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Bioland Südtirol
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Ökologie

Die 7 Bioland Prinzipien

Was steht hinter Bioland, welches sind die Grundlagen, nach denen die Biolandbäuerinnen und -bauern wirtschaften? Eine Veranstaltungsreihe zeigt es.
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Die 7 Prinzipien für die Landwirtschaft der Zukunft sind der Grundstock und die Richtlinien, nach denen Bioland Mitglieder arbeiten und wirtschaften. Wie unsere Tiere gehalten, die Obst- und Gemüsefelder bestellt, die Weingüter gepflegt, Kräuter und Beeren angebaut sowie Produkte hergestellt werden, ist in den 7 Prinzipien verankert, sie sind der Rahmen für den Biolandanbau. 

Aufbauend auf diesem Rahmen organisiet der Bioland Verband Südtirol eine Veranstaltungsreihe, die in sieben Modulen die Prinzipien erläutert und ausführt. An sieben Terminen von Jänner bis Juli 2020 gibt es Impulsreferate von Referenten, Erfahrungsberichte von Bäuerinnen und Bauern sowie Betriebsbesuche unter dem Aspekt des jeweiligen Prinzips, die da wären: im Kreislauf wirtschaften, Bodenfruchtbarkeit fördern, Tiere artgerecht halten, wertvolle Lebensmittel erzeugen, biologische Vielfalt fördern, natürliche Lebensgrundlagen bewahren und so uns allen eine lebenswerte Zukunft sichern. Ziel ist es, alle an der Biolandwirtschaft Interessierte zu sensibilisieren und ihnen die Gelegenheit zu bieten, über die Landwirtschaft der Zukunft nachzudenken. Jede Veranstaltung wird mit einer gemeinsamen Marende beendet. Diese Veranstaltungsreihe gibt gute Gelegenheit, zum einen das technische, praktische Wissen zu erweitern als auch, Ideen und Reflexionen zu teilen. Die Veranstaltungsorte sind Bruneck, Brixen, Schlanders, St. Leonhard in Passeier, Bozen, Aldein und Salurn. Hier nun das genaue Programm mit den Daten und Orten:

Im Kreislauf wirtschaften

Kreislaufwirtschaft ist das Grundprinzip des organisch-biologischen Landbaus. Der Verzicht auf chemisch-synthetische Stickstoff-Düngemittel und die Rückführung der Nährstoffe in Form von Mist und Kompost machen ihn weitgehend unabhängig von begrenzt vorhandenen Rohstoffen. Dieses Wirtschaften im Kreislauf macht den Biolandbau zur wichtigsten Methode, die Menschheit auch in Zukunft nachhaltig zu ernähren. 

Gastgeber: Christoph Tasser, Viehwirtschaftsbauer am Unterhuberhof in Reischach, Hubenweg 17, 39031 Bruneck

Referent: Sepp Braun, Bodenexperte und Biolandbauer aus Freising, Bayern

Datum: Freitag, 24. Jänner 2020 ab 18 Uhr

 

Menschen eine lebenswerte Zukunft sichern

Eine intakte Landwirtschaft ist das Rückgrat jeder Gesellschaft. Die Produktion eigener Lebensmittel vor Ort wird in Zukunft bei knapper werdenden Ressourcen immer wichtiger. Ein zentrales Ziel bei Bioland ist es deshalb, Menschen zu ermöglichen, sich für eine sinnvolle Zukunft in der Landwirtschaft zu engagieren und betriebliche Unabhängigkeit zu sichern. Nur nachvollziehbare Wertschöpfungsketten vom Erzeuger bis zum Kunden können eine hohe Lebensmittelqualität und -sicherheit gewährleisten. 

Gastgeber: Martina Schullian, Gärtnerei Schullian, Bozen

Referent: SchülerInnen der Fachschule für Land- und Hauswirtschaft Salern, Werner Micheletti, Masterarbeit zum Thema Soziale Landwirtschaft

Datum: Freitag, 28. Februar 2020, ab 18 Uhr

 

Natürliche Lebensgrundlagen bewahren

Ohne die natürlichen Lebensgrundlagen, die uns unser Planet in Form von Luft, Wasser und Boden zur Verfügung stellt, ist kein menschliches Leben möglich. Mit den natürlichen Ressourcen schonend umzugehen, sie nachhaltig zu nutzen und nicht mit Schadstoffen zu belasten, sind deshalb zentrale Ziele von Bioland.

Gastgeber: Walter Moosmair, Bioland Viehwirtschafts- und E-Bauer, Schlattach 6, St. Leonhard in Passeier

Referent: Georg Kaser, Klimaforscher und Glaziologe UIBK

Datum: Freitag, 20. März 2020, ab 18 Uhr

 

Wertvolle Lebensmittel erzeugen

Lebensmittel sollten das sein, was ihr Name sagt: Mittel zum Leben. Pestizide und gentechnisch veränderte Organismen gehören nicht in unsere Nahrung. Neben den wertvollen Inhaltsstoffen muss der natürliche Geschmack vollwertiger Lebensmittel erhalten werden, damit wir auch in Zukunft noch unterscheiden können, was „natürlich“ und was nur „naturidentisch“ ist.

Gastgeber: Benjamin Profanter, Bioland Bäckermeister und Brot-Sommelier, Bäckerei Profanter, Brixen

Referent: Monika Engl, Gesundheitscoach und Fastenleiterin

Datum: Freitag, 17. April 2020, ab 18 Uhr

 

Tiere artgerecht halten

Auch „Nutztiere“ sind Lebewesen mit Instinkten, Empfindungen und Bedürfnissen. Sie verdienen unsere Achtung und dürfen nicht auf ihren Nutzen als Nahrungsmittel-Lieferanten reduziert werden. „Qualität statt Quantität“ – dieses Motto sollte nicht nur für unseren Fleischkonsum, sondern auch für die Haltung der Tiere gelten.

Gastgeber: Markus Lintner, Bio*Beef-Bauer und Lehrer, Lerch 23, Aldein

Referent: Martin M. Lintner, Moraltheologe und Tier-Ethiker

Datum: Freitag, 15. Mai 2020, ab 18 Uhr

 

Biologische Vielfalt fördern

Die Biologische Vielfalt zu erhalten, ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um die Zukunftsfähigkeit unseres Planeten sicherzustellen. Je vielfältiger das Genpotential der Erde ist, desto weniger kann es durch Epidemien oder andere Katastrophen gefährdet werden. Der Erhalt von möglichst vielen Pflanzen- und Tierarten ist deshalb nicht nur eine Frage der Ethik, sondern gerade in der Landwirtschaft ein überlebenswichtiges Ziel.

Gastgeber: Patrik Gamper, Bioland-Obstbauer, Karl-Schönherr-Straße 20, Schlanders

Referenten: Martha Lochmann und Dominik Greiss, Sortengarten Südtirol

Datum: Freitag, 19. Juni 2020, ab 18 Uhr

 

Bodenfruchtbarkeit fördern

Die wichtigsten „Nutztiere“ für den Biobauern sind die Milliarden von Bodenorganismen. Mit vielfältigen Maßnahmen versucht er, den Humusgehalt zu erhöhen, seine Struktur zu verbessern und damit die Bodenfruchtbarkeit auf natürliche Weise zu fördern und für zukünftige Generationen zu sichern.

Gastgeber: Patrick und Karoline Uccelli, Bioland Weinbauern, Weingut Dornach, Dornachstraße 12, Salurn

Referent: Walter Margesin, Bioland Permakultur-Experte

Datum: Freitag, 10. Juli 2020, ab 18 Uhr

 

 

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