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Gastkommentar

WirUs – Was kommt?

Wie geht es in der Corona-Krise weiter? Ein rechnerischer, statistischer Versuch – in einfacher Sprache formuliert.
Von
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Klemens Riegler18.03.2020
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Kommentare

Bild des Benutzers Klemens Riegler
Klemens Riegler 18.03.2020, 21:11

Es gibt weltweit viele gute Ansätze. Curevac und viele andere büffeln sicherlich Tag und Nacht. Auch Italien ist diesbezüglich auf einem sehr guten Weg. Ebenso wie China. Aber für die Zulassung gibt es ein festgelegtes Procedere, welches normalerweise meist mehr als 12 Monate vorsieht. Mah ... vielleicht gehts schneller wenn "Gefahr in Verzug".

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G. P. 18.03.2020, 20:15

1. Sind wir nach einer Infektion mit Sicherheit immun? Und für wie lange?
2. Wieso sollte im März/April der Urlaub flöten gehen? Für die corona-bedingten Arbeitsausfälle gibt's doch die Lohnausgleichskasse.

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Klemens Riegler 18.03.2020, 20:59

Auf viele Fragen gibt Prof. Gänsbacher in seiner Rubik "Gänsbacher erklärt" auf Rai-Südtirol Antworten. https://www.rainews.it/tgr/tagesschau/articoli/2020/03/tag-Gaensbacher-C...
- Immun? ... lt. derzeitigem Stand sind wir nach einer ausgetragenen Infektion immun. Es gibt weltweit meines Wissens nur einen einzigen Hinweis, wonach es eine Zweitinfektion gegeben hat (nicht wissenschaftlich belegt).
- Wer jetzt in Zwangsurlaub muss (und eben nicht gleich die Lohnausgleichskasse einspringt), wird im Sommer weniger Urlaub übrig haben.

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pérvasion 18.03.2020, 22:55

»Nehmen wir also an, wir hatten in Südtirol (500.000 Einwohner – um eine runde Zahl zu nehmen) am 1. März 200 Virusträger. Jeder von diesen hat bis 15. März täglich weitere drei Personen angesteckt. Wir hatten also am 15. März rund 10.000 Infizierte.«

Können Sie mir erklären, wie Sie da auf die mickrigen 10.000 kommen?

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pérvasion 18.03.2020, 23:21

(Ich kann mich irren, aber rechnerisch ergibt Ihr Beispiel bei mir nicht 10.000, sondern über 53 Milliarden.)

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Klemens Riegler 19.03.2020, 00:42

Die Zahlen und Rechenbeispiele sind fiktiv. Es gibt keine genauen wissenschaftlich nachgewiesenen Fallzahlen wie viele andere Menschen ein Virusträger am Tag anstecken kann. In Imst dürfte ein Kellner innerhalb weniger Tage Dutzende angesteckt haben. In Hinterwalten hat in der gleichen Zeit höchstens der Seppl die Tresl infiziert.
Ach was solls, man geht heute davon aus, dass ein Infizierter durchschnittlich drei weitere infiziert (Zeitraum unbekannt). Wichtig ist eigentlich nur dass 1 maximal 1 oder weniger ansteckt. Nicht täglich, sondern überhaupt! Und das ist nur mit diesen Maßnahmen möglich! Wir wollen alle am Ende dieses Monats weder 250.000 noch 450.000 Träger ... wir wollen maximal 10.000 infizierte Südtiroler/innen im 14-Tage Zeitraum.

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pérvasion 19.03.2020, 08:42

Okay, dann sollten Sie aber vielleicht das (falsche) Rechnen weglassen, denn das könnte manche in die Irre führen. Nichts für ungut.

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Sepp Bacher 19.03.2020, 10:12

Das mit drei Neuansteckungen pro Infiziertem hat auch Prof. Gänsbacher so gesagt. Aber wenn ich mich richtig erinnere, kam er auch auf eine höhere Zahl bei der Potenz-Hoch-Rechnung.

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pérvasion 19.03.2020, 10:25

Wahrscheinlich aber nicht drei Ansteckungen pro Tag.

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Klemens Riegler 19.03.2020, 10:56

Liebe/r Pervasion ... sorry ... natürlich stimmt die Rechnung nicht. Auch weil es keine Rechnung gibt und niemand einen "Schlüssel" hat. Es ging mir in diesem Beitrag nur darum ein kleinwenig zu vermitteln wie es weiter gehen wird ... egal nach welchen Berechnungen auch immer. Mir war es wichtig zu vermitteln, dass zu Ostern nicht Schluss ist usw. Heute kommt dann eh die statistische Prognose des Biostatistikers Markus Falk. Mal sehen was da kommt? Ich wünsche allen hier Alles Gute ... zu Hause versteht sich.

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Peter Gasser 19.03.2020, 11:06

hier findet dich eine interaktive Grafik, welche das “Netzwerk der Ansteckung” sehr gut darstellt...

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Benno Kusstatscher 18.03.2020, 23:24

Das weißt du doch: Al Bartlett :-)
3^12=531441
Bei einem Infizierten reichten also 12 Tage, um das ganze Land (ohne Herdenschutzsättigungseffekt) zu erreichen. Gut, dass nicht jeder täglich 3 andere ansteckt ( so wie es ausschaut)

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Benno Kusstatscher 19.03.2020, 01:33

@Klemens, die Überlegung ist schon angekommen. Ein bissel Mathematik hilft uns aber das Potential vor Augen zu führen. Wenn auch Patient 0 noch tagelang jeweils drei anstecken würde, wären wir übrigens mit ganz Südtirol in weniger als 10 Tagen durch, in 16 Tagen mit der halben Menschheit. Das ist so nicht wirklich begreifbar. Umso wichtiger das im Beitrag vorgebrachte Argument.

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Klemens Riegler 19.03.2020, 08:30

Danke Benno! Ich wollte auch nicht wirklich "rechnen" weil das definitiv nicht möglich ist. Ich bin aber überzeugt, dass sich Covid19 ohne jegliche Maßnahme innerhalb von 30 Tagen in ganz Südtirol ausgebreitet hätte. Der exponentielle Wert ließe sich also zurückrechnen (von 500.000 auf 200 ...bzw. Null oder Eins). Ist aber echt auch unwichtig. Ich wollte nichts anderes als ganz wage die nächsten Wochen (und Monate) zu skizzieren ... das was die Menschen wissen wollen uns sollen. Ich darf das, ein Wissenschaftler oder Politiker eher nicht, weil der kriegt danach ordentlich auf die Rübe ... wenn er daneben gelegen hat. Ich bin hingegen ja nur ein kleiner Unternehmer und "Nebenbei-Publizist".

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Peter Gasser 19.03.2020, 08:37

nun rechne auch ich ohne jede Gewährleistung:
300.000 Infizierte in Südtirol ergäben 30.000 Erkrankte ergäben 3.000 schwer Erkrankte... wir haben für diese 50, bestenfalls 100 Intensivbetten...
... und dann wird hier verschiedentlich vorgeschlagen und zugestimmt, das alles doch einfach zuzulassen und fast wie gewohnt öffentlich weiterzuleben - das verstehe wer will...

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elisabeth garber 19.03.2020, 10:35

Das verstehen die gesundheitlich topfitten (eventuell noch im Besitze eines zertifizierten Mundschutzes...) und die illusorisch glauben, es gäbe ausschließlich Risikogruppen. Das alles ist noch nicht richtig bewiesen...wenn ich nicht irre, einiges spricht dagegen. Zum Beispiel infizierte Spitzensportler.
Ich persönlich kenne zwei Sportler, der eine unter 20 der andere unter 30, die eher 'plötzlich' und eher ungewöhnlich eine Lungenentzündung bekamen. Beide waren nach 14 Tagen Krankenstand blass und geschwächt, aber wieder einsatzfähig. Mit einem, der als Ostheopath arbeitet und weitreichende medizinische Kenntnisse hat sowie Insiderbekanntschaften pflegt, kam ich kürzlich zu reden... und legte ihm meine Vermutung nahe. Prompt kam die Antwort, dass 'dies' (Zirkulation des Virus) alles schon seit (minds. Sep.) vorigen Jahres im Gange sei. Wir alle werden dem Virus also vielleicht schon unbeschadet begegnet sein... oder auf alle Fälle noch begegnen. Auf meine brennende Frage hin, woher er die Info habe, kam wie aus der Pistole: von einer spanischen Molekularbiologin. Die Partnerin des Bekannten hat Molekular-Biologie oder Genetik studiert und arbeitet in der Forschung.
Die ergriffenen Massnahmen findet dieser mein Bekannter zu Gunsten älterer Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen in Zusammenhang mit dem Potential des Gesundheitsapparats notwendig und gut.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 19.03.2020, 10:47

im Trentino ist ein 16jähriger intubiert....

Bild des Benutzers Klemens Riegler
Klemens Riegler 19.03.2020, 11:05

@Peter Gasser: ... "zuzulassen und fast wie gewohnt öffentlich weiterzuleben" ... ist zum Glück Unsinn und sollte inzwischen jede/r verstanden haben. Wir bleiben zu Hause und überstehen das ... oder anders herum: wir stehen das durch! Wäre ja noch schöner, wenn wir als stolze und sonst so erhabene Südtiroler das nicht hinkriegen würden.

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