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Beruf & Gesellschaft

Resignieren die Südtiroler?

Die „Great Resignation“ ist in Südtirol angekommen. Hierzulande lässt sich das neue Phänomen noch schwer einschätzen. Ein Blick nach außen liefert erste Antworten.
Von
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Astrid Tötsch23.06.2022
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Im Rahmen des kürzlich vorgestellten Arbeitsmarktberichtes (November 2021 bis April 2022) wies Stefan Luther, Direktor der Landesabteilung Arbeit, auf ein Phänomen hin, das seit Kurzem auch in Südtirol beobachtet werden kann und sich offenbar im Schatten der Pandemie entwickelt hat. Erstmals wurde der urplötzliche und unerwartete Anstieg von freiwilligen Kündigungen im Jahr 2021 in Texas, in den USA, beschrieben. „Diese neue Situation, die wir erst seit wenigen Monaten beobachten, ist derzeit nur sehr schwer einzuschätzen“, betonte Luther. Laut Datenerhebung hat der Anteil der freiwilligen Kündigungen in Südtirol im Vergleich zum Vorjahr um 27 Prozent zugenommen. Interessant dabei ist, dass Personen, die im vollen Berufsleben stehen, plötzlich kündigen.
 
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Stefan Luther: „Diese Kündigungen führen zu einem Problem auf dem Arbeitsmarkt, auf dem ohnehin die Fachkräfte fehlen.“ (Foto: LPA/Fabio Brucculeri)
 
 
„Diese Kündigungen führen zu einem Problem auf dem Arbeitsmarkt, auf dem ohnehin die Fachkräfte fehlen“, betonte der Direktor, der erklärte, dass das Phänomen quer durch alle Branchen hindurch zu beobachten sei und beide Geschlechter gleichermaßen betreffe. In einigen Berufssektoren häufen sich die Kündigungen jedoch überdurchschnittlich, und zwar im Bereich Gesundheit- und Soziales und in der öffentlichen Verwaltung. Rund 53 Prozent der Personen, welche kündigen, stehen dabei voll im Berufsleben bzw. befinden sich im besten Arbeitsalter zwischen 45 und 55 Jahren. Jüngere Arbeitnehmer sind davon weniger betroffen. „Wir sprechen hier immerhin von einigen Tausend Personen, die auf dem Arbeitsmarkt fehlen“, so Luther, der ankündigte, das Phänomen weiterhin beobachten zu wollen.
 
Wir sprechen hier immerhin von einigen Tausend Personen, die auf dem Arbeitsmarkt fehlen.
 
Auf Nachfrage von Salto.bz erklärte der Direktor der Landesabteilung Arbeit, dass über die Beweggründe der Personen keine Informationen vorliegen. Diesbezügliche Befragungen würden von der Landesabteilung Arbeit auch nicht durchgeführt. „Ausstiege, Umstiege und berufliche Neuorientierungen hat es immer schon gegeben. Tatsache ist jedoch, dass der Anstieg der freiwilligen Kündigungen kohärent mit dem Phänomen ist, das erstmals in Texas festgehalten und als Great Resignation bekannt wurde“, so Luther, der darauf hinweist, dass man frühestens in einem Jahr sagen könne, ob dieses Phänomen langfristige Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben wird oder es sich nur um ein kurzfristiges Ereignis handelt, das wieder verpufft. Die weiteren Analysen werden zudem zeigen, wie nachhaltig die Verabschiedung aus dem Arbeitsmarkt ist oder ob es eine Neuorientierung geben wird. Erste Daten, wieviele „Aussteiger“ wieder in das Berufsleben und ihrem Sektor zurückgekehrt sind, werden frühestens in sechs Monaten vorliegen. Zum jetztigen Zeitpunkt wären irgendwelche Schlussfolgerungen jedoch reine Spekulation, so Luther.
 

Verschleißerscheinungen

 

Was kommt auf den Südtiroler Arbeitsmarkt nun zu? Antworten und mögliche Entwicklungsszenarien liefert ein vor Kurzem erschienener Report des weltweit operierenden McKinsey-Instituts. Laut Erhebung, die in Australien, Kanada, Singapur, Großbritannien und den USA durchgeführt wurde, haben allein in den Vereinigten Staaten seit April 2021 19 Millionen Angestellte von sich aus gekündigt. Viele Unternehmen gerieten dadurch in Schwierigkeiten, vor allem auch deshalb, weil man lange Zeit über die Gründe der plötzlichen Kündigungswelle rätselte. Anstatt den Ursachen auf den Grund zu gehen, hätte man sich ausschließlich auf „schnelle Maßnahmen“ wie Gehaltserhöhungen beschränkt, so das Autorenteam, das darauf hinweist, dass die tatsächlichen Bedürfnisse der Arbeitnehmer damit außer Acht gelassen würden.
 
Wenn uns die vergangenen Monate eines gezeigt haben, dann das der ‚menschliche Aspekt‘ der Arbeit an Bedeutung gewonnen hat.
 
„Wenn uns die vergangenen Monate eines gezeigt haben, dann das der ‚menschliche Aspekt‘ der Arbeit an Bedeutung gewonnen hat“, ist im Report nachzulesen. Die Angestellten seien müde und teilweise auch frustriert. Sie wünschen sich eine neue Ausrichtung, die den Sinn ihrer Tätigkeit stärker in den Fokus rückt sowie mehr Wert auf die sozialen und zwischenmenschlichen Kontakte mit den Kollegen und Vorgesetzten legt. Kurz und gut: Die Angestellten wünschen sich mehr Gemeinschaftsgefühl. Natürlich würden auch das Gehalt, Benefits und andere Vorteile eine Rolle spielen, aber in erster Linie erwarten sie sich von ihrem Betrieb und ihrem Arbeitgeber Wertschätzung und eine gemeinsame Identifikation oder anders ausgedrückt: Interaktion statt Transaktion. Deutlich festgehalten ist im Report auch die Gefahr für die Betriebe, sollten sie nicht in der Lage sein, rechtzeitig und angemessen auf die neue Situation zu reagieren. Weit größer sei jedoch die Gefahr, dass sich die Arbeitnehmer vollständig vom Arbeitsmarkt zurückziehen und dem traditionellen System der Vollzeitarbeit den Rücken kehren, der ihre Wünsche nach mehr Flexibilität und Autonomie nicht entgegenkommt.
 
Krankenpfleger an der Claudiana
Gesundheitsbereich: Einer der Sektoren, die am stärksten von der „Great Resignation“ betroffen ist. (Foto: Claudiana)
 

Hält der Trend an?

 

Der Report bestätigt einige Trends, die auch in Südtirol beobachtet werden konnten: Von den freiwilligen Kündigungen sind sämtliche Berufssparten betroffen, insbesondere Angestellte im Gesundheits- und Erziehungswesen erklärten, dass sie sich mit dem Gedanken an eine Kündigung tragen. Wobei – im Unterschied zu Südtirol – Unternehmen in der Freizeit- und Hotelleriebranche sowie der Handel, Transport und Versorgungsunternehmen mit dem höchsten Risiko konfrontiert waren. Laut Studie handelt es sich bei diesem Phänomen nicht um eine Eintagsfliege, sondern der Trend der freiwilligen Kündigungen könnte noch länger anhalten. So gab 53 Prozent der Befragten an, dass sie zunehmend mit dem Gedanken tragen, freiwillig zu kündigen. 64 Prozent erklärten, dass sie davon ausgehen, dass das Problem weiterhin bestehen bzw. sich in Zukunft sogar noch verschlimmern wird.

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Kommentare

Bild des Benutzers Franz Pattis
Franz Pattis 23.06.2022, 19:22

Was mich allerdings sehr wundert dass im ganzen Artikel nicht einmal die Rede ist von den maßlos übertriebenen Corona-Restriktionen (z.B. Impfzwang) der letzten zwei Jahre als Hauptgrund für die ganzen Kündigungen vor allem im Gesundheitswesen. Und um dies zu erkennen braucht man sicher keine Experten oder Studien sondern nur einen gesunden Hausverstand!

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Johann Mair 24.06.2022, 16:59

Genau so ist es. Damit ist alles gesagt

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Max Benedikter 23.06.2022, 21:03

Das wäre zu einfach!
Ich war im Sanitätsbetrieb angestellt und habe nach der ersten Coronawelle freiwillig gekündigt. Es brodelte bei mir schon vorher. Und als ich mich vom öffentlichen Dienst verabschiedet habe, ohne Plan B, waren die Prospektiven sehr ungewiss.
Ich wollte einfach nicht mehr mit meinem Kürzel "BN" als Lochstopfer (wie alle und ohne Mobbing!) improvisiert meinen Arbeitsaalltag fristen.
Also ganz im Trent des Artikels.

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Dietmar Nußbaumer 23.06.2022, 21:43

Es fängt damit an, dass jeder, der einem anständigen Beruf nachgeht , allgemeine Wertschätzung verdient hat. Denn die Bezahlung der öffentlichen Bediensteten, v.a. der staatlichen, ist so schlecht, dass man froh sein muss, dass sich überhaupt jemand für diese Arbeit findet.

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Martin Aufderklamm 23.06.2022, 21:47

Könnte die Resignation in Korrelation zum Lohnniveau und den exhorbitanten Südtiroler Wohn- und Lebenshaltungskosten stehen?

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Peter Gasser 23.06.2022, 22:53

Nein, ich denke, es ist eine “Sinn”frage.

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Stereo Typ 23.06.2022, 22:34

Der Faktor Arbeit verliert an Wert. Man kann jahrzehntelang gute Arbeit geleistet haben, und von einem Tag auf den anderen wird man hinauskomplimentiert, weil man einen grünen Pass oder eine Impfung nicht vorweisen kann. Wieso der Artikel mit keiner Silbe darauf eingeht, verstehe ich nicht.

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Josef Fulterer 24.06.2022, 06:43

Es ist die NEO-liberale Grundeinstellung der sich fürstlich entlohnen lassenden Generaldirektoren, die sich neuerdings mit dem Titel "C E O von den gewöhlichen Lohnempfängern distanzieren." Die Mitarbeiter werden ohne Wertschätzung nur nach dem gegenwärtigen Nutzen für ihre nicht immer funktionierenden Kopfgeburten bewertet und bekommen unterschwellig zu spüren, dass ihre Ansichten nicht angehört werden, sie ganz einfach austausch- und ersetz-bar sind, wenn sie nicht blind gehorchen. Damit gehen leider sehr viel Potenzial und vor Allem sehr viele Werte der menschlichen Gemeinschaft verloren.
Kein Wunder wenn sich die Menschen um der Lebensmitte "die Sinnfrage für ihr Leben stellen" und Auswege überlegen, die sogar zum Verlassen des Betriebes führen.

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rotaderga 24.06.2022, 07:16

Besser kann man die Lage nicht beschreiben. Chapeau!

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Manfred Gasser 24.06.2022, 08:45

Wie wahr! Es hat sich in der Arbeitswelt so viel zum Schlechteren verändert, dass sich die Frage nach dem Sinn für viele stellt, die seit 20-30 Jahren arbeiten.
Also noch irgendwie die nötigen Jahre abrackern, und dann sich austauschen lassen. Die CEO's werden dann ja sehen, ob was besseres nachkommt.

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Stefan S 24.06.2022, 15:43

"Wie wahr! Es hat sich in der Arbeitswelt so viel zum Schlechteren verändert, dass sich die Frage nach dem Sinn für viele stellt, die seit 20-30 Jahren arbeiten."
Ganz so einseitig sollte man es nicht betrachten, es gibt mittlerweile sehr viel Unternehmen welche sich die "Wohlfühloase" und Teilhabe der Mitarbeiter am Entscheidungsprozess auf die Fahne geschrieben haben. Es ist auch deutlich in unzähligen Studien erwiesen das ein positives Betriebsklima wesentlich zum Erfolg eines Unternehmens beiträgt. Leider gibt es zwischen Anspruch und Wirklichkeit oftmals große Lücken weil weder Vorgesetzte noch Mitarbeiter diesem Anspruch gerecht werden und täglich einfordern. Es wird noch eine ganze Weile dauern bis wir aus diesem Hierarchiedenken heraus kommen und offen und fair miteinander umgehen.

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Stefan S 24.06.2022, 16:42

"die sogar zum Verlassen des Betriebes führen."
Sollte man unbedingt in Betracht ziehen wenn das Arbeitsumfeld nicht behagt. Mit dem Arbeitsumfeld verbringt mehr Zeit als mit der Familie und dann ist es einfach existenziell dort gute Bedingungen vorzufinden.

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Felix Frei 24.06.2022, 07:52

Sie wollten es nicht anders. Gemeinsam mit der gleichgeschalteten Presse hat man aus allen Rohren geschossen, was in Sachen Corona die richtige Sichtweise zu sein hat. Abweichende Meinungen wurden nicht akzeptiert und im Sinne einer diktatorischen Vorgangsweise wurden Leute die jahrelang wertvolle Arbeit geleistet haben, hinauskomplementiert, sei es im Sanitätsbereich, Schule und diejenigen über 50+. Das noch völlig zu Unrecht wie sich zunehmend immer mehr herausstellt.
Aber das ist nur vordergründig. Im Hintergrund haben sich ganz andere Dynamiken eingestellt und verfestigt. Durch die völlig überzogenen und ohne Evidenz eingeführten "Corona-Maßnahmen" wurde das Zusammengehörigkeitsgefühl und der Sinn für das Gemeinwesen nachhaltig geschädigt, das sieht man auf allen Ebenen. Der Einzelne zieht sich auf den engeren Kreis zurück, so ganz im Sinne: "Lass sie doch machen, ich schau auf mich selbst".
Der Bürger fragt sich wofür er sich für einen Betrieb oder für die Allgemeinheit abrackern soll, wenn der Staat so mit einem umgeht. Jedenfalls ist es vollkommen egal, wenn die Leute nun einmal weniger arbeiten und somit auch weniger Steuern zahlen. Denn auf allen Ebenen haben sie es geschafft, dass bald alles den Bach runter geht. Die unsinnige Globalisierung, das sich abhängig machen von anderen im wesentlichen Energiebereich, das Zerstören der Lieferketten in der Corona-Zeit, das unlimitierte Drucken von Geld, als ob es kein Morgen wäre,......all das wird uns noch auf die Füße fallen. Das Vermögen wurde gezielt von unten nach oben verschoben. Wieso soll der Einzelne sich da noch groß engagieren.

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Peter Gasser 24.06.2022, 08:59

Ab und an - aber wirklich nur ab und an - leiste ich mir die Zeit und das Gedankenspiel, mir auszumalen (gedanklich auszuformulieren), wie Ihre Kommentare dröhnen würden, müssten Sie in Russland leben, in China oder in Nordkorea.

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Felix Frei 24.06.2022, 14:33

@Peter Gasser
Also ich leiste mir ÖFTERS die Zeit um darüber nachzudenken, wie es wäre wenn es noch mehr Leute gäbe die zu allem unreflektiert ja und amen sagen würden, die alles nachbeten, was ihnen vorgekaut wird und die andere die das nicht tun noch dazu nötigen es ihnen gleich zu tun bzw. alle Mittel einsetzen um diese Selberdenker zu diskreditieren. Tja, wie wäre es da? DANN wäre es auch bei uns wie in Russland, China und Nordkorea. Auf dem Weg dahin sind wir, wenn man die letzte Zeit mitsamt verkündeten und vorbehaltlos zu glaubenden "Wahrheiten!?" ,"Maßnahmen" und das üble Kesseltreiben gegen bestimmte Gruppen (auch und gerade von Seiten der Politik samt den Mitläufern und fleißigen Zuarbeitern auf allen Ebenen) anschaut, das nur beendet wurde, weil sich bestimmte Tatsachen gar nicht mehr leugnen ließen. Zum Glück gab und gibt es den Widerstand der (leider wenigen) Scharfsinnigen, in größeren Zusammenhängen Denkenden, und Klugen, die es überhaupt ermöglichen dass Kommentare noch "dröhnen" können.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 24.06.2022, 14:57

Ja, auch dieses Schema ist in der Literatur bestens bekannt:
Jene, welche sich selbst als “Scharfsinnigen, in größeren Zusammenhängen Denkenden, und Klugen” bezeichnen, während der Andersdenkende eingeordnet wird als “zu allem unreflektiert ja und amen sagen ... alles nachbeten, was ihnen vorgekaut wird”.
Sie sind also der “Kluge, Denkende”, wer Ihnen nicht zustimmt “ist unreflektiert, betet Vorgekautes nach”.
.
Krass, nicht?

Bild des Benutzers Felix Frei
Felix Frei 24.06.2022, 19:52

Ich bin keineswegs der "Kluge, Denkende", ich bin einer der den "Klugen, Denkenden" zuhört und ihnen vertraut, zumal dann wenn sie sich als "Kluge, Denkende" schon öfters geoutet und ihre Kompetenz bewiesen haben. Denjenigen die den mainstream nachplappern, zumal wenn es wie in diesem Fall derart offensichtlich um betreutes Denken und um Einbleuen von angeblich unumstößlichen "Wahrheiten" ging (was an sich schon verdächtig ist), habe ich noch nie Vertrauen entgegengebracht. Zumindest höre ich mir beides an und bilde mir meine eigene Meinung, was in diesem Fall wo es um evidenzbefreiten Aussetzen von Grund-und Bürgerrechten und um das Diffamieren von ganzen Bevölkerungsgruppen ging , nicht weiter schwierig war.
Aber um beim Thema zu bleiben: Es wird ein gutes Stück Arbeit kosten um das verlorengegangene Vertrauen und die Risse in der Bevölkerung bis in die Familien hinein, wieder zu kitten und die "Resignation" wieder aufzuheben. Die Entwicklungen die auf uns zukommen, werden das nicht leichter machen. Denn vieles ist die Folge vom Vorhergehenden.

Bild des Benutzers Johann Mair
Johann Mair 24.06.2022, 17:19

Sehr gut danke - besser kann man es nicht sagen

Bild des Benutzers G. P.
G. P. 24.06.2022, 09:02

Genau auf den Punkt gebracht. Ich bin auch oft und immer öfter am Anschlag und stelle mir die Frage über den Sinn des (Arbeits)lebens. Immer schneller, immer höher, immer weiter, immer größer, immer mehr, und vor allem, immer mehr Zettel, Zettel, Zettel ...

Bild des Benutzers Karl Trojer
Karl Trojer 24.06.2022, 09:46

Ich hoffe sehr, dass Menschen wie der Mediziner Max Benedikter, die der absurden Covid-Regeln zurfolge ihren Arbeitsplatz verloren haben, dann außerhalb der öffentlichen Strukturen gute Arbeit und Sinn finden konnten !

Bild des Benutzers Johann Mair
Johann Mair 24.06.2022, 14:04

Dieser Kommentar wurde entfernt. Bitte beachten Sie die Netiquette.

- Salto-Community-Management

Bild des Benutzers Johann Mair
Johann Mair 24.06.2022, 14:39

Mein Kommentar wurde bereits nach 5 Minuten gelöscht - da nicht Mainstreamkonform. Ich habe mir erlaubt das Wort COVIDIOTEN zu verwenden

Bild des Benutzers Manfred Gasser
Manfred Gasser 24.06.2022, 15:08

Genau!
COVIDIOTEN ist nicht beleidigend, sondern nicht Mainstreamkonform!
Ich liebe den Mainstream hier auf Salto!

Bild des Benutzers Johann Mair
Johann Mair 24.06.2022, 17:08

Diesen Leserbrief habe ich am 22.5.22 in der Tageszeitung veröffentlicht und möchte ihn passend zu diesem Beitrag.
Suspendierungen – kulturlos und barbarisch
Es fehlen überall Pflegekräfte – in Altersheimen, Krankenhäusern und privaten Betreuungen.
Und den politischen Beamten fällt keine andere Begründung ein, als „Man muss diesen Menschen mehr Wertschätzung entgegenbringen“!
Kein Wort davon, daß Pflegekräfte wegen einer fehlenden Coronaimpfung von der Arbeit suspendiert und ohne Lohn und Gehalt - zum Verhungern (!) - auf die Straße gesetzt wurden.
Ein Hohn ist das, beschämend, kulturlos, barbarisch. Den Menschen wegen einer inszenierten Pandemie das elementarste Grundrecht Arbeit zu nehmen. Und niemand entschuldigt sich, geschweige denn gibt es eine Wiedergutmachung und Entschädigung für diese Misshandlungen, diesen Psychoterror .
Dabei erhält jeder Flüchtling, der von weiß ich woher kommt, finanzielle Unterstützung. Und Menschen, die seit Jahrzehnten für dieses Land gearbeitet und es aufgebaut haben, werden einfach ohne Lohn auf die Straße gesetzt!
Sind jetzt diese Beamten in Südtirol wegen der hysterischen Angstpropaganda der Medien so hypnotisiert und geistig umnachtet, daß sie nicht begreifen, was sie tun? Da wird dann auch noch von Autonomie geschwafelt. Mit so einer kulturlosen Gesellschaft kann ich mich nicht mehr identifizieren. Menschen mit Hausverstand tun gut daran, in Südtirol diese Berufe zu meiden und auszusteigen.
Gibt es eigentlich jemand, der noch zu so einer menschenverachtenden Gesellschaft gehören will?! Mir fehlen die Worte. Und es gibt zum Glück von Südtiroler Seite keine Möglichkeit, die Schuld auf Italien abzuwälzen. Im Gegenteil. Es waren u.a. Arno Kompatscher, Julia Unterberger und Heiner Oberrauch, die nach Rom gefahren sind und dort um die Verschärfung des „Corona Wahnsinns“ gebeten haben. Nie werde ich das vergessen. Es gibt keine Entschuldigung. Wo bleiben die Schützen. Sie müssten hier eigentlich eingreifen, denn das hat mit Tiroler Werten nichts mehr zu tun (22.5.22 in der Südtiroler Tageszeitung)

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 24.06.2022, 19:34

Zitat: “Den Menschen wegen einer *inszenierten* Pandemie...”:
klassische Verschwörungstheorie... fehlt nur, WER inszeniert hat, die grünen Männchen, die Bilderberger, Bill Gates, Nazis aus den Reichsflugscheiben heraus oder intelligente Reptilien, als Menschen getarnt?
.
Aber vielleicht ist der Kommentator auch nicht echt, sondern ebenfalls “inszeniert”, um den Leser hinters Licht (oder hinter den Mond) zu führen, wer weiß, wer weiß...

Bild des Benutzers Stefan S
Stefan S 24.06.2022, 15:09

Ich war einer der Unglücklichen wo Ihren Frust lesen durfte.
In anderen Foren gibt es dafür...
"Entfernt. Bitte formulieren Sie Kritik sachlich und differenziert."

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 24.06.2022, 15:09

Die Löschung ist doch berechtigt, wer Ihre Ansicht nicht teilt, ist doch nicht automatisch ein “Idiot”.
Das hat absolut nichts mit mainstrean zu tun, sondern mit korrektem Verhalten im Dialog mit anderen.
.
Was sagen Sie dazu, dass bei Ihnen und FelixFrei jene, welche Ihre Meinung nicht teilen “Idioten” sind, “unreflektiert”, dumm? Sie finden die Moderation durch Salto unberechtigt, wenn Sie andere öffentlich als “Idioten” betiteln, nur weil Sie Ihre subjektive Meinung nicht teilen?

Bild des Benutzers Felix Frei
Felix Frei 28.06.2022, 16:49

Aufpassen Peter Gasser, das Wort "Idioten" habe ich nie verwendet und werde auch nie jemanden damit betiteln. Also bei der Wahrheit bleiben und mich nicht in einen Topf mit anderen werfen. Ich schrieb: "Ich bin einer der den Klugen, Denkenden zuhört, und jenen die den "mainstream" nachplappern noch nie Vertrauen entgegengebracht hat. Denn meiner Meinung nach sind das nicht die Klugen, Denkenden. Auch "unreflektiert" und "dumm" habe ich nicht in den Mund genommen. Und jetzt kommen Sie nicht damit, dass ich es evtl. so gemeint hätte. Wenn Sie nicht damit kommen, will ich nichts gesagt haben.

Bild des Benutzers Peter Gasser
Peter Gasser 28.06.2022, 19:19

Ich möchte Sie und Ihre Zitate (“Ich schrieb: "Ich bin einer der den Klugen, Denkenden zuhört” und “ "unreflektiert" ... habe ich nicht in den Mund genommen”) richtigstellen:
In der Tat schrieben Sie (wörtlich zitiert):
- “Glück gab und gibt es den Widerstand der (leider wenigen) Scharfsinnigen, in größeren Zusammenhängen Denkenden, und Klugen...”, und
- “... wie es wäre wenn es noch mehr Leute gäbe die zu allem UNREFLEKTIERT ja und amen sagen würden...”

Bild des Benutzers Felix Frei
Felix Frei 28.06.2022, 22:17

Von drei mir angedichteten Ausdrücken, konnten Sie mir jetzt einen!! nachweisen. "Unreflektiert" habe ich verwendet, was mir entfallen war. Der Ausdruck stellt an sich aber keine Beleidigung dar und schon gar nicht in diesem von mir verwendeten Zusammenhang, weil er an keine spezielle Person gerichtet, sondern allgemein gehalten war und deshalb eigentlich keiner Beanstandung bedarf.
Sie haben allerdings vergessen mit die Ausdrücke "dumm" und vor allem "Idioten" nachzuweisen. Denn wenn Sie anscheinend annehmen dass das Gegenteil von scharfsinnig, in größeren Zusammenhängen denkend, und klug schlicht und einfach "dumm" sei, ist das eine Annahme von der Sie offenbar ausgehen, aber die nicht zutrifft weil sie viel zu kurz greift. Also "dumm" habe ich nie gesagt.
Als "Idioten" (und das ist der springende Punkt) habe ich noch nie jemanden bezeichnet, denn das wäre echt eine Beleidigung. Also passen Sie auf wessen Sie Leute beschuldigen.

Bild des Benutzers M A
M A 24.06.2022, 15:50

Sie sollten sich nicht aufregen.
Wer das Wort "Idioten" - egal in welcher Wortverbindung auch immer - anderen gegenüber verwendet, wird wohl zurecht zensiert...
Für sich selber wird dieses Wort leider viel zu selten in Anspruch genommen!

Bild des Benutzers josef burgmann
josef burgmann 24.06.2022, 17:53

Sozialberufe, Medizin im Allgemeinen, Lehrer , usw., das sind doch Berufungen, keine Jobs. Auch über 50 Jährige, sie werden nach Hause geschickt, und jetzt oweh! ....die kündigen auch noch freiwillig.
Die politischen Entscheidungen der letzten 2 Jahre haben bei den stärksten Charakteren Spuren hinterlassen.
Wo hört man noch ein unbeschwertes Lachen?
Es gibt heute in der "Zeit" eine Doppelseite: Links Schäden, die in den letzten 2 Jahren erzwungen wurden, rechts neue Angst- und Panikmache. Lesenswert.
Wer im Gastgewerbe arbeitet, merkt die menschlichen Veränderungen hautnah.
Gesellschaftlich läuft in Südtirol so vieles schief.. schade um die tollen Menschen ..
Politik und mit ihr die Bürokratie fahren schon länger in einem eigenen Kanal.

Bild des Benutzers Josef Lechner
Josef Lechner 24.06.2022, 20:23

Mich wundert‘s nicht das bei diesen Lohnverhältnissen im öffentlichen Sektor, sei es in der Pflege Sanität, Altersheimen oder im Bereich Umwelt, Bezirksgemeinschaften, Straßenarbeiter, der Arbeitswelt den Rücken kehren, oder sich für 1300€ Anfangsgehalt keiner mehr meldet.
Mit diesem Gehalt hat man im Urlaubsparadies keine Überlebenschancen.

Bild des Benutzers Gerold FIEDLER
Gerold FIEDLER 28.06.2022, 15:44

"Die wenigen, die das System verstehen, werden so sehr an ihrem Profit interessiert sein oder so abhängig sein von der gunst des Systems, dass aus ihren Reihen nie eine Opposition hervorgehen wird.
Die große Masse der Leute aber, mental unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne zu mutmaßen, daß das System ihren Interessen feindlich ist."
Gebrüder Rothschild - 1863......

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