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Mals

Schlechte Presse

Im Land selbst mag es still geworden sein um die Malser. Rund um Südtirol reißen die Berichte über den Apfelkrieg in Südtirol nicht ab. Können wir uns das leisten?
Von
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Susanne Pitro25.09.2016
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Kommentare

Bild des Benutzers Andreas gugger
Andreas gugger 26.09.2016, 08:48
Natürlich ist es für die SMG/IDM Supermanager schwierig auf der einen Seite den sanften gesunden nachhaltigen Tourismus zu fördern und gleichzeitig auf der anderen Seite den Messnerburgengrößenwahn, die Schweine aus Holland, die Milch aus Süddeutschland und das Getreide aus Mittelitalien schön verpackt zu verkaufen. Sofern der Absatz aufgrund des grauenvollen Images nicht wieder voll durch die Decke geht, könnte man aus Tonnen recycelten Äpfeln den neuen Technologiepark bauen...obwohl man müsste ihn dann wahrscheinlich wegen der Pestizidrückstände nach einigen Jahren wieder abreisen....
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Klemens Kössler 26.09.2016, 11:19
Herr Gugger perverser geht`s wohl nicht mehr. Zynismus war immer schon ein guter Kriegstreiber.
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Markus Gufler 26.09.2016, 09:37
Wer im Zuge seiner LEADER-Bewerbung 2014-2020 sich selbst als strukturschwaches Gebiet definiert, um erhebliche Steuergelder (also von unser allem Schuldenberg) zu kassieren, tut sich natürlich leichter in solchen negativ-Kampagnen den arm(selig)en David zu mimen. Er erhebt selbst ja keinerlei Anspruch darauf vollbeschäftigend und wirtschaftlich selbstständig tragfähig zu sein. http://www.bzgvin.it/system/web/sonderseite.aspx?menuonr=224994260&detailonr=224994260 Abgesehen davon: Geben diese von den Malsern initiierten und der europ.Presse natürlich gerne (weil Auflage fördernd) aufgenommenen Geschichten auch einen vergleichenden Überblick darüber, ob es in beliebigen anderen landwirtschaftlichen Produktionsgebieten (weltweit) besser - oder gar noch schlechter - bestellt ist? Wäre die Versorgung mit landwirtschaftlichen Lebensmitteln bei 100% bio Produktion der Erwartungshaltung an Menge und Qualität überhaupt gewachsen? Wenn es hierzu kein ganz klares ja gibt: werden die dadurch zwangsweise steigenden Preise (in der Ladenkasse sehr viel stärker als beim Auszahlungspreis des Landwirtes) dazu führen, dass sich nicht mehr jeder eine durchgehende Ernährung mit bio Obst und Gemüse (und Fleisch natürlich auch) wird leisten können? Gibts dann wieder Leader-programme dafür? Was wäre eigentlich wenn man die Abdrift von biologischem und selbst nach 50 Jahren noch nicht abgebautem Schwermetall Kupfer mit jenen Mitteln vergleicht die eine Karenzzeit von 90 Tagen haben?
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Klemens Kössler 26.09.2016, 11:20
Früher kamen die Geschichten von Don Quichotte della Mancha oder von Schilda, jetzt kommen die Stars aus Mals
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Mensch Ärgerdichnicht 26.09.2016, 12:23
Ja ja, Artikel über die bösen Giftspritzer lassen sich immer und überall gut verkaufen. Das nennt man Populismus!
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Martin B. 26.09.2016, 22:32
Ich bin stuff immer diesselben Geschichten von "Experten" zu lesen, die den integrierten Anbau verteufeln (Schwarz) und den Bioanbau als Wunderalternative anpreisen (Weiß). An die wahren Experten: macht doch mal einen Vergleich der notwendigen Behandlungen in verschiedenen Kulturen: Anzahl der Spritzungen (Motorfahrzeug-km), Mengen und Art der Wirkstoffe, kritische Betrachtung der immer wieder außerordentlich zugelassenen Wirkstoffe im Biobereich (Kupfer & Co.). Eines ist für mich (bis auf Gegenbeweis) sicher: konventionelle Sorten sind auch im Bioanbau "intensiv" und alternative (resistente) Sorten sind zumindest nicht mittelfristig großflächig als Ersatz einsetzbar. Diese Extremismen in der Darstellung und das Pochen auf moralisch-gesellschaftliche Führungshoheit ist kontraproduktiv! Bei mir zumindest verlieren die extrem argumentierenden Exponenten aus dem Malser Umfeld die Sympathien die sie vielleicht prinzipiell hatten, da ich natürlich hoffe und wünsche Produzenten und Konsumenten suchen und fördern den nachhaltigen und schonenden Weg.
Bild des Benutzers Sigmund Kripp
Sigmund Kripp 27.09.2016, 20:02
@Martin B.: Sie schreiben: "konventionelle Sorten sind auch im Bioanbau "intensiv" und alternative (resistente) Sorten sind zumindest nicht mittelfristig großflächig als Ersatz einsetzbar.". Warum? Worauf basiert diese Aussage?
Bild des Benutzers Martin B.
Martin B. 28.09.2016, 03:59
Auf subjektiven Beobachtungen, z.B. 2-3mal so häufige Spritzungen bei Bio-Anlagen von konventionellen Sorten. Und resistente Sorten die bei mir und scheinbar auch Standardkonsumenten keinen Absatz finden, solange konventionelle Sorten verfügbar sind, da schmackhafter usw. Deshalb wäre ich ja an glaubhaften Vergleichen interessiert, die dieses Feld umfassend und objektiv betrachten.
Bild des Benutzers Sigmund Kripp
Sigmund Kripp 28.09.2016, 07:33
Dass die nichtresistenten Sorten im Bioanbau oft gespritzt werden sollen stimmt. Aber es gibt mittlerweile gar einige teilresistente wie Topaz, Pinova, Evelina etc. Dann gibt es auch schon, sagen wir, ziemlich resistente Sorten, die auch im Bioanbau nur mehr 2 -4 mal im Jahr gespritzt werden müssen, wie Natyra, Bonita u.a.m.. Das ist m.E. schon ein gewaltiger Fortschritt! Und die Preise dieser Sorten stimmen! (Ich rede nicht von den ersten resistenten Sorten der 80er Jahre, die sich am Markt aufgrund ihrer organoleptischer Eigenschaften nicht durchsetzen konnten). Aus meiner bescheidenen Sicht hat die Laimburg als Forschungsanstalt zu spät auf diese Entwicklung reagiert. Südtirol könnte längst schon seine eigenen 2 bis 3 resistenten Apfelsorten haben!
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Mensch Ärgerdichnicht 28.09.2016, 09:24
Trotz allem bleibt eine Apfelplantage, ob bio oder nicht, eine intensive Monokultur in welcher Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden. Mich stört das überhaupt nicht, finde es aber auch lächerlich wenn in den Medien so darüber berichtet wird, als würde in der Bioanlage ein Rudel pinker Einhörner Krankheiten und Parasiten höflichst darum bitten weiterzuziehen.
Bild des Benutzers Martin B.
Martin B. 28.09.2016, 17:03
@SK: meine Beobachtungen beschränkten sich nicht nur auf Apfelanlagen, bei Weinsorten kenne ich teils mehr als bei den Äpfeln und dort sind meine Beobachtungen vielleicht noch zutreffender. "ziemlich resistente Sorten, die auch im Bioanbau nur mehr 2 -4 mal im Jahr gespritzt werden müssen": viele Pro-Bio-Meinungsmacher und Konsumenten meinen aber das selbst konventionelle Sorten im Bioanbau kaum oder nichtbehandelt werden. Dies ist eine Verzerrung der Tatsachen, die sich leider weit eingebürgert hat, genauso wie der Fakt, das selbst Bioprodukte in der Vermarktung nicht mehr leichten Wurmbefall (1 von 10 Äpfeln z.B.) oder andere natürliche mindere Mängel aufweisen dürfen. Topaz, Pinova, Evelina: diese kenne ich vom Namen her aber außerhalb der Direktvermarkter-Stände sind mir diese noch nie aufgefallen und ich kann auch die vergleichende Organoleptik nicht bewerten, da ich noch nie eine "Apfelverkostung" hatte. Natyra, Bonita: sind mir gänzlich unbekannt. Zu den Kundenpräferenzen: jeder Produzent (wie Sie?) ist von seinen Sorten/Produkten überzeugt (oder sollte es sein), also bin ich skeptisch wieweit im breiten Blindvergleich Alternativsorten zu den Rennern an den Ständen/Regalen aufschliessen können. Als Nischenprodukt hingegen funktionieren manche sehr gut. Ich hab hier nur bei Weinen umfangreiche Erfahrungen und die Präferenz liegt eindeutig bei konventionellen Sorten. Für die Verbände und Produzenten der Alternativsorten gibt es noch viel zu tun an Aufklärung und bitte nicht Verteufelung der Konkurrenzprodukte und eben Vergleiche durch unparteiische Dritte wären auch interessant indem der ganze Anbau von Anpflanzung über Produktion bis zum Verkauf and den Konsumenten verglichen wird. Vielleicht bin ich einer der wenigen den Fakten mehr als Überzeugungen, moralische Überlegenheit, usw. interessiert?
Bild des Benutzers Klemens Kössler
Klemens Kössler 29.09.2016, 13:05
Herr Martin Sie haben dies sehr treffend beschrieben. Ich produziere Integriert und habe die Ausbildung zum Bioanbau absolviert wie allerdings gar nicht so wenige meiner integrierten Kollegen, dabei habe ich auch sehr viel positives für meinen Betrieb gelernt den ich aber weiterhin integriert betreibe. Es ist nämlich nicht verboten biologische Maßnahmen in einem integrierten Betrieb anzuwenden sondern sogar eine Mindest-Verwirklichung zu erfüllen, in vielen schwarz weis-Diskussionen kommt dies gar nicht an die Oberfläche. Züchtung von Resistenten Sorten ist meiner Meinung nach das wichtigste wobei Resistenzen nicht bedeuten dass Pflanzenschutz hinfällig wird (leider) aber stark reduziert werden kann. Das Produkt, der Apfel muss schmecken das ist das allerwichtigste und es sieht so aus als würden einige neue Sorten auch diesen Anspruch nachkommen, endlich. Sortenzüchtung braucht bei Apfel sehr lang, als Kennzahlen sind dabei 10.000 Mischungen eine brauchbare Sorte nach 25 Jahren. Zugleich entwickeln sich auch die Schadorganismen weiter, bei Topaz ist die Schorfresistenz zum Teil schon gebrochen. Aber weiter geht es mit Verbesserungen in sehr vielen Bereichen.
Bild des Benutzers Klemens Kössler
Klemens Kössler 29.09.2016, 13:09
Übrigens, der Verband VOG hat sich sehr für die Einführung der Sorte "Modi" bemüht welcher den Geschmacksanforderungen nicht ganz gerecht wird aber sicher eine Probe wert ist. Die Bauern welche das Risiko der Investition in diese resistente Sorte tragen würden sich sicher freuen.
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