Gilberto Cardola, Martin Gradnitzer
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Das neue Tunnel-Team

Die Nachfolger von Konrad Bergmeister und Raffaele Zurlo sind bestellt: Martin Gradnitzer (ÖBB) und Gilberto Cardola (Italferr) übernehmen die BBT-Gesellschaft.
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Auf zwei Männer an der Spitze folgen: zwei Männer an der Spitze. Bei seiner heutigen Sitzung hat der Aufsichtsrat der Brenner Basistunnel Gesellschaft Martin Gradnitzer und Gilberto Cardola zu den neuen Vorständen der BBT SE bestellt. Sie nehmen die Plätze von Konrad Bergmeister und Raffaele Zurlo ein. Die waren, wie salto.bz exklusiv berichtete, am 14. Juni abberufen worden. Institutionelle, strukturelle und persönliche Konflikte im Hintergrund hatten dazu geführt.

Noch fehlt die formelle Bestellung. Aber bereits ab Mittwoch, 18. September, nehmen Martin Gradnitzer (ÖBB) und Gilberto Cardola (Italferr), die Geschicke der italienisch-österreichischen Gesellschaft in die Hand.

 

Gemeinsam weiter

 

Gradnitzer und Cardola seien zwei ausgewiesene Fachexperten der österreichischen und italienischen Bahngesellschaften, die “höchste Kompetenz und Kontinuität beim wichtigsten europäischen Verkehrsprojekt” garantierten und den BBT gemeinsam und im europäischen Geist vorantreiben” werden, heißt es auf der Webseite der BBT-Gesellschaft.
Dort wird auch auf die Bedeutung des Tunnels für den Klimaschutz“eine Tonne Güter auf der Schiene verursacht 21 Mal weniger CO2 als auf der Straße” – und die Wirtschaft Europas verwiesen: “Wie wichtig dieser Tunnel für die Menschen entlang der Brennerstrecke in Italien und Österreich ist, zeigt eine dramatische und höchst besorgniserregende Zahl: Fast 2,5 Millionen LKW überquerten im vergangenen Jahr den Brenner. Das sind mehr LKW als über die Alpenpässe der Schweiz und Frankreich zusammen.”

Gilberto Cardola & Martin Gradnitzer
Handschlag zwischen Italien und Österreich: Gilberto Cardola (links) und Martin Gradnitzer (rechts) werden die Geschicke der BBT-Gesellschaft künftig als neue Vorstände leiten (Foto: BBT SE)

 

“Bald haben wir die Hälfte der insgesamt rund 230 Kilometer des Systems inklusive Erkundungs- und Rettungsstollen ausgebrochen”, heißt es weiter, “überall kommen wir gut voran und lösen auch die schwierigsten Aufgaben, die uns der Berg stellt. 2028 soll es dann soweit sein, dass die ersten Züge durch die längste Eisenbahnverbindung der Welt fahren und Tirol ab dann dauerhaft von der Transitlawine entlasten”.

 

Zu Dank verpflichtet

 

Zugleich bedankt sich der BBT-Aufsichtsrat bei Bergmeister und Zurlo, die man Mitte Juni des Amtes enthoben hat: Das Unternehmen, die ÖBB, die RFI, Österreich und Italien sei den beiden ehemaligen Vorständen “zu großem Dank verpflichtet”, denn es sei ihnen gelungen, “die Ausschreibungen und Bauarbeiten nördlich und südlich des Brenners voranzutreiben und das Projekt zu einem Leuchtturm der großen europäischen Transitachsen zu entwickeln”.
Auch Landeshauptmannstellvertreter und Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider bedankt sich – bei Konrad Bergmeister, den er als “Garanten des Projekt BBT” bezeichnet. “Er hat es verstanden, die Menschen von Anfang an mitzunehmen und für dieses einmalige europäische Projekt, das Nord- und Südeuropa verbindet, zu gewinnen. Ohne ihn wäre das Projekt BBT nicht da, wo es heute ist”, meint Alfreider. Martin Ausserdorfer, der selbst im BBT-Aufsichtsrat sitzt, verabschiedet sich in einer langen persönlichen Stellungnahme auf Facebook von Bergmeister und Zurlo:

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