Die NATO hat den Präsidenten Mazedoniens massiv gebeten, sie zu bitten, militärisch in Mazedonien präsent zu sein." Dieser kam der "Bitte" zähneknirschend nach, um seinem Land das Schicksal Serbiens (in die Steinzeit zurückgebombt zu werden) zu ersparen.
Zweck des Krieges und der Diktate war die Türöffnung für westliche Konzerne, die dort die Infrastrukturunternehmen (Strom, Wasser, ...) übernahmen wie der niederösterreichische Energieversorger EVN.
Möglicherweise spielte auch die Rache der alten Nazis in deutschen Unternehmen für die Rache der Partisanen an den Nazis zu Kriegsende eine Rolle. Die US- Patronage für die braune Brut wurde besonders von Allen Dulles (CIA-Chef 1953-1961) betrieben: Beförderung der Rattenlinie, Befreiung von Himmlers Stabschef Karl Wolff aus der Umzingelung durch italienische Partisanen, Reinhard Gehlen (Hitlers Geheimdienstchef hinter der Ostfront) zum ersten BND-Chef gemacht, Mastermind hinter GLADIO (Quelle: David Talbot "The Devil's Chessboard")

Di., 09.04.2024 - 20:17 Permalink
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Peter Gasser Mi., 10.04.2024 - 09:29

Antwort auf von wartl

Der nur 1 Seite umfassende Artikel, den Sie zitieren, war sicherlich kein Leitartikel in “Welt”; zudem stellt besagter Artikel die gesamte Situation POSITIV dar, vermittelt also das Gegenteil dessen, was Sie in Ihrem Kommentar wiedergeben - dort steht (https://www.welt.de/print-welt/article460234/Unser-Balkan.html):

“Alle Lektionen der letzten zehn Jahre kreisen um das eine Wort - Macht. Eigentlich hatten die Europäer davon schon immer reichlich: 1990 waren ihre Armeen nicht kleiner als heute, ihre Wirtschaft nicht schwächer und ihre Politiker nicht dümmer. Trotzdem sahen sie in völliger Ohnmacht zu, wie Jugoslawien in kleinen und großen Kriegen versank. **Chaos und Gewalt einer Region setzten Flüchtlingszüge in Gang, wie sie seit Jahrzehnten nicht mehr denkbar schienen**. Uneinigkeit war die Schwäche Europas - und das Zögern, sich der eigenen Stärke zu bedienen. Ohne die Amerikaner, ohne ihren entschlossenen Einsatz politischer wie militärischer Macht hätte Slobodan Milosevic Mitte der neunziger Jahre über Europa gesiegt. Der despotische Präsident trieb für nicht kurze Zeit einen Kontinent stabiler Demokratien vor sich her; welch ein Debakel.
Und welch ein Wandel seither, in kaum sechs Jahren: Wenn demnächst auf die eine oder andere Weise Mazedonien noch dazukommt, wird die gesamte Region ein unerklärtes Protektorat der Europäischen Union sein. **Die EU organisiert nach ihrem Vorbild die regionale Zusammenarbeit und den wirtschaftlichen Wiederaufbau. Daneben bannt sie mit der Nato Krieg und Bürgerkrieg**.”

DAS steht, vollständig zitiert, im Artikel.

.

Zitat: “Möglicherweise spielte auch die Rache der alten Nazis in deutschen Unternehmen für die Rache der Partisanen an den Nazis zu Kriegsende eine Rolle”:
“möglicherweise” ist das auch nur erfunden, denn “möglicherweise” leben die alten Nazis seit 1945 in Reichsflugscheinen auf der Hinterseite des Mondes...

Mi., 10.04.2024 - 09:29 Permalink
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Salto User
wartl Do., 11.04.2024 - 19:12

Antwort auf von Peter Gasser

Nun, in besagtem Leitartikel stehen schon noch weitere Sätze wie:
"Ja, der Balkan ist unser Hinterhof. ja, wir haben dort Interessen, für die wir einstehen wollen. Ja, militärische Macht gehört in letzter Konsequenz eben doch zu den Mitteln, diese Interessen und Werte durchzusetzen. Franzosen und Briten war dieser selbstbewusste Kanon vielleicht nicht neu, doch auch sie blieben auf dem Balkan ohne Macht - bis die Deutschen sich besannen, zögerlich noch unter der Regierung Kohl, zur Entschlossenheit gezwungen unter der Regierung Schröder. So hat sich Europa verändert, weil vor allem die Deutschen sich verändert haben."
"In diesem Selbstbewusstsein haben die Europäer die politischen Regeln des Westens in Südosteuropa durchgesetzt." (meine Anmerkung: gemeint ist wohl der Neoliberalismus, die EVN hat 2006 90 % des mazedonischen Energieversorgers übernommen)
"Wer Stärke zeigt, wer Interessen hat und sie durchsetzen will - der haftet lange." (hat sich vor allem in Afghanistan gezeigt)

Der "Arisierer" der Rothschildbank (August von Finck) konnte seinem gleichnamigen und ebenso rechtsgewickelten Sohn (Sponsor der AfD) ein Milliardenvermögen hinterlassen. Der NS - Marinerichter Filbinger wurde Ministerpräsident von BaWü. Reinhard Gehlen wurde erster BND-Chef. ("Hinterseite des Mondes")

Do., 11.04.2024 - 19:12 Permalink
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Stefan S Mi., 10.04.2024 - 10:17

Antwort auf von wartl

"Möglicherweise spielte auch die Rache der alten Nazis in deutschen Unternehmen für die Rache der Partisanen an den Nazis zu Kriegsende eine Rolle."
Ein wenig viel an den Haaren herbei gezogen.
"Im Leitartikel der "Welt"
Springer Presse zu kommentieren ist wenig zielführend in diesem Zusammenhang.
"Dieser kam der "Bitte" zähneknirschend nach, um seinem Land das Schicksal Serbiens (in die Steinzeit zurückgebombt zu werden) zu ersparen."
Ist Unsinn, Serbien wurde von der Nato nicht in die Steinzeit zurück gebombt. Aus ethischer Sicht befand sich Serbien bereits dort und wirtschaftlich war Serbien so gut wie pleite wie der ganze Ostblock. Gut schwimmen konnte nur wer Rohstoffe anzubieten hatte.
"Reinhard Gehlen (Hitlers Geheimdienstchef hinter der Ostfront) zum ersten BND-Chef gemacht"
Es ist kein Geheimnis das im deutschen Sprachraum und insbesondere in D die alten Nazi Strukturen immer noch in der Judikative und Exekutive zum Vorschein kommen. Das letzte Mal war dies mehr als deutlich mit der NSU Affäre zu beobachten. Und das Maaßen Präsident des Verfassungsschutz war ist auch skandalös genug. Und da kommen wir zu den Schwächen unserer Demokratien, während die politisch Verantwortlichen stetig Wechseln bleiben die Mitarbeiter in den Ministerien und staatlichen Institutionen stets die selben. Wer gegen diesen Umstand als Minister oder Präsident gegen diese Jahrzehnten alten Seilschaften vorgehen will ergeht es dann wie Habeck oder diversen Gesundheitsministern.
Die meisten leitenden Amtsinhaber halten aus diesem Grund die Füße still wodurch die Reformfähigkeit immer weiter schwindet.

Mi., 10.04.2024 - 10:17 Permalink
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wartl Do., 11.04.2024 - 18:48

Antwort auf von Stefan S

Die sattsam bekannte Springer Presse ist gerade in diesem Fall eine unverdächtige Zeugin, da sie unbestritten westfreundlich ist.
Ganz Jugoslawien war pleite, da es wegen der Hochzinspolitik Ende der 80er/Anfang der 90er die Zinsen nicht mehr bedienen konnte. Die Hochzinspolitik war eine Folge der verantwortungslosen "Star Wars" - Rüstungspolitik von Reagan und Bush sen, um Investoren trotz des explodierten Budgetdefizits anzulocken.

Do., 11.04.2024 - 18:48 Permalink
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Hartmuth Staffler Mi., 10.04.2024 - 13:31

Antwort auf von wartl

Der Karl Wolff hat sich wohl, trotz vorausgegangener Kriegsverbrechen, durch die Operation Sunrise gewissermaßen selbst "entnazifiziert". Und aus der angeblichen "Umklammerung" durch italienische Partisanen hat sich Wolff ganz elegant durch Verbrüderung mit eben diesen Partisanen befreit, wobei man natürlich ergänzen muss, dass es sich teilweise um "Partisanen der letzte Stunde" gehandelt hat, die kurz vorher noch überzeugte Faschisten waren. Man blieb also unter sich. Wolff hat zum Kriegsende einen Partisanen der letzten Stunde zum Präfekten von Südtirol gemacht, hat daraufhin den Persilschein erhalten und unbelästigt noch viele Jahre seine Urlaube in Eppan verbringen können. Eine beachtliche SS-Karriere..

Mi., 10.04.2024 - 13:31 Permalink
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Salto User
wartl Mo., 08.04.2024 - 19:16

Antwort auf von Peter Gasser

Sorry, die NATO ist kein Verteidigungsbündnis, sondern hat 1999 den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Serbien geführt und hat die nukleare Erstschlagsoption noch nie aufgegeben (trotz IGH-Erkenntnis vom Juli 1996, dass nicht nur der Einsatz von Massenvernichtungswaffen, sondern auch die Androhung des Einsatzes völkerrechtswidrig sind).
Zum Angriffskrieg 1999 hat die gewiss nicht linksverdächtige "Welt" im Leitartikel von Nikolaus Blome vom 30.6.2001 "Unser Balkan - alle Lektionen der letzten zehn Jahre kreisen um das eine Wort Macht" Klartext geschrieben: "...die politischen Regeln des Westens in Südosteuropa durchgesetzt..." Milosevic wurde bekriegt, weil er sich geweigert hatte, neoliberale "Reformen" durchzuführen und stattdessen die Notenpresse anwerfen ließ. Das angebliche Massaker von Racak hat es realiter nicht gegeben, wie die frühere Labour-Abgeordnete Alice Mahon am 1.3.2006 vor dem Tribunal in Den Haag aussagte (https://www.icty.org/x/cases/slobodan_milosevic/trans/en/060301IT.htm); außerdem wäre es zeitlich zu knapp vor dem Kriegsbeginn gewesen - kommt somit schon aus logistischen Gründen nicht als Kriegsgrund in Betracht. Der Krieg gegen Serbien wurde schon bei der NATO- Tagung am 28.5.1998 auf Druck des deutschen Kriegsministers Rühe beschlossen, wie Heinz Loquai in der FAZ vom 25.9.1998 schrieb.
Der NATO- Oberbefehlshaber dieses Kriegs, Wesley Clark, schrieb in seinen Memoiren ("Waging Modern War"), dass Deutschland und Großbritannien die treibenden Kräfte für diesen Krieg waren. Für GB deckt es sich übrigens mit den Aussagen von Alice Mahon vor dem Tribunal in Den Haag.
Die völkerrechtswidrigen Angriffskriege 1999 und 2003 haben die Hemmschwelle für alle weiteren Kriege zur Durchsetzung imperialer Interessen (und damit auch jenen Russlands gegen die Ukraine) unverantwortlich herabgesetzt; die noch lebenden Verantwortlichen gehören daher ebenso vor ein Tribunal in Den Haag gestellt wie Putin. Wie sagte US-Vizepräsidentin Kamala Harris so treffend bei der Münchner Sicherheitskonferenz: "Können nicht in einer Welt leben, in der sich die Länder nicht an Regeln und Normen halten"
Da das (angebliche?) Versprechen anlässlich der 2 + 4 - Verhandlungen zur deutschen Wiedervereinigung seit Jahren ebenso heftig behauptet wie bestritten wird, stütze ich mich auf die obgenannten Fakten - und die sind für die NATO nicht eben schmeichelhaft. Sie erklären auch, warum den Ländern des Westens mit so viel Vorbehalt begegnet wird, was sich auch bei den Abstimmungen in der UNO zeigt.

Mo., 08.04.2024 - 19:16 Permalink
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Gerold FIEDLER Mo., 08.04.2024 - 20:59

Antwort auf von wartl

"Wartl", vielen Dank fuer diese aufschlussreichen Fakten. Die groessten Kriegstreiber waren und sind leider im atlantischen Buendnis zu finden. Trotzdem wollen sie sich als Verteiger der Demokratie verkaufen. Zur letzten Konsequenz, also dem direkten Kriegseintritt gegen die russische Foederation mit Nato Soldaten fehlt ihnen aber zum Glueck doch der Mut, da die Folgen fuer Europa und die Nato mit Sicherheit sehr weitreichend und tragisch waeren.

Mo., 08.04.2024 - 20:59 Permalink
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Peter Gasser Mo., 08.04.2024 - 22:07

Antwort auf von Gerold FIEDLER

Ja, Putler sei Dank müssen wir (unsere Kinder) in den nächsten Jahren tausende Milliarden für Wehrhaftigkeit, Verteidigung und Munitionslager (und Beseitigung von Kriegsschäden) ausgeben - und hier findet mancher noch bewundernde Worte für den nach Hitler größten und brutalsten Schwer-Verbrecher Europas.

Zum Glück muss Russland Angst vor Europa haben, und nicht umgekehrt.

Mo., 08.04.2024 - 22:07 Permalink
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Stefan S Di., 09.04.2024 - 07:54

Antwort auf von wartl

"Milosevic wurde bekriegt, weil er sich geweigert hatte, neoliberale "Reformen" durchzuführen und stattdessen die Notenpresse anwerfen ließ."
Sorry aber das ist Unsinn, mit diesem präventiven Erstschlag gegen Serbien den Ukraine Krieg zu rechtfertigen ist völlig menschenverachtend und noch dümmer ist es dieses auf "neoliberale Notenpresse" zu reduzieren. Oder wer von uns und in ganz Europa hat nicht von der Erfolgsgeschichte der EU mit dem Schutzschirm NATO in den Jahrzehnten nach dem 2 WK gesellschaftlich und wirtschaftlich profitiert?
Mit der Nato und der EU haben wir es geschafft die Diktaturen in Spanien und Portugal zu beenden, den Basken und Irland Konflikt zu befrieden, den eisernen Vorhang durch Wirtschaftskraft und gesellschaftliche Perspektive zum Fallen gebracht, ganz Osteuropa weitgehend demokratische Verhältnisse ermöglicht und wirtschaftlich stabilisiert.
Nach dem Blutbad von Sarajewo und Srebrenica war der Eingriff in Serbien die damals einzig logische Konsequenz.

Di., 09.04.2024 - 07:54 Permalink
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Salto User
wartl Do., 11.04.2024 - 18:22

Antwort auf von Stefan S

Mit dem Blutbad von Sarajewo und Srebrenica hatte Milosevic nichts zu tun, wie auf Wiki zu seiner Person nachzulesen ist. Das Tribunal gegen Karadzic sah keinen Beleg für eine Rolle von Milosevic: "Im Rahmen des Urteils gegen Radovan Karadžić stellte der Internationale Strafgerichtshof 2016 fest, dass eine Verantwortung Miloševićs für die den Bosnienkrieg betreffenden Anklagepunkte nicht nachgewiesen werden könne."
"Zum Anklagepunkt Massaker von Srebrenica schrieb Ralph Hartmann im Jahr 2005, Milošević treffe „trotz aller Tricks der Chefanklägerin del Ponte, das Gegenteil zu beweisen“, nach dem bisherigen Prozessverlauf keine Schuld. Das ergebe sich unter anderem aus einem 3496 Seiten langen Bericht des Niederländischen Instituts für Kriegsdokumentation. Einer der Autoren habe erklärt: „In unserem Bericht kommen wir zu dem Schluss, dass Milosevic keine Vorabkenntnis über die folgenden Massaker hatte. Was wir fanden, waren Beweise für das Gegenteil. Milošević war empört, als er von dem Massaker erfuhr.“[17]
Ralph Hartmann: Ein fragwürdiges Video. In: Ossietzky 14/2005.
Ich rechtfertige nicht den Ukraine-Krieg, aber ich verurteile entschieden den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der NATO gegen Serbien und verlange nach wie vor, dass die Verantwortlichen dieses Kriegs und des Kriegs der USA gegen den Irak 2003 vor das Tribunal in Den Haag gestellt werden, soweit sie noch leben (Kohl und Rumsfeld sind schon tot): Rühe, Schröder, Scharping, Blair, Cook, Naumann, Bush jr., Bolton, Cheney, Wolfowitz
Solange die Verbrechen von 1999 und 2003 nicht aufgearbeitet sind, wird der Westen den Weg in eine bessere Zukunft nicht finden.

Do., 11.04.2024 - 18:22 Permalink
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Stefan S Mo., 15.04.2024 - 13:09

Antwort auf von wartl

"Mit dem Blutbad von Sarajewo und Srebrenica hatte Milosevic nichts zu tun, "
Habe ich in keiner Silbe behauptet, mir ging es lediglich um den Punkt das durch den Eingriff der Nato weiteres Blutvergießen mit ethnischen Säuberungen vermieden wurde.
Irak 2003 ist eine ganz andere Nummer und der größte Fehler des Westens, bzw. hauptsächlich der USA + GB, den man begehen konnte.

Mo., 15.04.2024 - 13:09 Permalink
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Peter Gasser Mi., 17.04.2024 - 12:21

Antwort auf von Leonhard Clara

Ja, genau!

... und die Israelis müssen auch zugeben, dass sie das am 7. Oktober selbst waren;
Und Paris muss das auch zugeben, dass sie das mit den Terroranschlägen selbst waren.

Nur in Moskau, da waren es nicht die Russen selbst, da waren es plötzlich doch Terroristen - oder wenigstens vom Westen beauftragte Terroristen!

.

Irgendwie seltsam, nicht???

Mi., 17.04.2024 - 12:21 Permalink
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Leonhard Clara Di., 09.04.2024 - 14:12

Für Neugierigen aus "Der Medien-Navigator"

Baut Brücken!

Den Aufruf «Baut Brücken!» hat Christian Müller erstmals zu Beginn des neuen Jahrtausends erlassen, damals in Gedichtform und sowohl deutsch als auch englisch. Zwanzig Jahre später ist dem nichts beizufügen:

Baut Brücken!
Ja, das neue Jahrtausend hat begonnen.
Mit Angst und Aggression,
mit Krieg und Katastrophen,
mit Terror und Tyrannei.
Die Welt ist voller Grenzen, Gräben und Abgründe.
Und nur Wenige versuchen, Brücken zu bauen.

Immer mehr Menschen gehen auf Distanz:
Auf Distanz zu Menschen, die eine andere Sprache sprechen.
Auf Distanz zu Menschen, die einer anderen Glaubensgemeinschaft angehören.
Auf Distanz zu Menschen, die eine andere Hautfarbe haben.
Und nur Wenige versuchen, Brücken zu bauen.

Immer mehr Menschen werden einsam:
Einsam in einer Gesellschaft, die sich zunehmend polarisiert.
Zwischen Jung und Alt,
zwischen Reich und Arm,
zwischen Weissen und Nicht-Weissen.
Und nur Wenige versuchen, Brücken zu bauen.

Die Welt ist eine Welt voller Inseln.
Es ist Zeit, Brücken zu bauen.

Build your bridges!
Yes, the new millennium has begun.
With fear and fighting,
conflict and catastrophe,
tyranny and terror.

The world has never been fuller of borders, barriers and broken links.
And there are so few bridge-builders around.

More and more people are keeping their distance:
from others who hold different beliefs;
from others who speak another language;
from others whose skin is a different colour.
And there are so few bridge-builders around.

More and more of us are finding ourselves alone.
Alone in a society that is becoming increasingly one of extremes.
The young and the old;
the rich and the poor;
the white and the non-white.
And there are so few bridge-builders around.

Our world is a world full of islands.
It’s time to build bridges between them.

Di., 09.04.2024 - 14:12 Permalink