Referendum Lombardia
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Referenden

Überflüssige Volksabstimmungen

Im Veneto und der Lombardei finden am Sonntag regionale Referenden zu Autonomiefragen statt. Kosten: 65 Millionen. Emilien hat dasselbe Ziel zum Nulltarif erreicht.
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Kommentare

Bild des Benutzers Benno Kusstatscher
Benno Kusstatscher 21.10.2017, 19:10

Soll man das jetzt so stehen lassen, oder doch darauf hinweisen, dass Bonaccini piddino ist, und ihm die neu-autonomen Kompetenzen zufällig und kampflos in den Schoß gefallen sind, just nachdem Maroni und Zaia deren Referendum angekündigt haben? Damit Journalisten tiefgründig analysieren können, wie man als staatstragender Governator besagten Artikel 116 richtig anwendet, implizierend, dass die Hunde weiter nördlich nur bellen und nicht zu beißen vermögen, weil eben dummerweise von der falschen Partei? (Was ja durchaus stimmen mag, aber die Situation in keinster Weise hinlänglich beschreibt.)

Soll man so oberflächlich hinschauen und die Begriffe Autonomie, Unabhängigkeit und Rezession so spielerisch mit einer Selbstverständlichkeit durcheinander würfeln, weil man zu glauben weiß, dass Wähler wie Leser nicht dazwischen unterscheiden können?

Kann man das Referendum der Belluneser mit einem Einzeiler so undifferenziert neben das der Venezianer setzen?

Boh.

Bild des Benutzers Benno Kusstatscher
Benno Kusstatscher 21.10.2017, 19:51

"Sezession" sollte das heißen...

Bild des Benutzers Gerhard Mumelter
Gerhard Mumelter 22.10.2017, 12:18

Lieber Benno, ich kann einige deiner Einwände durchaus akzeptieren. Nur: ich habe den Beitrag vor der Veröffentlichung noch gekürzt. weil ich weiss, dass innenpolitische Beiträge und Analysen keineswegs zur bevorzugten Lektüre der Salto-Leser zählen - und je länger sie sind, desto abschreckender wirken sie. So habe ich darauf verzichtet, die kühle Distanz zwischen den Protagonisten Zaia und Maroni zu beschreiben - der eine autonomistischer Hardliner, der andere Italiens mächtigster Regionalfürst, der betont, dass er keine zusätzlichen Kompetenzen fordert. Weggelassen habe ich auch den Wandel der Lega, die das Referendum seit Jahren gefordert hat - von einer Los von Rom-Bewegung zu einer Rechtspartei nach dem Vorbild Le Pens und Straches. Und den Wandel des Lega-Gründers Bossi, der mehrmals den Marsch auf Rom angekündigt hat und letzthin zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, weil er hohe Summen an öffentlichen Geldern auf sein Familienkonto umgeleitet hat. Erwähnenswert wäre auch die kritische Distanz der lombardischen Diözesen zu den Autonomiebestrebungen. Und die Kritik an Maroni, weil er 24 Millionen für die Tablets ausgegeben hat, die für das Referendum benötigt werden. Hätte ich das alles berücksichtigt, wäre aus meinem Beitrag eine Seminararbeit geworden. Vielleicht hätte das skurrile "Gegenreferendum" in der Provinz Belluno mehr Aufmerksamkeit verdient. In diesem Zusammenhang würde salto es durchaus begrüssen, wenn du zu deiner anfänglichen Gewohnheit zurückkehren würdest und die bei uns weitgehend ignorierten Ereignisse in der Nachbarprovinz zwischendurch beschreiben würdest. Liebe Grüsse GM

Bild des Benutzers Benno Kusstatscher
Benno Kusstatscher 22.10.2017, 18:24

Lieber Gerhard, danke für die Rückmeldung samt Erklärung. Ich bin überzeugt von der Wechselwirkung von medialer Aufarbeitung und Leserinteresse. Wenn unsere Medien jahrein jahraus gewisse Entwicklungen in unserem Umfeld nicht erklären, muss man sich über Desinteresse auch nicht wundern. Und je länger es sich anstaut, umso länger die Seminararbeit. Das kann niemand alleine stemmen. Ich will mich nicht lumpen lassen, meinen Beitrag zu leisten, aber einem journalistischen Informationsauftrag kann ich als Freizeitblogger nicht gerecht werden. Auch mein länglicher Text wird wenig gelesen bleiben. Mögen Leser und Leserinnen selbst filtern, aber das Angebot zu vertiefender und konträrer Debatte, das jedenfalls steht.

https://www.salto.bz/de/article/22102017/die-unverstandenen-referenden

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