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DICKTATORSHIP
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Salto Gespräch

Mannsbilder 2.0

Gustav Hofer und Luca Ragazzi haben einen Film für harte und weiche Männer und Frauen gemacht. Mit harten Fakten und einer weichen Erzählweise.
Von
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Martin Hanni09.06.2019
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Kommentare

Bild des Benutzers Georg Lechner
Georg Lechner 09.06.2019, 10:27

In welcher Sprache wird im Film gesprochen?

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Sepp Bacher 09.06.2019, 13:02

Vom Trailer her zu schließen, wird ausschließlich italienisch gesprochen!

Bild des Benutzers Sepp Bacher
Sepp Bacher 09.06.2019, 13:41

Seit ich als junger Mann nach Bozen gekommen bin und in der alternativen Szene gelandet bin, bin ich mit den im Film aufgeworfenen Fragen und Themen konfrontiert und habe mich auch damit intensiv beschäftigt. Nach der Entstehung von Frauen-Gruppen in den Siebziger Jahren kam dann bald auch die erste Männergruppe, zu deren Entstehung ich auch beigetragen habe. Als meine Freunde und Bekannten Eltern wurden, haben sie sich viele Fragen zu einer alternativen Erziehung gemacht und versucht keine herkömmlichen Rollenbilder zu vermitteln. Ein Paar machte z. B. die Erfahrung, dass die Tochter schon bald von schönen Kleidchen fasziniert war, obwohl ihre Mutter immer nur Hosen trug. Oder der Sohn als er noch im Kinderwagen war und noch nicht sprechen konnte bei Straßenarbeiten, wo die Eltern mit ihm zufällig vorbeikamen, nicht genug vom Bagger-(Lärm) und arbeitenden Männern bekommen wollte und nicht mehr weg wollte, obwohl der Vater in einem gehobenen Beruf arbeitete. Ein junger Mann, der als Jugendlicher Probleme entwickelte und ich ihn auf schlechte Erfahrungen in der Kindheit ansprach, nannte als erstes, dass die Eltern ihn drängten auch mit Puppen zu spielen, was er überhaupt nicht wollte.
In meiner privaten und beruflichen Entwicklung habe ich viele psychologische Erfahrungen gemacht und mich weitergebildet. Da habe ich erfahren, dass die Themen in der Psychologie, Beratung und Psychotherapie ganz anders und differenzierte angegangen werden als in den gesellschaftlichen und politischen Diskussionen und Forderungen. Und das unabhängig davon, ob die Referenten, Berater Frauen oder Männer sind. Das werden wahrscheinlich auch alle erfahren haben, die an einer einer Ehe- Beratung oder eine Mediation teilgenommen haben.
Was mich aber auch wundert ist, dass Psychologen, Soziologen und andere Experten im psychosozialen Bereich, nicht an den gesellschaftlichen Diskussionen teilnehmen und ihre Sichtweise einbringen! Eine Ausnahme machte der Wiener Psychotherapeut Bernhard Ludwig, der das sogenannte Seminar-Kabarett entwickelte und dabei viel Erfolg hatte. In seinem Programm "Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit" mit dem er auch Südtirol war, beschäftigte er sich mit dem Thema Männlichkeit, Weiblichkeit.
Politisch hat sich in den Jahren auch sehr viel getan. Es gibt aber auch Punkte, wie z. B. Kampf gegen männliche Gewalt, wo die Frauenbewegung auch nach vielen Jahren und kostspieligen Kampagnen ein Rückschritt verzeichnen muss - die Frauenmorde nehmen statistisch anscheinend zu. Da müsste man sich nicht nur die Frage nach der Effizienz der Kampagnen sondern auch jene nach der Effektivität stellen! Ich glaube, dass sich Männer - oder allgemein Menschen - am wenigsten verändern, wenn sie in der Defensive sind; zumindest aus psychologischer Sicht!

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Sepp Bacher 12.06.2019, 14:32

Es ist schon verwunderlich, dass die Stammkunden des Salto-Stammtischs zum Thema "Maskulinismus in Italien" bzw. auch im "Alto Adige - Südtirol" keinen Diskussionsbedarf haben, wo doch mehrere sonst zu jedem Bericht oder Thema ihre Meinung schreiben? Fühlt ihr euch nicht betroffen?
Hier läuft dieses Interview mit den beiden Filmemachern zwar unter Kultur, das Thema aber ist nicht der Film, sondern die gesellschaftspolitische Botschaft vor allem an uns Männer.

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