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Mister Salewa

Überraschungscoup der Oberalp-Salewa-Gruppe: Heiner Oberrauch holt Ex-SMG-Chef Christoph Engl nach Südtirol zurück - als neuen CEO seines Firmenimperiums.
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Es sind zwei Pressemitteilungen, die auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun haben.BrandTrust und Christoph Engl beenden ihre Zusammenarbeit“, verkündete die führende Managementberatung aus Nürnberg am gestrigen Mittwoch. „Heiner und Ruth Oberrauch laden Sie herzlich zur Pressekonferenz am Donnerstag. 17. Mai um 15:00 Uhr ins Salewa Headquarter ein“, teilt dagegen die Presseabteilung der Oberalp Gruppe mit. Gegenstand des Treffens am heutigen Nachmittag? Rückblick auf die Bilanz 2017, Vorschau auf das Jahr 2018,  Investitionen und strategische Entwicklung der Gruppe – und Bekanntgabe des neuen CEO der Oberalp Gruppe. 

Mit diesem letzten Punkt wird das Rätsel gelöst werden, das die Nürnberger Markenprofis gestern gestellt haben, als sie Engls Wechsel in die Industrie ankündigten. „Nach 5-jähriger, erfolgreicher Zusammenarbeit gehen die Managementberatung BrandTrust und Christoph Engl zum 31. August 2018 getrennte Wege“, heißt es in der Pressemitteilung. „Christoph Engl zieht es aus persönlichen und beruflichen Gründen zurück in seine Heimat Südtirol, wo er eine spannende und neue Herausforderung in der Industrie annehmen wird.“ Und zwar genau in jener Gruppe, die Heiner Oberrauch in den vergangenen Jahrzehnten unter dem Flaggschiff Salewa zu einer dem erfolgreichsten Unternehmen des Landes gemacht hat, hat salto.bzvorab aus gut informierten Kreisen erfahren. Denn es ist Christoph Engl, den Vater und Tochter Oberrauch heute als Nachfolger des langjährigen Geschäftsführers Massimo Baratto präsentieren werden. Baratto hatte das Steuer von Oberalp im vergangenen Dezember nach fast 17 Jahren verlassen, um in die Amsterdamer Europa-Zentrale des US-Sportartikelherstellers Under Armour  zu wechseln. Seinen Platz wird nun Südtirols einstiger Tourismus-Guru einnehmen, der sein Know How in Sachen Marken und Management in den vergangenen Jahren in Nürnberg noch einmal ausgebaut hat. 

Auch zum Leidwesen so mancher Südtiroler Touristiker. Schießlich kommen aus dem Hause Brand Trust mittlerweile drei private touristische Destinationsmarken, von denen Engl selbst zwei entwickelt hat. „Ich weiß schon, dass es im Moment den Anschein hat, Christoph Engl würde nicht mehr an die Marke Südtirol glauben“, hatte der ehemalige SMG-Chef noch Ende des vergangenen Jahres in einem Interview mit salto.bz erklärt. „Doch das ist ein totaler Quatsch." Mit seinem Branchenwechsel erübrigen sich solche Fragen nun ohnehin. Auch wenn sich sein bisheriger Arbeitgeber weiterhin für Aufträge aus Südtirol offen zeigt. Nachdem Engl bei BrandTrust den Geschäftsbereich Destination und Tourismus „mit seinem reichen Erfahrungsschatz und seiner strategischen Brillanz“ erfolgreich ausgebaut habe, werden seine bisherigen Partner seine Ideen und Impulse auch in Zukunft weiterführen, heißt es von Seiten des Unternehmens. „BrandTrust-Kunden aus der Tourismusbranche steht – wie bereits zuvor und auch während der Zusammenarbeit mit Christoph Engl – die langjährige Tourismuskompetenz der BrandTrust Partner Klaus-Dieter Koch, Jürgen Gietl und Achim Feige zur Verfügung, die zusammen mit ihren Beraterteams, die Projekte ab 1. September 2018 übernehmen werden.“

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